
Zum großen Biergarten-Glück in Bayern gehören ein Helles, eine Breze, Radi (Rettich) und natürlich Obadza, den man auch ganz einfach in Vegan herstellen kann.
Beispielsweise bei Weinfesten in Franken allerdings finden Besucher und Besucherinnen eher die Variante des Gerupften - ebenfalls ein Käse-Aufstrich für Brezen und Brote, ebenfalls sehr kräftig. Natürlich ist der Gerupfte nicht nur bei Brotzeit und Frühschoppen beliebt, sondern kann auch als prima Beilage für Grillpartys im Sommer herhalten.
Mit nur sechs Zutaten kann man die fränkische Variante des Obazden zuhause anrühren - so geht‘s:
Die Zutaten für Fränkischen Gerupften (für vier Portionen)
Man benötigt Folgendes:
1 reifer, bayerischer Camenbert (rund 250 Gramm - je reifer, desto besser)
100 Gramm weiche Butter
1 halbe Küchenzwiebel (weiß)
wer mag: jeweils ein Bund Schnittlauch und ein Bund Dill
2 bis 3 Esslöffel fränkischer Weißwein (am besten sauer)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle (Menge nach eigenem Geschmack)
eine Prise Salz
Die Zubereitung des Fränkischen Gerupften (für vier Portionen)
Zuerst zerdrückt man den Camenbert mit der Gabel. Wer Schnittlauch und Dill nutzen möchten, wäscht die beiden Bunde und hackt die Kräuter sehr fein. Mit der halben Zwiebel verfährt man gleichermaßen. Mit der weichen Butter über den zerquetschten Käse geben und mit der Gabel ineinander verarbeiten, bis eine gleichmäßig Masse entstanden ist. Dann kommt der Wein sowie Salz und Pfeffer hinzu - wieder wird alles mit der Gabel vermengt.
Tipp: Am besten abdecken und etwas ziehen lassen - denn dann bekommt der Gerupfte einen intensiveren Geschmack. Dazu serviert man je nach Geschmack und Jahreszeit Tomaten, Rettich, Radieschen oder Gewürzgurken.
Außerdem: Oftmals wird der Fränkische Gerupfte - sehr ähnlich zum bayerischen Obazden - auch noch mit mehr Zwiebeln und Paprika-Pulver verfeinert. Damit ist der käsige Aufstrich auch an den Liptauer aus unserem Nachbarland Österreich angelehnt, der allerdings traditionell mit Schafsquark zubereitet wird.
Anstatt mit fränkischem Wein kann man den Gerupften auch mit hellem fränkischen Bier „ablöschen“ und „würzen“.



