
Der Weg mit dem Auto in den Urlaub nach Italien kann schnell richtig teuer werden. Und das nicht nur, weil wegen das Iran-Krieges die Preise an den Zapfsäulen zuletzt stark angestiegen sind. Reisende, die in Italien auf der Autobahn unterwegs sind, müssen an Bezahlstationen eine Maut entrichten. Doch künftig könnte es einen Fall geben, in dem Autofahrer und -fahrerinnen ihr Geld zurück bekommen. Vieles dazu ist aber noch unklar.
Wie unter anderem der ADAC und die Süddeutsche Zeitung berichten, können Verkehrsteilnehmende, die auf italienischen Autobahnen aus einem bestimmten Grund im Stau stehen, künftig einen Teil der bezahlten Maut zurück bekommen. Gelten soll die Regelung demnach ab Juni 2026 auf ersten Strecken und dann über das ganze Land ausgeweitet werden.
Doch noch besteht rund um die Regelung einiges an Unklarheiten. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll sich die Höhe der Rückerstattung an der Staudauer und der Fahrtstrecke bemessen. Bei Verspätungen über drei Stunden könnte sogar der ganze Betrag erstattet werden. Bei kürzeren Strecken soll es bereits ab zehn Minuten Verspätung Geld zurück geben. Bei längeren Strecken soll eine Mindestverzögerung von 15 Minuten gelten.
Um das Geld zurück zu bekommen, benötigen die Verkehrsteilnehmer eine App. Ein Anspruch auf Rückerstattung besteht den Medienberichten zufolge bei Verzögerungen im Fall von geplanten Baustellen, nicht aber bei spontan eingerichteten Baustellen. Ob eine Rückzahlung ebenso bei Unfällen oder Wettereignissen möglich ist, ist den Berichten zufolge unklar.
Offen blieb zunächst ebenfalls, ob auch eine Rückerstattung fließen soll, wenn Staus direkt vor Mautstationen entstehen oder, weil während der Hochsaison einfach viele Autos auf den Straßen unterwegs sind.
Unklar ist des Weiteren, inwiefern Urlauber und Urlauberinnen von der Neuregelung profitieren können. So berichtet es beispielsweise die Deutschen Presse-Agentur (dpa). In einem Bericht der Süddeutschen Zeitung heißt es hingegen, die Neuregelung solle auch deutsche Touristen einschließen.
Autobahnmaut in Italien: Tarife sind zuletzt angestiegen
Zum 1. Januar 2026 wurde die Maut in Italien einem Bericht der dpa zufolge angehoben. Die Tarife stiegen um durchschnittlich 1,5 Prozent und sollten so der Inflation angepasst werden. Auf der viel genutzten Brennerautobahn stieg die Maut beispielsweise um 1,46 Prozent an.
Aufmerksam sein sollten Urlauber unterdessen bei der Wahl der richtigen Fahrspur vor der Maut-Station. Ist man nicht bei der Sache, kann es schnell passieren, dass man im Fahrstreifen für den Telepass oder die Kreditkarte steht, obwohl beides nicht zur Hand ist. Nun rückwärts aus der Spur herauszufahren oder zu wenden, ist allerdings verboten und kann laut einem Bericht des ADAC mit einer Geldbuße von bis zu 430 Euro oder einem dreimonatigen Fahrverbot geahndet werden.