
Fein-würzig und herrlich pikant: So kann man die Aromen des russischen Karottensalats Morkovcha beschreiben, der sich vor allem durch seine koreanischen Einflüsse auszeichnet.
Der Salat ist dabei auch äußerst gesundheitsfördernd: Die enthaltenen Karotten liefern Beta-Carotin, Ballaststoffe, Vitamin K und Kalium. Sie fördern somit die Augengesundheit, den Hautschutz und die Verdauung.
Die Champignons runden durch ihren Reichtum an pflanzlichem Eiweiß, Vitaminen (vor allem B-Vitamine und Vitamin D) sowie an Mineralstoffen wie Kalium, Selen und Zink gut ab. Die Spurenelemente stärken das Immunsystem, sind gut für die Nerven, außerdem cholesterinfrei und können den Blutdruck regulieren.
Einen Haken hat der Morkovcha allerdings: Neben 20 Minuten Zubereitungszeit bedarf er außerdem acht Stunden Ruhe- und Ziehzeit. Dennoch gelingt er äußerst einfach. So geht‘s:
Die Zutaten für koreanisch-russischen Karottensalat (vier Portionen)
Für Morkovcha benötigst du:
- 1 Kilogramm Karotten
- 1 Teelöffel Korianderpulver
- 1 Prise Salz und Pfeffer
- 250 Gramm braune Champignons
- 1 Teelöffel Chilipulver oder Chiliflocken
- 2 Teelöffel (Rüben-) Zucker
- 1 große Küchenzwiebel
- 4 Esslöffel Sonnenblumenöl
- 5 Zehen frischer Knoblauch
- 2 Esslöffel Sojasauce
- 2 Esslöffel Weißweinessig oder weißen Aceto Balsamico
- 1 kleiner/dünner Bund frischer Koriander
Du brauchst außerdem:
- einen Sparschäler
- ein Schneidebrett
- ein Küchenmesser
- einen Julienne- oder Spiralschneider
- eine große Schüssel
- eine Pfanne
- eine kleine Schüssel
Die Zubereitung des koreanisch-russischen Karottensalats
- Zum Start werden die Karotten gewaschen, geputzt, geschält und mit einem Julienne- oder Spiralschneider in feine Stifte geschnitten. Die Karottenstifte in eine große Schüssel geben und mit Korianderpulver, Chilipulver, Zucker sowie Salz und Pfeffer vermischen. Rund drei bis vier Minuten lang alles mit den Händen ordentlich verkneten - solange, bis die Karottenstifte weich werden. Danach die Schüssel beiseitestellen und ziehen lassen.
- Nun die Champignons putzen und in kleinere Viertel schneiden. In einer Pfanne oder im Wok mit etwas Öl durchgaren bis leicht anbraten. Dann von der Herdplatte nehmen und das überschüssige Fett mit einem Küchenpapier abtupfen. Abkühlen lassen.
- Jetzt ist die Küchenzwiebel an der Reihe: Die Schale abziehen, die Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer bis hoher Temperatur rund fünf bis sieben Minuten anbraten. Währenddessen gelegentlich umrühren, so dass die Zwiebeln rundherum anrösten können. Sobald die Zwiebeln goldbraun und gut knusprig sind, die Pfanne vom Herd nehmen und das Zwiebelöl abkühlen lassen.
Für den Morkovcha nur das Zwiebelöl verwenden
- Achtung: Für den Morkovcha wird nur das Zwiebelöl verwendet, in der russischen Küche wird die Zwiebel dafür sehr kross angebraten. Das herzhafte Zwiebelöl bringt eine feine Röstnote, die den feinen Geschmack der Karotten nicht überdeckt. Die Zwiebeln selbst kannst du als Topping für Bowls, Burger oder Salate nutzen.
- Ist das Zwiebelöl abgekühlt, die Zwiebeln herausnehmen und beiseite stellen.
- Jetzt den Knoblauch häuten und fein hacken. Das Zwiebelöl mit Knoblauch, Essig und Sojasauce mischen und über die marinierten Karotten geben. Auch die Champignons hineinwerfen. Alles kräftig und ordentlich vermengen sowie nach Belieben mit Salz und Chilipulver noch feintunen. Die Schüssel abdecken und den Karottensalat im Kühlschrank mehrere Stunden (mindestens acht Stunden lang) ziehen lassen - am besten gleich über Nacht.
- Kurz vor dem Servieren einen dünnen Bund Koriander waschen, abtrocknen, entstielen und etwas feiner hacken. Dann über die Portionen geben und auftischen.


