Nürnberg - Noch vor dem kalendarischen Beginn des Sommers kommt die erste Hitzewelle auf Franken zu. Gerade für Kinder und ältere Menschen kann das belastend sein. Wir haben Tipps gegen die heißen Tage gesammelt.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet den Beginn der ersten Hitzewelle des Jahres für diesen Donnerstag, 18. Juni. Ab Donnerstag wird es laut Wetterdienst in Bayern nicht nur zunehmend heiß, sondern auch zunehmend sonnig. Die erwartete Hitze könnte aber bereits am Donnerstag auch sommerliche Gewitter am Nachmittag und Abend mit sich bringen, so der Deutsche Wetterdienst. Der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs vom Wetterochs rechnet bereits am Donnerstag in Franken mit Temperaturen von bis zu 31 bis 32 Grad.

Auch für den Freitag stellt der Wetterdienst nachmittägliche Wolken und Gewitter in Aussicht, vor allem im Süden Bayerns und in den Alpen. Die Höchsttemperaturen könnten demnach am Freitag schon 35 bis 36 Grad erreichen. Auch der Wetterochs rechnet in Franken von Freitag bis Montag mit Höchsttemperaturen zwischen 33 und 37 Grad. „Nachmittags und abends bilden sich lokale Hitzegewitter mit Unwetterpotential“, so Ochs.

Kalendarischer Auftakt des Sommers ist erst der kommende Sonntag, 21. Juni. Der meteorologische Sommer hat zwar bereits am 1. Juni begonnen, doch bislang war von Sommer in Bayern nicht allzu viel zu spüren.

Hitzewelle erreicht Franken - Tipps bei heißen Tagen

Je höher die Temperaturen auf dem Thermometer klettern, desto anstrengender wird die Hitze für unseren Körper - in manchen Fällen sogar gefährlich. Wir haben Tipps für heiße Tage gesammelt.

Flüssig und nährstoffreich

Wer sich bei hohen Temperaturen viel bewegt und dadurch viel schwitzt, sollte unbedingt auf den Flüssigkeitshaushalt achten. Also sehr viel trinken. Am besten natürlich Wasser. Besonders stark zuckerhaltige und alkoholische Getränke sollten vermieden werden. Eine Saftschorle zwischendurch sorgt dann aber wieder für einen guten Mineralhaushalt im Körper.

Nährstoffaufnahme ist wichtig im Sommer, vor allem wenn man sich bewegt oder Nährstoffe über den Schweiß ausscheidet. Üppige Mahlzeiten mit schwerer Kost sollten bei hohen Temperaturen allerdings vermieden werden. Salat, Obst und mageres Fleisch liegen nicht schwer im Magen und strengen den Körper weniger bei der Verdauung an.

Die richtige Kleidung

Um den Körper nicht überhitzen zu lassen, ist auch die richtige Kleidung wichtig. Locker, leicht und luftig, statt eingepackt und eng anliegend. Je leichter und flattriger die Klamotten, desto mehr kann die Luft darunter zirkulieren und für Abkühlung sorgen. Auch eine Kopfbedeckung ist sinnvoll. Zwar staut sie die Hitze darunter, schützt aber vor direkter Sonneneinstrahlung und beugt dem Sonnenstich vor.

Kurze Abkühlung

Wem jedoch die akute Überhitzung droht, kann mit kleinen Erfrischungen nachhelfen. Egal ob kurz etwas Wasser ins Gesicht spritzen, sanft über die Arme laufen lassen oder gleich eine erfrischende Dusche. Aber Achtung! Dem Körper wird dadurch eine kühle Außentemperatur vorgetäuscht, wodurch die natürlichen Abkühl-Mechanismen wie Schwitzen eingestellt werden. Kühlt der Körper zu stark ab, fährt er die Körpertemperatur postwendend wieder hoch - Hitzegefühl und Schweiß sind die Folgen. Daher lieber nur eine kurze Dusche, um den Kreislauf anzuregen oder mit lauwarmen Wasser auf Körpertemperatur duschen.

Raumklima steuern

Nicht nur durch das eigene Verhalten, sondern auch durch die Gestaltung des Raumklimas lässt sich die Belastung durch hohe Temperaturen reduzieren. Klimaanlagen können zwar wirksam kühlen, verursachen jedoch einen zusätzlichen Energieverbrauch. Wichtig ist vor allem richtiges Lüften: In den kühlen Morgen- und Nachtstunden sollten Fenster geöffnet werden, um Wärme aus dem Gebäude abzuführen. Tagsüber empfiehlt es sich, Fenster geschlossen zu halten, wenn die Außenluft wärmer ist als die Innenluft. Zusätzlich sollten Fenster verschattet werden, um direkte Sonneneinstrahlung zu reduzieren.

Ein Ventilator kann das Hitzeempfinden deutlich verringern. Die bewegte Luft fördert die Verdunstung von Schweiß und verbessert die Wärmeabgabe über die Haut. Dabei kann der Luftstrom sowohl zur Luftzirkulation im Raum als auch direkt auf den Körper gerichtet werden. Manche Menschen empfinden jedoch einen dauerhaften direkten Luftstrom als unangenehm.

Sport im Hochsommer - das gilt es zu beachten

Bewegung verbraucht Energie und wir verlieren durchs Schwitzen Wasser. Sport ist dennoch wichtig und viele wollen ihn auch im Hochsommer ausüben. Dabei gilt es vor allem auf den Wasserhaushalt im Körper zu achten. Also immer genügend Flüssigkeit beim Sport zu sich führen.

Besonders harte Trainingseinheiten sollten eher in die kühlen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Auch Sommersportarten wie Schwimmen im Freibad oder Freiwasser können für Abwechslung sorgen. Fitnessübungen sollten eher in ein Studio, eine Halle oder in den Schatten verlegt werden.

Spätestens bei Schwindel, starken Erschöpfungsanzeichen oder Übelkeit sollte man das Training jedoch dringend abbrechen. Allgemein empfiehlt sich je nach körperlichen Voraussetzungen ein Termin beim Arzt, um Gewissheit über die eigene Belastungsgrenze zu bekommen.

Kühle Orte in Franken

Verlockend bei der Sommerhitze ist der Sprung ins kühle Nass. Neben den klassischen Freibädern finden sich in der Region auch einige außergewöhnliche Bademöglichkeiten. Wer keine Lust auf Schwimmen hat, kann auch in einer von vielen Höhlen in Franken und der Oberpfalz Abkühlung finden.