
Gummibärchen zählen zu den beliebtesten süßen Snacks hierzulande. Einige Hersteller stehen in langer Tradition, die Regale im Supermarkt oder dem Discounter sind vollgepackt mit den kunterbunten Tüten und ihren geleeartigen Inhalten. Doch zum einen enthalten die meisten dieser Produkte immer noch tierische Gelatine, zum anderen weiß man als Verbraucher oder Verbraucherin oftmals gar nicht so genau, was sich alles unter die Zutaten der Gummibärchen mischt. Wer gesünder naschen will, macht Gummibärchen daher besser einfach selbst. Keine Panik, dafür brauchst Du nicht viel mehr als vier Zutaten — und kompliziert ist die eigene Herstellung auch nicht.
Dabei sind dem Geschmack keine Grenzen geboten, heißt: Du kannst die Gummibärchen aus nahezu allen Fruchtsäften herstellen. Ein paar Ausnahmen allerdings gibt es: Setzt du auf Ananas-, Mango- oder Kiwi-Saft, könntest du mit dem veganen Geliermittel hadern müssen. Denn die Säure dieser Früchte macht dem Agar-Agar das Leben schwer. Entweder wechselst du auf andere Säfte oder du musst dich mit der richtigen Mischung an die entsprechende Konsistenz herantasten. Oftmals hilft nur eine Prise mehr.
Die Zutaten für die veganen Gummibärchen (rund 15 Stück)
100 Milliliter veganer Fruchtsaft (kräftige, dicke Säfte sind optimal), Tee, Wein oder dergleichen der eigenen Wahl
3 Esslöffel Zucker
4 Gramm Agar-Agar (bei sehr sauren Flüssigkeiten und Tee besser 5 Gramm) — bitte sehr genau messen
1 Esslöffel frischer Zitronensaft (gegebenenfalls etwas mehr)
außerdem: Topf, Silikonformen, Teelöffel
Die Zubereitung der veganen Gummibärchen
Den Saft, Agar-Agar, den Zitronensaft und den Zucker füllt man in einen Topf und kocht alles unter Rühren sanft auf. Dann das Ganze vier Minuten kochen lassen und vom Herd nehmen.
Im Anschluss wird die flüssige Masse vorsichtig mit einer Pipette oder einem Teelöffel in die Einlassungen der Silikonform eingegossen. Die Form samt Inhalt wird danach sanft auf die Arbeitsfläche geklopft, um entstandene Luftbläschen auszumerzen. Für mindestens 30 Minuten müssen die Gummibärchen sich jetzt setzen und fest werden. Das passiert am besten im Kühlschrank.
Nach der Abkühlung kannst du die Gummibärchen vorsichtig aus der Silikonform lösen und direkt vernaschen.
Sind sie luftdicht verpackt und verschlossen, kannst du sie rund fünf Tage im Kühlschrank lagern.
Achtung: Die Konsistenz ist freilich etwas anders als bei den konventionellen Anbietern — und vielleicht zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber mit ein wenig Übung findest du die perfekte Bissfestigkeit und vollen Geschmack.
Wichtig ist es, auf geschmacksintensiven Saft zu setzen, damit die Gummibärchen richtig gut schmecken. Wer ein besonderes Süßnäschen ist, kann auch auf etwas mehr Zucker setzen (1 Teelöffel). Beim Abmessen der Menge Agar-Agars solltest Du wirklich genau sein, denn sonst werden die Gummibärchen entweder nicht wirklich fest oder sie sind zu fest. Eine Feinwaage empfiehlt sich.



