Nürnberg - Als Literaturredakteurinnen und -redakteure sind wir natürlich echte Bücherwürmer und Leseratten. Und teilen unsere Lieblingsbücher gerne mit euch. Hier sind unsere Lieblingsbücher aus dem Juni 2026.

Auf nordbayern.de halten wir euch nicht nur über Buchverfilmungen, die Entwicklungen auf den Bestsellerlisten und kommende Neuerscheinungen auf dem Laufenden, sondern teilen auch gerne unsere Lieblingsbücher mit euch. Hier findet ihr alle Buchtipps, die wir im Juni 2026 zum ersten Mal veröffentlicht haben, die Buchtipps des Monats, unsere Lieblingsbücher im Juni 2026.

„Die Ozeanschwimmerin“ von Charlotte Tarnowski

„Die Ozeanschwimmerin“ von Charlotte Tarnowski, ein neues Pseudonym der Autorin Carin Müller, ist ein mitreißendes, emotionales Buch über Trauerbewältigung, Durchhaltevermögen und eine gewaltige Challenge.

Nachdem Sophie bei einem Unfall ihren Mann, ihren Sohn und sogar ihren Familienhund verloren hat, steht sie vor einer unmöglichen Aufgabe: Wie soll man einen solchen tragischen Einschnitt überwinden? Doch wie sinnbildlich stellt sie sich stattdessen einer anderen Challenge. Als Freischwimmerin will sie sieben Meerengen auf der ganzen Welt durchschwimmen. Angst hat sie keine, denn was soll ihr denn noch Schlimmes passieren?

„Pause“ von Lena Kupke

Mit ihrem Debütroman schwingt sich Stand-up-Komikerin Lena Kupke auch direkt auf zum Status als Bestsellerautorin. In Pause beschreibt sie gleichzeitig, wie man nach einem Zusammenbruch wieder auf die Füße kommen kann und wie sich alte Familienmuster über Jahrzehnte hinweg halten können. Aber auch, wie man sie durchbrechen kann.

Mit Mitte 30 findet sich Hanna wieder zurück in ihrem Kinderzimmer, im Haus ihrer Eltern. Ihr Leben in Berlin ist komplett gegen die Wand gefahren, der Zusammenbruch, der sie hierherbrachte, ist nur das Ende der Fahnenstange. Aber wie kann ein Neubeginn gelingen, zwischen guten und schlechten Kindheitserinnerungen, den eingefahrenen Gewohnheiten ihrer Familie und der Ungewissheit darüber, wo es jetzt eigentlich hingehen soll?

„Unbound“ von Peyton Corinne

Mit ihrer „Undone“-Reihe hat Peyton Corinne eine Welt voller nachfühlbarer und einzigartiger Figuren geschaffen. Mit ihren Büchern schafft sie zudem eine Bildfläche für neurodivergente Charaktere, die Leserinnen und Leser auf ganz BookTok begeistern.

Die ersten beiden Bände gibt es schon in deutschsprachigen Ausgaben, wir haben schon mal einen Blick in die englische Ausgabe von Band 3Unbound“ geworfen. Er handelt von Paloma und Bennett, zwischen denen sofort eine tiefe Verbindung entsteht, als sie sich in ihrem ersten Jahr an der Uni kennenlernen. Von ihrer Vergangenheit eingeholt, verschwindet Paloma aber bald wieder aus Bennetts Leben, bis sich ihre Wege Senior Year wieder kreuzen.

„Als wir Schwäne waren“ von Behzad Karim Khani

In diesem autobiografischen Roman erzählt Behzad Karim Khani vom Aufwachsen in einer Zuwanderersiedlung am Rande von Bochum, zwischen Gewalt, Stolz und Plattenbau.

„Als wir Schwäne waren“ ist ein Buch voller Wut und Poesie. Nostalgie, Zärtlichkeit, Klarheit, Brutalität, Ehrlichkeit - die Sprache, mit der Behzad Karim Khani seinen Roman erzählt, hat viele, wohl austarierte Nuancen. Er zeigt uns, dass es Momente im Aufwachsen gibt, die wir alle teilen, ganz egal, mit welchen Privilegien man geboren wird. Und eben auch die Momente, in denen sich das Aufwachsen grundlegend unterscheiden kann.

„Carl‘s Doomsday Scenario“ von Matt Dinniman

Matt Dinniman hat mit seiner LitRPG-Reihe wirklich einen Nerv getroffen, „Dungeon Crawler Carl“ ist international ein Riesenerfolg. Instagram und TikTok sind voller Empfehlungen und Lobpreis für die Reihe um Carl und die Perserkatze Donut, die in einer postapokalyptischen, internationalen Gameshow ums Überleben kämpfen.

Im englischsprachigen Original gibt es mittlerweile acht Bände, auch eine Verfilmung von „Dungeon Crawler Carl“ als Serie geht gerade in die Produktion. Die Übersetzungen ins Deutsche hinken derweil etwas hinterher. Im Juni 2026 erschien mit „Carl‘s Doomsday Scenario“ Teil 2.

„Just for the Summer“ von Abby Jimenez

Bei den hohen Temperaturen, die der Juni 2026 für uns bereithielt, durfte natürlich ein echtes Sommerbuch auch nicht fehlen. „Just for the Summer“ ist New York Times Bestseller, SPIEGEL-Bestseller und auch auf den sozialen Medien sehr beliebt.

Immer wenn eine Beziehung von Justin zu Ende geht, finden seine ehemaligen Partner direkt im Anschluss die große Liebe. Schön für sie, allerdings nicht für Justin, der immer allein zu enden scheint. Als er seine Geschichte auf Reddit teilt, bekommt er unzählige Nachrichten von Menschen, die ihn daten wollen, nur um Schluss zu machen und selbst auch die große Liebe zu finden. Doch darunter ist auch eine Nachricht von Emma, die unter dem gleichen Fluch zu leiden scheint, wie er.

Die Lösung scheint einfach: Sich gegenseitig daten, Schluss machen und schon ist der Fluch für beide gebrochen. Ein wasserdichter Plan, oder?