Zagreb - Kroatien ist ein beliebtes Urlaubsland. Nervig werden kann es allerdings bei der Anreise, wenn sich der Verkehr vor den Mautstation staut. Diese sollen nun abgeschafft werden. Was das für die Kosten bedeutet.

Das blaue Meer, das gute Essen, die malerischen Städte: Die Deutschen verbringen ihren Urlaub gerne in Kroatien. Die Anreise ist weit und nicht selten werden die Mautstationen auf den Autobahnen zu nervigen Nadelöhren. Lange Staus können die Folge sein. Daher dürfte es Reisende freuen zu hören, dass das Land am Mittelmeer ab Herbst 2026 die bisherigen Mautstationen nach und nach abbauen wird. Lange Wartezeiten auf den Autobahnen dürften damit der Vergangenheit angehören.

Wer nun aber hofft, dass die Reise nicht nur schneller, sondern auch billiger wird, der wird enttäuscht. Mit dem Abbau der stationären Bezahlstellen erfolgt die Einführung eines digitalen Systems. Wie der ADAC berichtet, soll die Umstellung ab September 2026 beginnen. Für die meisten Sommerurlauber dürfte das in der laufenden Saison etwas zu spät kommen, um noch davon zu profitieren. Den Anfang macht die Autobahn A3 (Zagreb und Lipovac) nahe Kutina. Die Kosten also bleiben, nur die Art der Bezahlung ändert sich.

Bis Februar 2027 soll die Umstellung abgeschlossen sein. Für die Bezahlung der Maut soll es dann künftig zwei Wege geben, berichtet der ADAC. Motorräder und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen können sich über ein Online-Portal mit ihrem Kennzeichen registrieren und eine Bezahlfunktion hinterlegen. Auf Autobahnauf- und -abfahrten wird das Kennzeichen von Kameras erfasst. In Abhängigkeit der zurückgelegten Strecke wird die Maut dann abgebucht.

Alternativ können Reisende eine sogenannte Mautbox erwerben. Die Abrechnung erfolgt dann über diese Box. Für Lkw, Busse und andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ist diese Form der Bezahlung künftig Pflicht.

Laut dem Portal reisereporter sollen mit dem digitalen Mautsystem künftig 3000 Fahrzeuge pro Stunde, statt wie bisher 300 pro Stunde, abgefertigt werden können. Das würde eine erhebliche Reduzierung der Staugefahr bedeuten. Auch Unfälle in dem Bereich vor den Mautstationen, wo sich viele Fahrzeuge bündeln und häufig abrupt abgebremst werden muss, dürften in Zukunft seltener vorkommen.