
Sebastian Fitzek begeht 2026 ein besonderes Jubiläum. Vor 20 Jahren begann seine Erfolgsgeschichte als Autor. „Die Therapie“ war gleichzeitig sein Debüt und sein Durchbruch. Seitdem hat der Ausnahmeschriftsteller eine erstaunliche Karriere hingelegt, eine Unmenge an Thrillern geschrieben und sich auch in andere Genres gewagt.
Dabei hat Sebastian Fitzek auch eine große Fangemeinde aufgebaut, die seine Bücher regelrecht verschlingt und in aller Regel kurz nach Erscheinen den Status als SPIEGEL-Platz-1-Bestseller einbringt. Und genau da liegt eigentlich auch das Problem.
So schnell kann nicht mal Fitzek schreiben: Welche Autoren sind wie Fitzek?
Denn obwohl Sebastian Fitzek ein Vielschreiber ist und in der Regel mindestens ein neues Buch pro Jahr veröffentlicht, kann er den Hunger seiner Fans auf neue Thriller kaum stillen. Das kommt eben davon, wenn man rasante Pageturner schreibt, die man beim Lesen kaum mehr aus der Hand legen kann.
Aber keine Sorge, denn es gibt noch andere Autorinnen und Autoren, die deine Leselust befriedigen können. Dabei kommt es natürlich darauf an, was genau du an Fitzek besonders magst.
Bücher wie Fitzek – rasante Psychothriller: Arno Strobel für Fitzek-Fans
Wer an den Thrillern von Fitzek besonders schätzt, dass sich in vielen seiner Bücher die Handlung nicht mit Kleinigkeiten aufhält, sondern rasant voranschreitet und seine Thriller dadurch zu wahren Pageturnern macht, sollte sich die Wartezeit auf den nächsten Fitzek-Thriller mit den Büchern von Arno Strobel verkürzen.
„Welcome Home“ ist ein Paradebeispiel. Der Thriller erschien im August 2025. Darin zieht eine junge Familie in ein Neubaugebiet und denkt eigentlich, dass jetzt das Leben so richtig beginnen kann. Stattdessen fühlen sie sich im neuen Haus alles andere als wohl. Nächtliche Geräusche deuten darauf hin, dass sich jemand Fremdes im Haus aufhält, doch weder sie selbst noch die Polizei können Hinweise auf einen Einbruch finden. Als Ines eines Abends im leerstehenden Nachbarhaus eine Taschenlampe sieht und Marco am nächsten Morgen eine grausam zugerichtete Leiche findet, kippt die Stimmung vollends.
Im Oktober 2025 erschien „Der Nachbar“ von Sebastian Fitzek, und dieser Thriller hat eine ganz ähnliche Grundsituation. Natürlich entwickelt sich die Geschichte in eine etwas andere Richtung, ist aber ebenso rasant und spielt mit einer Angst, in die wir uns alle hineinversetzen können: der Angst davor, sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu fühlen.
Übrigens: Nicht nur Fitzek bringt 2026 mit „Der Nachtzug“ einen neuen Thriller, auch Strobel hat mit „Happy Weekend“ in diesem Jahr noch ein neues Buch auf Lager.
Die menschliche Psyche im Vordergrund: Wer Fitzek mag, sollte sich Michaelides nicht entgehen lassen
Das Genre „Psychothriller“ impliziert es schon: Bei Fitzek spielt häufig die menschliche Psyche eine besondere Rolle. Wer es besonders schätzt, sich in die tiefen Winkel des menschlichen Geistes hineinzudenken und vor dem Setting einer psychiatrischen Praxis nicht zurückschreckt, sollte sich „Die stumme Patientin“ von Alex Michaelides nicht entgehen lassen.
Darin begleiten wir Psychotherapeut Theo Faber dabei, wie er versucht, zu einer Patientin durchzudringen, die seit dem gewaltsamen Tod ihres Mannes kein Wort mehr gesagt hat und sich in einer psychiatrischen Einrichtung befindet. Obwohl der Mord nie wirklich aufgeklärt werden konnte, wurde sie für die Tat verurteilt, allerdings auch für schuldunfähig befunden und lebt seitdem in einer geschlossenen Anstalt.
Ohne hier zu viel verraten zu wollen: Wenn du „Die Therapie“ von Fitzek gut fandest, insbesondere, dass man nie genau wissen kann, wer gerade wirklich welche Rolle spielt, dann wirst du bei „Die stumme Patientin“ definitiv auf deine Kosten kommen.
Wenn du keiner Figur trauen kannst: Darum ist Claire Douglas ein guter Tipp für Fitzek-Fans
Sebastian Fitzek ist bekannt dafür, dass man die Twists und Wendungen in seinen Büchern kaum noch zählen kann. Man kann keiner Figur trauen. Das ist fast schon eine Grundregel des Genres. Wem das besonders zusagt, sollte sich die Bücher von Claire Douglas nicht entgehen lassen.
Nehmen wir als Beispiel „Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt“. Das Buch handelt von der Krimiautorin Emilia, die gerade die Arbeiten an ihrem neuen Buch abgeschlossen hat. Doch dann schleichen sich seltsame Vorfälle in ihr Leben ein - und diese entstammen direkt ihren eigenen Büchern. Irgendwie gelingt es dem Stalker, selbst Kameras und Alarmanlagen zu umgehen. Die Bedrohung eskaliert weiter, als Emilia erkennt, dass die neuesten Vorfälle nicht aus ihren veröffentlichten Werken stammen, sondern aus ihrem unveröffentlichten Manuskript. Nur ein kleiner, ausgewählter Kreis hat Vorabexemplare erhalten: ihre Verlegerin, ihre Eltern, ihr Ehemann, ihre engsten Freunde. Einer oder eine davon steckt hinter der Sache.
Was folgt, ist ein klassisches Element, das Fitzek-Fans bestens kennen: Emilia beginnt, das Vertrauen in alle Menschen um sie herum zu verlieren. Beim Lesen fiebern wir natürlich mit und versuchen zu erraten, wer hier etwas verheimlicht. Und ein letzter Hinweis, ohne zu spoilern: Der Originaltitel lautet „The Woman who lied“, also ‚Die Frau, die log‘. Welche Frau damit gemeint ist, musst du selbst herausfinden.
Noch mehr Buchtipps für Fitzek-Fans
Sollten dir diese Buchempfehlungen nicht zugesagt haben, oder, was wahrscheinlicher ist, du sie schon gelesen haben, gibt es hier noch eine längere Liste mit Buchtipps für Fitzek-Fans:
- „Welcome Home“ von Arno Strobel
- „Die stumme Patientin“ von Alex Michaelides
- „Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt“ von Claire Douglas
- „Die Kollegin“ von Freida McFadden
- „Liebes Kind“ von Romy Hausmann
- „Cut“ von Max Raabe
- „Das Sanatorium“ von Sarah Pearse
- „Das Mädchen im Neben“ von Vera Buck


