Nürnberg - Die Belletristik-Aufsteiger-Bestsellerliste zeigt, welche Bücher gerade voll im Trend liegen. Diese Titel sind gerade heiß begehrt.

Jeder kennt die kleinen, roten Aufkleber auf den Büchern, die den großen Erfolg eines Titels signalisieren. Ein Platz auf der SPIEGEL-Bestsellerliste ist dabei nicht nur eine Auszeichnung, sondern gewissermaßen auch eine Leseempfehlung, denn können so viele Leserinnen und Leser wirklich falsch liegen?

Aber welche Bücher liegen gerade wirklich im Trend? Darüber geben die Belletristik-Aufsteiger Aufschluss, die das Börsenblatt jede Woche herausgibt. Wohlgemerkt mit der gleichen Datengrundlage wie die, die der SPIEGEL verwendet.

Hier finden wir also die Bücher, die gerade voll im Trend liegen. Die stärksten Belletristik-Aufsteiger der aktuellen Woche.

Bücher im Trend: „Orca“ von Franziska Gänsler: Coming-of-Age-Thriller über Radikalisierung und soziale Ungleichheit

Mit ihrem dritten Roman „Orca“ steht Franziska Gänsler auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2026. Auf der Börsenblatt-Aufsteigerliste Hardcover führt das Buch aktuell Platz 1.

Cora arbeitet tagsüber an der Fleischtheke eines Supermarkts. Die Nächte verbringt sie in Stille. Dieses geordnete, aber leere Leben gerät aus den Fugen, als ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird. Die Erinnerungen kehren zurück: ein Sommer voller Nähe, gemeinsame Tage in einem großen, verlassenen Haus, das Gefühl, von jemandem wirklich gesehen zu werden.

Doch je mehr Zeit Olympia damals mit dem Aktivisten Ariel und seiner Gruppe verbrachte, desto mehr geriet Cora ins Hintertreffen. Während sie verzweifelt versuchte, schulisch und sozial mitzuhalten, trieb eine radikale Idee immer tiefere Wurzeln. Cora verstrickte sich in ein Lügengeflecht, aus dem es keinen einfachen Ausweg gab. „Orca“ verhandelt Klimaangst, sozialen Aufstieg und Radikalisierung als eng miteinander verwobene Kräfte.

„Orca“

von Franziska Gänsler

  • 368 Seiten
  • Kein & Aber
  • ISBN: 978-3-0369-5099-0
  • 25 Euro

„The Pumpkin Spice Latte Disaster“: Kyra Grohs Herbst-Romance mit Gilmore-Girls-Vibes

Kyra Groh, 1990 in Seligenstadt geboren, hat sich mit ihrer Lower-Whilby-Reihe als feste Größe im deutschsprachigen Romance-Segment etabliert. „The Pumpkin Spice Latte Disaster“ steht auf der Börsenblatt-Aufsteigerliste Paperback auf Platz 1. Auf Instagram und TikTok gibt sie unter @kyraschreibt Einblicke in ihr Schreiben und ihr Leben als Autorin.

Jude ist 26 und rastlos. Eigentlich wollte sie nur kurz in ihr englisches Heimatstädtchen Lower Whilby zurückkehren, um bei der Hochzeit ihrer Schwester dabei zu sein. Doch das Kleinstadtleben mit seiner Beständigkeit und seinem Klatsch ist genau das, was sie seit Jahren auf Abstand hält.

In Lower Whilby wartet James auf sie: grummelig, attraktiv, Sohn berühmter Britpop-Stars und alles andere als begeistert davon, dass Jude ihn für ihren Musikpodcast ausquetschen will. Als er ihr aus der Not heraus einen Job in seinem Café gibt, geht sie ihm nicht nur auf die Nerven. Kann Jude, die ihr ganzes Leben auf der Flucht vor ihren eigenen Gefühlen war, für ihn zur Ruhe kommen?

„The Pumpkin Spice Latte Disaster“

von Kyra Groh

  • 496 Seiten
  • Forever
  • ISBN: 9783989780033
  • 16,99 Euro

Aufsteiger-Bestseller: Isabel Allendes „Mein Name ist Emilia del Valle“: Historischer Roman über eine unerschrockene Frau

„Mein Name ist Emilia del Valle“ steht auf Platz 1 der Börsenblatt-Aufsteigerliste Taschenbuch und hat dabei 56 Plätze gegenüber der Vorwoche gutgemacht. In der Gesamtliste notiert das Buch auf Platz 15. Isabel Allende, 1942 in Lima geboren, wurde 2018 als erste Person aus der spanischsprachigen Welt mit der National Book Award Medal for Distinguished Contribution to American Letters ausgezeichnet.

San Francisco, 1866: Emilia del Valle wächst als Tochter einer irischen Nonne und eines chilenischen Aristokraten in ärmlichen Verhältnissen auf. Von klein auf eigensinnig und schreibbesessen, veröffentlicht sie mit siebzehn Jahren unter männlichem Pseudonym Groschenromane. Doch das echte Leben zieht sie stärker an, und sie wird Reporterin.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Eric reist sie nach Chile, in das Land ihrer Vorfahren, um über einen drohenden Bürgerkrieg zu berichten. Zwischen den Fronten des Konflikts kommen sich die beiden näher, während Emilia gleichzeitig immer tiefer in die Geschichte ihres Vaters eintaucht. Sie muss sich nicht nur der politischen Gefahr stellen, sondern auch den drängenden Fragen nach ihrer eigenen Herkunft.

„Mein Name ist Emilia del Valle“

von Isabel Allende

  • übersetzt von Svenja Becker
  • 368 Seiten
  • Suhrkamp Verlag
  • ISBN: 978-3-518-47588-1
  • 15 Euro