Nürnberg - Zwischen Konzerten, Dreharbeiten und Sportwettkämpfen finden viele Stars Zeit zum Lesen. Diese Bücher stehen auf den Leselisten von Taylor Swift, Harry Styles und weiteren Prominenten.

Sie stehen auf den größten Bühnen der Welt, füllen Stadien, drehen Filme oder kämpfen im Fußball um den Sieg - doch auch Stars brauchen Momente abseits des Rampenlichts. Viele Prominente finden diese Ruhe beim Lesen. Ob auf Reisen, vor Auftritten oder zum Abschalten im Alltag: Bücher begleiten Sänger, Schauspieler und Sportler gleichermaßen. Diese Werke stehen auf den Leselisten von Taylor Swift, Harry Styles und weiteren Stars.

Der Lieblingsautor von Harry Styles

Harry Styles ist nicht nur für seine Musik bekannt - auch seine Affinität zu Japan ist kein Geheimnis. Der britische Sänger drehte dort bereits Musikvideos, reiste mehrfach in das Land und nahm 2025 sogar am Marathon in Tokio teil. Während er aktuell mit seiner „Together Together“-Tour unterwegs ist, findet er offenbar trotzdem Zeit zum Lesen.

In der Radiosendung SiriusXM verriet Styles, dass er versucht, jeden Abend vor dem Einschlafen ein paar Seiten zu lesen. Als ein Fan ihn nach einer Buchempfehlung für ein eigenes Literaturprojekt fragte, hatte der Sänger direkt einen Vorschlag: Sie solle unbedingt „Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami lesen. Gegenüber dem Rolling Stone bezeichnete Styles den japanischen Schriftsteller sogar als seinen „Lieblingsautor“.

Der Roman spielt im Tokio der späten 1960er-Jahre, einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche. Nach dem Selbstmord seines Jugendfreundes Kizuki gerät das Leben von Toru Watanabe aus dem Gleichgewicht. Seine Beziehung zu Naoko, zu der er eine tiefe Verbindung spürt, wird von der Vergangenheit überschattet. Als schließlich die lebensfrohe Midori in sein Leben tritt, muss Toru zwischen alten Erinnerungen und einer neuen Zukunft entscheiden.

„Naokos Lächeln“

von Haruki Murakami

  • Übersetzt von Ursula Gräfe
  • 416 Seitne
  • btb Verlag
  • ISBN 978-3-442-73050-6
  • 15 Euro

Thriller zum Abschalten: Buchempfehlung von Taylor Swift

Auch Taylor Swift findet zwischen Konzerten und Auftritten Zeit zum Lesen. In der Dokumentation „Taylor Swift: The End of an Era“ ist zu sehen, wie der Popstar vor einer Show ihrer „Eras Tour“ zur Entspannung das Hörbuch „Der Gott des Waldes“ von Liz Moore hört.

Der Roman spielt im Sommer 1975 in den Wäldern der Adirondacks im US-Bundesstaat New York. Im Mittelpunkt steht das rätselhafte Verschwinden der 13-jährigen Barbara van Laar aus dem Sommercamp ihrer Familie. Es ist nicht der erste Fall dieser Art: Schon Jahre zuvor verschwand ihr Bruder an demselben Ort spurlos. Zwischen alten Familiengeheimnissen, widersprüchlichen Aussagen und der Suche nach Antworten stellt sich die Frage: Was geschah wirklich im Camp?

„Der Gott des Waldes“

von Liz Moore

  • Übersetzt von Cornelius Hartz
  • 590 Seiten
  • C. H. Beck Verlag
  • ISBN 978-3-406-85167-4
  • 18 Euro

Dua Lipa liest über die Heimat ihrer Familie

Dua Lipa ist nicht nur als Sängerin bekannt, sondern auch für ihre Begeisterung für Literatur. Über ihre Lifestyle-Website Service95 betreibt sie einen eigenen Buchclub und veröffentlicht regelmäßig Empfehlungen. Ihr Buchtipp im Juli: „Frei“ von Lea Ypi.

