
Man kann ihn absolut als Allrounder bezeichnen, den Blätterteig. Denn er kann sowohl süß als auch herzhaft ausfallen. Dabei sind die Resultate oft schnell zu sehen und sind absolut gelingsicher und unkompliziert.
Blätterteig eignet sich außerdem prima zur Resteverwertung: als eine Art Snack, der an Pizza erinnert, oder als süße Teile, die flugs gelingen, wenn sich Gäste sehr spontan angekündigt haben.
Er zaubert im Handumdrehen eine Torte Napoleon - zumindest in einer ganz einfachen Abwandlung für „Faule“. Für einen absoluten Hingucker auf der Kaffeetafel sorgt Blätterteig in diesem Rezept für Apfel-Zimt-Rosen-Muffins. Fast wie direkt vom Bäcker sehen diese gedrehten, süßen Blätterteigstangen aus, die mit Schokocreme und Nüssen in 20 Minuten Zeitaufwand auf dem Tisch stehen.
Doch der Teig kann auch deftig: zum Brunch beispielsweise in Form von Blätterteig-Lachs-Schnecken, als an den Sommer erinnernde Tarte mit cremigem Burrata und fruchtigen Tomaten, als vegetarische und nicht-vegetarische Pizza-Schnecken mit Fetaund natürlich als einen der absoluten Hits unter den Party-Snacks: langgezogen als Pizza-Stangen mit unterschiedlicher Füllung oder Belag.
International wird es mit Hackfleisch, Tomaten und Koriander, die in diesen arabischen Snack-Klassiker gehören. Oder als süß-salziger Käse-Snack, der in der griechischen Küche beliebt ist.
Heute machen wir aus den Blätterteigrollen einen optisch niedlichen, aber deftigen Snack: Unsere Tannenbäumchen sind gefüllt mit cremigem Frischkäse und herzhaftem Schinken. Wer die Variante in vegan bevorzugt, braucht einfach nur Pesto und eine Käse-Alternative. Unschlagbar: Selbst in der aufwendigeren, fleischhaltigen Variante brauchen sie nur vier Zutaten.
Die Zutaten für die niedlichen Blätterteig-Tannenbäume (Snack für ca. 4 Personen)
Wir benötigen:
2 Rollen Blätterteig (á jeweils 275 Gramm)
1 Packung Kräuterfrischkäse (175 Gramm)
1 Packung gekochter Schinken oder Krustenbratenschinken (175 Gramm)
geriebener Käse/Gratinkäse
Salz, Pfeffer, Koriander, Chili
Backpapier
Schaschlik-Holzspieße
Die Zubereitung der niedlichen Blätterteig-Tannenbäume
Das Rezept ist denkbar einfach: Zunächst heizen wir den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vor.
Wir nehmen nun die Blätterteigrollen aus dem Kühlschrank und entblättern sie jeweils. Im Anschluss ziehen wir sie in der Länge als auch in der Breite vorsichtig auf etwa 1,5-faches Format. Dabei muss man schnell sein, denn der Blätterteig fängt an zu kleben und zu reißen, wenn er zu warm wird.
Also ist hier etwas Eile angesagt. Die eine Rolle bestreichen wir nun mit dem Kräuterfrischkäse, gern üppig, aber nicht zu dick - denn dann quetscht es den Käse heraus. Anschließend legen wir den Schinken auf den verstrichenen Frischkäse und würzen die untere Hälfte mit Pfeffer, Salz, gemahlenen Korianderkörnern und Chili.
Wer die vegetarische oder vegane Variante bevorzugt, verstreicht anstatt Frischkäse das Pesto und reibt oder streut dann die Parmesan-Alternative darüber.
Im Anschluss kommt die zweite aufgeblätterte Rolle in 1,5-fachem Format darüber und wird sanft etwas angedrückt.
Nun nehmen wir ein scharfes Messer zur Hand und schneiden aus dem Blätterteig-Doppeldecker rund 10 bis 15 rund zwei bis zweieinhalb Zentimeter dicke Streifen.
Die Streifen ziehen wir sanft von der Unterlage und legen sie in Wellen zu einer Art Tannenbaum - dabei werden die Wellen von der „Spitze“ nach unten immer größer, sodass wirklich eine Baumform entsteht. Damit sich der Blätterteig und seine Füllung nicht entblättern, ziehen wir einen Schaschlik-Spieß hindurch. Der rohe Baum sollte mittig sitzen.
Anschließend legen wir die aufgespießten Baum-Rohlinge auf einen Gitterrost mit Backpapier. Bitte in etwas Abstand zueinander, damit die Bäume nicht ineinander backen, denn sie werden natürlich im Ofen etwas dicker, größer, voluminöser.
Dann betreuen wir sie noch mit geriebenem Käse und verfrachten sie für 20 bis 25 Minuten in den Backofen. Hierbei ist wichtig, immer wieder einen Blick in die Röhre zu werfen, damit die Bäume nicht anbrennen. Sind sie schön goldgelb gebräunt, sind sie fertig.
Zur Deko - nach dem Abkühlen - nimmt man noch einen Plätzchen-Ausstecher in Sternform zur Hand und sticht aus einem Block oder einer Scheibe Käse quasi eine „Christbaumspitze“ aus und platziert sie zum Servieren auf die Spitze des Schaschlik-Spießes beziehungsweise den Blätterteig-Tannenbaum.
Die Gebäcke schmecken frisch gebacken am besten, sollten also nicht allzu weit im Voraus gemacht werden - doch natürlich sind sie auch kalt absolut lecker.




