Nürnberg - In Großbritannien oder auch in Friesland gehören sie zum Tee oder Kaffee wie die Butter aufs Brot: Teekekse. Wir bieten heute ein Rezept für tolle Gebäck-Begleiter, die mit zarter Orangen- und Zitronennote glänzen.

Die Kultur des Teetrinkens hat ihren Ursprung im England des 19. Jahrhunderts, der Afternoon Tea gilt heute noch als eine der wichtigsten Pausen im britischen Alltag — auch wenn Tee natürlich ursprünglich in China beheimatet ist. In Großbritannien reicht und verspeist man zu einer Tasse Earl Grey oder Darjeeling traditionell Mürbteiggebäck wie Shortbread oder Butterkekse wie auch in Dänemark.

Das feine Teegebäck ist also der klassische Begleiter zur Teestunde und zeichnet sich meist durch eine mürbe Textur und dezente Aromen aus. Naschen darf man sie freilich auch jenseits der Teatime, immer dann, wenn dich der kleine Hunger und die Lust auf etwas Süßes packt.

Die Zubereitung der Zitronen- und Orangen-Teekekse (für ein Backblech)

Für den Teig:

140 Gramm Butter

2 unbehandelte Bio-Zitronen - für die Orangen-Variante in zwei kleinere unbehandelte Bio-Orangen tauschen

350 Gramm Mehl (Dinkelmehl beispielsweise)

140 Gramm Butterschmalz

140 Gramm Zucker

3 Eigelb

Für den Zuckerguss:

1 Orange (bio) oder 1 Zitrone (bio)

rund 250 Gramm Puderzucker

Für die Deko:

geriebene Zitronen- oder Orangenschale

Pistazienkerne in Spalten

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Ob mit Orange oder mit Zitrone: Diese Kekse sind fruchtig und gleichzeitig buttrig. Das macht sie zum idealen Begleiter für Tee und Kaffee. © Andrea Munkert

Die Zubereitung der Zitronen- und Orangen-Teekekse

Zur Vorbereitung müssen Butter und Butterschmalz Zimmertemperatur annehmen, damit sie gut verarbeitet werden können. Ist beides weich, fast schon schmierig, wird es mit dem Zucker schaumig geschlagen.

Die Schale der Zitronen oder Orangen wird nun fein abgerieben und mit den drei Eigelb untergerührt. Nun wird eine der Zitronen beziehungsweise Orangen ausgepresst. Den Saft gibst du ebenfalls zur Butter-Ei-Mischung und rührst sanft ihn ein.

Nun kommt das Mehl in die Masse: Es wird kurz untergerührt.

Der Mürbeteig für die Teekekse mit Zitronen- oder Orangennote muss kurz ruhen

Anschließend halbiert man den Teig und formt daraus zwei Rollen von jeweils drei bis vier Zentimetern Durchmesser. So wird der Teig in Folie eingeschlagen und darf für rund eine Stunde im Kühlschrank fest werden.

Kurz vor Ablauf der Ruhezeit wird der Ofen auf 170° C Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Die Teigrollen werden entblättert und daraus jeweils rund fünf Millimeter dicke Scheiben geschnitten, die dann mit genügend Abstand zueinander auf ein Backblech mit Backpapier gelegt werden.

Die Teigrohlinge werden für ungefähr 10 Minuten gebacken — oder solange bis die Ränder gerade sanft Farbe nehmen. Achtung: Die Teekekse dürfen nicht zu dunkel werden, sondern zeichnen sich durch einen eher buttrig-beigen Farbton aus.

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Hat auch was von Süditalien: Diese Kekse sind Soulfood. © Andrea Munkert

Vor dem Verzehr lässt man die Teekekse noch auf dem Backblech auskühlen, weil sie warm noch sehr weich und damit auch zerbrechlich sind.

Danach kommt die Zuckerglasur an die Reihe: Die Orange oder die Zitrone wird gewaschen und ihre Schale abgerieben. Danach presst man den Saft aus. Den Saft verrührt man mit dem Puderzucker zu einer nicht allzu flüssigen Masse. Dann kann der Guss über die Teekekse gestrichen werden und mit weiterem Schalenabrieb und gegebenenfalls Pistazienkernspalten verziert werden.