
Pasta, Aperol Spritz, Eis, Dolce Vita: Italien ist das Sehnsuchtsziel vieler Deutscher. Doch wer in diesem Jahr seinen Urlaub in Italien verbringen will und für die Anreise das Auto nutzt, muss sich zunächst auf einige Unannehmlichkeiten einstellen, bevor die Entspannung beginnen kann.
Der Weg aus Bayern nach Italien führt meist über die vielbefahrene Brennerautobahn zwischen Innsbruck und Brixen. Sie ist ein Nadelöhr auf dem Weg in den Urlaub - insbesondere seit die marode Luegbrücke nicht mehr voll ausgelastet werden kann. Die Brennerautobahn ist deswegen zeit- und abschnittsweise nur einspurig befahrbar - auch in diesem Jahr. Lange Staus drohen. Während der Hauptreisezeit sind teilweise auch zwei Spuren geöffnet, zeitweise gilt ein Lkw-Fahrverbot. Die genauen Regelungen hat die Asfinag, die in Österreich für die Autobahnen zuständig ist, in einem Fahrkalender zusammengetragen.
Die Asfinag erhöhte zudem die Maut-Gebühr für die Brenner-Autobahn für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zum 1. Januar 2026. Für eine Einzelfahrt werden nun 12,50 Euro wie statt bisher zwölf Euro fällig. Es handle sich dabei um eine inflationsbedingte Anpassung.
Wer auf dem Weg Richtung Süden erstmal in einen Stau gerät, wird sich in Geduld üben müssen. Ausfahrverbote führen nämlich dazu, dass sich die Staus nicht umfahren lassen. Um die Bewohner im Bundesland Tirol vor Durchgangsverkehr zu schützen, gibt es Fahrverbote entlang wichtiger Stauausweichrouten. Besonders betroffen ist die Inntalautobahn, die zwischen Bludenz und Kufstein verläuft. Wer Richtung Italien will, wird diese Autobahn mit hoher Wahrscheinlichkeit nutzen und dann bei Innsbruck auf die A13 wechseln.
Zunächst gelten die Abfahrtssperren nach Informationen des ADAC im Zeitraum vom 20. Dezember bis 6. April an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen (im Raum Innsbruck auch an Freitagen), jeweils von 7 bis 19 Uhr. Konkret erstrecken sich die Abfahrtsverbote über die Regionen Reutte und Nassreith, die Region Kufstein, den Großraum Innsbruck-Brenner und die Region Seefeld-Zirl. Zusätzlich werden in den genannten Regionen sogenannten Dosierampeln aufgestellt, um an besonders reisestarken Tagen eine Blockabfertigung durchzuführen.
Wer sich den Verboten widersetzt, müsse laut ADAC mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Die gesperrten Strecken werden wohl in die Navigationsgeräte eingespielt, sodass die Strecken gar nicht erst als Ausweichrouten vorgeschlagen werden.
Nicht betroffen von den Fahrverboten sind Menschen, die in den genannten Regionen Urlaub machen. Der ADAC empfiehlt für eine mögliche Kontrolle beispielsweise eine Buchungsbestätigung bereit zu halten.
Erstmal keine Abfahrtssperren gibt es im Bundesland Salzburg auf der Tauernautobahn in Richtung Villach und slowenische Grenze. Dies könne sich aber bis zu den Pfingst- und Sommerferien ändern, heißt es vom ADAC.
