Nürnberg - Nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt findet die New York Times-Bestsellerliste Beachtung. Das sind die Top-Bestseller der aktuellen Woche vom 19. bis 25. Februar.

Was in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste ist, ist in den USA die New York Times-Bestsellerliste. Jede Woche in der Nacht zum Donnerstag, zumindest bereinigt nach Zeitzonen, aktualisiert die Tageszeitung ihre Bestsellerliste. Nach dem Wall Street Journal ist die New York Times die zweitauflagenstärkste Zeitung der Vereinigten Staaten, gilt aber als bekannteste und einflussreichste Zeitung des Landes.

Bekannt ist die New York Times vor allem für ihre tiefgründige Berichterstattung und ihren Investigativjournalismus. Sie wurde bereits mit zahlreichen Pulitzer-Preisen ausgezeichnet. Und daneben ist sie eben auch für ihre Bestsellerliste bekannt.

Anders als beim SPIEGEL in Deutschland nutzt die New York Times ein eigenes Verfahren, um die Liste zu ermitteln. Sie errechnet sich vermutlich aus vertraulichen Stichproben der Verkaufszahlen, das genaue Verfahren ist aber ein Geschäftsgeheimnis des Verlags.

Wie auch bei den SPIEGEL-Bestsellern sind die Listen der New York Times in verschiedene Kategorien unterteilt. Wir widmen uns hier dem Bereich „Fiction“ und den Unterkategorien „Combined Print & E-Book“, „Hardcover“ und „Paperback Trade“.

Die aktuellen New York Times-Bestseller der Woche vom 19. bis 25. Februar

Nicht alle Titel, die bei der New York Times auf der Bestsellerliste landen, sind auch in deutscher Übersetzung verfügbar. Wenn möglich, geben wir euch hier direkt Informationen zu den deutschsprachigen Ausgaben.

New York Times-Bestseller "Combined Print & E-Book Fiction": "Theo in Golden" von Allen Levi

Auf die deutsche Ausgabe dieses Titels müssen wir uns noch gedulden, sie erscheint erst im September 2026. In den USA steht „Theo in Golden“ derweil bereits seit elf Wochen auf der New York Times-Bestsellerliste, in dieser Woche sogar auf Platz 1.

Golden ist eine Kleinstadt im Süden der USA. Als Theo hier auftaucht, kennt ihn niemand. In einem örtlichen Café findet er Bleistiftzeichnungen, die die Wände zieren - 92 Stück, allesamt Porträts von Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt.

Nach und nach kauft Theo die Zeichnungen auf. Nicht etwa, um sie zu behalten, stattdessen will er sie den „rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern“ zurückgeben. Und jedes Mal, wenn Theo eines der Bilder übergibt, bekommt er dafür etwas zurück: eine Geschichte, eine neue Freundschaft, eine lebensverändernde Erfahrung - oder auch ein neues Geheimnis.

„Theo in Golden“

von Allen Levi

  • übersetzt von Bernhard Robben
  • erscheint am 4. September 2026
  • 448 Seiten
  • Piper
  • ISBN: 978-3-492-07487-2
  • 26 Euro

New York Times-Bestseller "Hardcover Fiction": "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans

Schon seit 16 Wochen auf der New York Times-Bestsellerliste Hardcover und nicht zum ersten Mal an der Spitze sitzt der Debüt-Roman von Virginia Evans.

Sybil van Antwerp hat ihr Leben lang leidenschaftlich Briefe geschrieben. Und da kamen einige zusammen, schließlich ist sie mittlerweile 73 Jahre alt. In ihrem Leben hat sie bereits verschiedene Rollen verkörpert: Adoptivtochter, Starjuristin, Gartenliebhaberin, Ehefrau, Mutter und mütterliche Freundin. Ihre Briefe zeichnen mit geistreichem Humor und ruppiger Herzlichkeit diese Lebensgeschichte nach.

Doch abseits dieser Schriften hielt die Briefeschreiberin die Menschen in ihrem Leben immer auf Abstand. Bis ausgerechnet ein anonymer Brief sie dazu zwingt, sich dem großen Geheimnis zu stellen, das sie so lange sorgsam verborgen hatte.

„Die Briefeschreiberin“

von Virginia Evans

  • übersetzt von Regina Rawlinson
  • Originaltitel: The Correspondent
  • 384 Seiten
  • Goldmann
  • ISBN: 978-3-442-31784-4
  • 24 Euro

New York Times-Bestseller "Paperback Trade Fiction": "Dear Debbie" von Freida McFadden

Debbie Mullen bearbeitet seit Jahren eine Kolumne namens „Dear Debbie“, in der sie den Ehefrauen von New England Ratschläge und Sympathie entgegenbringt. Durch ihre Arbeit hat sie bereits von einer Unmenge an Frauen gehört, die von ihren Ehemännernignoriert, gedemütigt oder sogar körperlich misshandelt werden. Stets gibt sie ihr Bestes, um diesen Frauen zu helfen.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Zuerst verliert Debbie ihren Job, dann passieren seltsame Dinge mit ihren Töchtern im Teenager-Alter. Und ihr Mann scheint Geheimnisse zu haben, zumindest suggeriert das die Tracking-App, die sie auf seinem Handy installiert hat.

Debbie ist fertig. Sie ist fertig damit, souverän über den Dingen zu stehen. Es wird Zeit, dass sie ihre eigenen Ratschläge befolgt. Und für Rache an denen, die ihr das Leben zur Hölle machen.

Kaum eine Autorin oder ein Autor veröffentlicht dieser Tage so viel wie Freida McFadden. Dabei landet sie zuverlässig auf den Bestsellerlisten von SPIEGEL und New York Times. Die deutschen Übersetzungen hinken allerdings etwas hinterher, eine deutschsprachige Ausgabe von „Dear Debbie“ ist derzeit noch nicht in Sicht, wobei das nur eine Frage der Zeit sein dürfte.

Hierzulande sind für 2026 dafür zwei andere Titel von Freida McFadden angekündigt:

Thriller-Fans aufgepasst! Diese zwei Bücher kommen von Freida McFadden 2026 auf den Büchertisch

„Dear Debbie“

von Freida McFadden

  • 336 Seiten
  • Sourcebooks LLC
  • ISBN: 978-1-4642-6648-5
  • 12,69 Euro bei Thalia