Der Roman erzählt aus der Sicht der zehnjährigen Lea vom Aufwachsen im Albanien des Jahres 1989. Für sie sind Mangelwirtschaft, politische Kontrolle und die Isolation des Landes zunächst völlig normal. Erst mit dem Fall der Mauer verändert sich ihre Welt: Nun können die Menschen wählen, wen sie wollen, tragen, was sie möchten, und ihre Religion frei ausüben. Aber die neue Zeit zeigt bald ihre Schattenseiten: Fabriken schließen, Arbeitsplätze verschwinden, Familien werden getrennt und ein Bürgerkrieg bricht aus. Angesichts verschiedener Vorstellungen von Freiheit beginnt Lea, sich zu fragen: Was bedeutet es eigentlich, frei zu sein?

Albanien ist die Heimat von Dua Lipas Eltern. Über das Buch sagte sie: „ ‚Frei‘ hat mir Dinge über ein Land gezeigt, das ich gut kenne und liebe.“

„Frei“

von Lea Ypi

  • Übersetzt von Eva Bonne
  • 333 Seitne
  • Suhrkamp Verlag
  • ISBN 978-3-518-47324-5

  • 14 Euro

Abseits des Platzes: Laura Freigangs Sommerlektüre

Auch Fußballprofi Laura Freigang nutzt die Zeit abseits des Platzes offenbar gerne zum Lesen. Auf Instagram teilte die Spielerin unter dem Titel „Reads of the Summer“ mehrere Bücher, die sie in den vergangenen Monaten begleitet haben.

Darunter auch der Roman „Die Namen“ von Florence Knapp. Das Buch beginnt im Jahr 1987, als Cora auf dem Weg zum Standesamt ist, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden - und über seinen Namen zu entscheiden. Drei verschiedene Möglichkeiten führen zu drei unterschiedlichen Lebenswegen: Während ihr Mann Gordon traditionell den Namen des Vaters weitergeben möchte, wünscht sich Tochter Maia den Namen Bear und Cora selbst favorisiert Julian. Das Buch begibt sich dabei auf eine Reise durch verschiedene Versionen eines Lebens.

„Ein tiefgründiger Roman, extrem emotional und zugleich fesselnd“, beschreibt Freigang das Buch.

„Die Namen“

von Florence Knapp

  • Übersetzt von Lisa Kögeböhn
  • 352 Seiten
  • Eichborn Verlag
  • ISBN 978-3-8479-0229-4
  • 24 Euro
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Heimliche Liebe in der Wendezeit: Lesetipp von Harriet Herbig-Matten

Bekannt wurde Harriet Herbig-Matten durch ihre Rolle als Ruby Bell in der Verfilmung von „Maxton Hall“, die ihr besonders auf BookTok viele Fans eingebracht hat. Auch privat interessiert sich die Schauspielerin für Bücher und verriet in einem Interview, welche Geschichte sie besonders beeindruckt hat: „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ von Daniela Krien.

Der Roman spielt im Sommer 1990 in einem Dorf in Thüringen, kurz nach dem Mauerfall. Die 16-jährige Maria lebt auf dem Hof der Familie ihres Freundes Johannes und begegnet dort dem 40-jährigen Henner, der im Dorf als Sonderling verschrien ist. Die beiden fühlen sich seltsam voneinander angezogen und beginnen eine heimliche, aber auch gefährliche Beziehung.

„Irgendwann werden wir uns alles erzählen“

von Daniela Krien

  • 272 Seiten
  • Diogenes Verlag
  • ISBN 978-3-257-24546-2
  • 14 Euro

Bridgerton-Star Hannah Dodd empfiehlt Taylor Jenkins Reid

Während der Pressetour zur aktuellen Staffel von „Bridgerton“ sprach Schauspielerin Hannah Dodd über eines ihrer Lieblingsbücher: „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ von Taylor Jenkins Reid.

Der Roman erzählt die Geschichte von Evelyn Hugo, einer einst gefeierten Hollywood-Ikone der 1960er-Jahre. Im hohen Alter beschließt sie, der Journalistin Monique Grant die Wahrheit über ihren Aufstieg in Hollywood, ihre sieben Ehen und ihre eine große Liebe zu erzählen. Je tiefer Monique in Evelyns Vergangenheit eintaucht, desto stärker erkennt sie die schmerzliche Verbindung zwischen ihr und dem Hollywood-Star. Netflix hat sich bereits die Rechte an dem Roman gesichert und arbeitet derzeit an einer Filmadaption.

„Die sieben Männer der Evelyn Hugo“

Von Taylor Jenkins Reid

  • übersetzt von Babette Schröder
  • 480 Seiten
  • Ullstein Taschenbuch-Verlag
  • ISBN: 978-3-548-06673-8
  • 12,99 Euro