Nürnberg - Kaltes Wetter, eine warme Decke - und dann ein eiskalter Thriller? Das macht wohl nur für Genre-Fans Sinn. Bei diesen Thrillern läuft es uns eiskalt den Rücken hinunter, auch unter der wärmsten Kuscheldecke.

Thriller-Fans können es nicht lassen: Selbst bei kaltem Wetter und niedrigen Temperaturen suchen wir uns Bücher aus, bei denen einem eiskalt werden könnte. Oder treiben uns die spannenden und nervenaufreibenden Geschichten den Schweiß auf die Stirn? Ganz egal, eine Rechtfertigung ist gar nicht nötig, denn für einen guten Thriller ist immer der richtige Zeitpunkt.

Wir haben drei Thriller ausgesucht, bei denen das kalte Wetter eine wichtige Rolle spielt. Damit passen sie besonders gut in die kalte Jahreszeit.

„Welcome Home“ von Arno Strobel: Nebel in der Neubausiedlung

Neubausiedlungen haben eine ambivalente Atmosphäre. Alles ist neu, ordentlich und macht einen gepflegten Eindruck. Doch irgendwie sind sie auch künstlich. Noch niemand fühlt sich hier richtig heimisch, alle Bewohner sind gerade erst hergezogen. Kommen dann nachts niedrige Temperaturen und Nebelschwaden hinzu, kann es richtig gruselig werden.

Arno Strobels Thriller „Welcome Home“ bedient sich dieses Settings und bewegt sich schon an der Schwelle vom Thriller zum Horror. Wir ziehen mit der kleinen und jungen Familie Winkler in die Neubausiedlung Auf Mons in der Nähe von Würzburg. Hier wollen sich Ines, Marco, Tochter Emilia und Hund James ein gemeinsames Leben für die Zukunft aufbauen.

Doch schon bald wird der Traum vom Eigenheim zum Albtraum und die Familie kann sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen. Als Marco dann im leerstehenden Nachbarhaus eine grausam zugerichtete Leiche findet, kippt die Stimmung endgültig.

Trotzdem bleiben die Winklers. Wo sollten sie auch hin? Aber ist das die richtige Entscheidung oder bringt Marco seine Familie in noch größere Gefahr?

Noch mehr Infos finden Sie in unserer Einzelrezension:

Die Hölle in Franken: „Welcome Home“ - Der neue Thriller von Arno Strobel - Buchtipp

„Das Kalendermädchen“ von Sebastian Fitzek: Tiefer Winter mitten in Franken

Auch unser zweiter Tipp spielt in Franken, diesmal wirklich im tiefsten Winter. „Kalendermädchen“ von Sebastian Fitzek erschien bereits 2024 und mauserte sich zum Platz 1 der SPIEGEL-Jahresbestsellerliste 2024 Hardcover.

„Kalendermädchen“ bietet alles, was Fitzek-Fans im Besonderen und Thriller-Fans im Allgemeinen wollen: zahlreiche, nicht vorhersehbare Wendungen, drei Zeitebenen und einige waschechte Horror-Szenen.

Auf der Suche nach einem passenden Knochenmarkspender für ihre Adoptivtochter begibt sich Psychologieprofessorin Olivia Rauch auf die Spuren einer urbanen Legende des Kalendermädchens. Eine junge Frau war Jahre zuvor in einem Haus in einem fränkischen Dorf durch die Hölle gegangen, und irgendwie hängt diese Geschichte mit Olivias Tochter zusammen.

Mehr wollen wir an dieser Stelle gar nicht verraten, denn so viel sei schon einmal gesagt: In diesem Thriller ist am Ende nichts so, wie anfangs gedacht.

Genauere Informationen lesen Sie in unserem Beitrag:

Tatort in Franken: „Das Kalendermädchen“ von Sebastian Fitzek - Fesselnder Psychothriller

„Dunkles Wasser“ von Charlotte Link: Wetterkontraste im „Kate-Linville-Thriller“ 5

Während Sebastian Fitzek schreibt wie eine (Achtung Wortwitz) Maschine und bereits einen neuen Roman (Horror-Date) und einen Thriller (Der Nachbar) veröffentlicht hat, müssen sich Fans von Kate Linville noch etwas gedulden. Autorin Charlotte Link musste 2024, nach der Veröffentlichung von „Dunkles Wasser“ eine Lesereise abbrechen und wegen gesundheitlicher Probleme pausieren.

Mittlerweile ist die deutsche Thriller-Queen aber wieder auf dem Damm, die Arbeiten für Kate-Linville 6 dürften in vollem Gange sein.

Doch blicken wir jetzt auf „Dunkles Wasser“, den bisher letzten „Kate Linville“-Thriller. Während die anderen beiden Titel in unserer Liste durchgehend kaltes Wetter als Kulisse bieten, spielt Charlotte Link in „Dunkles Wasser“ mit Kontrasten.

Denn zunächst begeben wir uns mit Kate Linvilles Freund, Mentor und ehemaligen Vorgesetzten Caleb Hale ins sonnige und heiße Frankreich. Zwischen ihm und Kate ist dafür die Stimmung eher frostig, seit Caleb rückfällig geworden ist und wieder begonnen hat, zu trinken.

Caleb rettet in seinem Urlaub die gestrandete Iris, die von ihrer Reisegefährtin im Stich gelassen wurde. Oder ist ihr etwas zugestoßen? Caleb beginnt zu ermitteln, Kate unterstützt aus der Ferne. Und schon bald müssen die beiden feststellen, dass die junge Frau eine traurige Vergangenheit voller Gewalt hat.

Zum Showdown kommt es dann im eisigen Schottland, bei dem alles anders kommt, als es am Anfang scheint.

Mehr zu „Dunkles Wasser“ lesen Sie in unserer Rezension:

„Dunkles Wasser“ von Charlotte Link: Band 5 der „Kate Linville“-Reihe - Buchtipps auf nordbayern.de