
Carpaccio kennt man vor allem aus der italienischen Küche - dort steht es klassisch für hauchdünn geschnittene Rohfleisch-Scheiben aus Rind, die mit Rucolablättern, fein gehobeltem Parmesan, Olivenöl und/oder Zitrone sowie gegebenenfalls frischen Trüffeln garniert und gewürzt werden.
Für diejenigen, die kein Fleisch essen, gibt es aber auch zahlreiche fleischlose, vegane und low-carb Varianten, beispielsweise diese, die aus hauchdünnen Scheiben Kohlrabi besteht, welche eine überraschend leckere Liaison mit Honigmelonenstücken eingehen. Diese Vorspeise ist eine echte Nährstoff-Bombe und vereint Leichtigkeit mit funktioneller Gesundheit, denn sie sorgt für Zellschutz und fördert das Immunsystem - Honigmelone und Kohlrabi sind sehr reich an Vitamin C, die Oliven liefern zusätzlich Antioxidantien. Die weiße Knolle bringt reichlich Ballaststoffe und wertvolle Senföle mit sich, die deine Verdauung anregen und eine gesunde Darmflora unterstützen.
Die Oliven und das Olivenöl der Vinaigrette haben einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren. Sie wirken entzündungshemmend und halten deine Cholesterinwerte in Balance. Weil beide Hauptzutaten einen sehr hohen Wasseranteil besitzen und die Melone viel Kalium in sich trägt, wirkt das Carpaccio sanft entwässernd und reguliert zudem den Blutdruck.
Dieses Carpaccio ist gleichermaßen außergewöhnlich, erfrischend und nährstoffreich. Die süßliche Vinaigrette verbindet beide Welten, während Oliven einen feinen, salzigen Kontrast setzen - eine spannende Kombination also.
Die Zutaten für das knackige Kohlrabi-Melonen-Carpaccio (zwei Portionen)
Für die Grundlage des Kohlrabi-Melonen-Carpaccios:
- 1 junger, zarter Kohlrabi
- ein Viertel Honigmelone
- 8 schwarze Oliven (z. B. Kalamata, entsteint)
- 6 grüne Oliven (entsteint)
- rund 50 Gramm getrocknete Tomaten (am besten in Öl eingelegt)
Für die Vinaigrette:
- 3 Esslöffel mildes oder fruchtiges Olivenöl
- 2 Esslöffel heller Frucht- oder Apfelessig
- 1 Teelöffel flüssiger Honig (oder Agavendicksaft)
- Salz und frisch gemahlener weißer Pfeffer
Für die Deko:
- Ein paar Blättchen frische Minze oder frisches Basilikum
Die Zubereitung des knackigen Kohlrabi-Melonen-Carpaccio
- Die Basis schaffen I: Den Kohlrabi schälen und mit einem Gemüsehobel in hauchdünne Scheiben schneiden.
- Die Basis schaffen II: Die Honigmelone entkernen, das Fruchtfleisch von der Schale lösen und ebenfalls in sehr feine Scheiben hobeln oder schneiden.
- Anrichten: Die Kohlrabi- und Melonenscheiben abwechselnd kreisförmig auf einem flachen Teller oder auch in einer Schüssel arrangieren.
- Verfeinern: Die schwarzen und grünen Oliven ohne Stein in Hälften schneiden (bei kleineren Früchten kannst du sie auch ganz lassen) und gleichmäßig über der Melone und dem Kohlrabi verteilen. Das Öl der getrockneten Tomaten abtupfen und die Früchte in dünne Streifen oder Stücke bringen. Anschließend ebenfalls gleichmäßig über dem Carpaccio platzieren.
- Vinaigrette anrühren: Die Zutaten für die Vinaigrette - 3 Esslöffel mildes oder fruchtiges Olivenöl, 2 Esslöffel heller Frucht- oder Apfelessig, 1 Teelöffel flüssiger Honig (oder Agavendicksaft), Salz und frisch gemahlener weißer Pfeffer - verquirlen und das Carpaccio kurz vor dem Servieren damit beträufeln. Zum Abschluss bei Bedarf mit frischen Minz- oder Basilikumblättern garnieren.
Tipp: Wenn du gerne Käse zu diesem an sich veganen Carpaccio genießen möchtest, dann eignen sich drei Sorten dafür - jede betont eine andere Geschmacksrichtung.
Feta (Schafskäse): Der salzige, leicht säuerliche Geschmack bricht die Süße der Honigmelone perfekt auf und harmoniert genial mit den Oliven. Einfach grob per Hand über das Carpaccio krümeln.
Ziegenfrischkäse: Er bringt eine milde, feine Säure und eine wunderbar cremige Textur mit. Du kannst kleine Nocken davon auf dem Carpaccio-Teller verteilen.
Pecorino oder Parmesan: In hauchdünnen Spänen darüber gehobelt sorgt er für eine edle, würzige Umami-Note, die den knackigen Kohlrabi perfekt unterstreicht.



