
Ein Frühstück in Bayern ohne ihn ist unvorstellbar - der Obdazda, dieser cremige Aufstrich, der so herrlich zu Brezen passt, gehört schlichtweg zu einer ausgiebigen Brotzeit. Doch in der konventionellen Machart besteht der Obazda unter anderem aus reichlich Käse - und der ist eben so gar nicht vegan. Heute gibt es daher den bayerischen Dipklassiker ohne tierische Produkte.
Übrigens: Die Herkunft des Obazden geht vermutlich auf Resteküche in einer Zeit vor über 150 Jahren zurück. Der Geschichte nach wollten die Erfinder aus übriggebliebenem Camembert und Brie noch etwas machen. Die beiden Käsesorten hatten durch ihre Reife inzwischen einen sehr kräftigen Geschmack gezogen. Daraufhin vermischte man die Käse mit Paprika und Kümmel und nutzte Milch, Bier und Butter, um die Masse streichfähig zu kriegen.
Der vegane Obazda gelingt in nur zehn Minuten Arbeitszeit, anschließend sollte er rund 20 Minuten ruhen beziehungsweise durchziehen. Nach insgesamt einer halben Stunde Invest ist er bereit, Brezen und Brot zu verfeinern.
Die Zutaten für cremigen veganen Obdazda (sechs Portionen)
Für die Herstellung des veganen Obazden benötigt man:
150 Gramm Cashewnüsse
60 Gramm Stärke
1 Esslöffel Apfel- oder Weißweinessig
1 Teelöffel Miso-Paste (zum Beispiel aus dem asiatischen Supermarkt)
1 bis 2 Esslöffel Hefeflocken
2 Schalotten
1 guten Schuss Bier (gern fränkisches Helles)
100 Gramm Pflanzenmargarine
gemahlener Kümmel (nach eigenem Geschmack)
Paprikapulver (nach eigenem Geschmack)
Salz und Pfeffer (nach eigenem Geschmack)
100 Milliliter Wasser zum Einweichen
Die Zubereitung des cremigen und veganen Obazda
Zum Beginn werden die Cashewnüsse in einem Topf mit kochendem Wasser übergossen - zugedeckt ziehen sie hier rund 20 bis 30 Minuten durch. Anschließend können sie abgegossen werden.
Während die Cashews ordentlich Wasser ziehen, werden die Schalotten geschält und fein gehackt.
Nun werden die aufgeweichten Nüsse mit den übrigen Zutaten (außer dem Bier, der Margarine und den Gewürzen) in einem Mixer fein püriert.
Im nächsten Schritt gibt man die Margarine und das Bier hinzu und püriert erneut ordentlich durch.
Abschließend hebt man die feinen Schalotten sanft unter und schmeckt die Masse mit dem gemahlenen Kümmel, dem Paprikapulver sowie Salz und Pfeffer ab.


