
„Sie glauben an Nürnberg, sie glauben an die Breite Gasse“, sagte OB Marcus König in seiner Ansprache auf dem Richtfest für das neue Bauprojekt auf der Fläche des ehemalige Schuh Leiser in Nürnbergs Innenstadt in Richtung der neuen Investoren.
Dieser Glaube an den Standort sei das wichtigste Zeichen an dem „heutigen Tag“, so der OB weiter. In seiner Rede schnitt der CSU-Mann auch an, dass es Menschen gebe, die die Breite Gasse abgeschrieben hätten. Doch: „Die Menschen kommen gerne und ich bin dankbar, dass der Investor da ist und sagt: Wir glauben an diesen Ort, wir glauben an Nürnberg.“
Gemeinsam mit apoprojekt und Centralis Immobilien bringe die Stadt „neues Leben in das ehemalige ‚Schuh Leiser‘-Gebäude“, so König in einem Post auf Instagram. Mit Gastronomie im Erdgeschoss und touristischem Wohnen darüber entstehe „ein echter Magnet im Herzen unserer Innenstadt“, die das Herz der Stadt sei und sich im Wandel befinde. Es gehe darum, mit Partnern wie dem Handel, der Gastronomie, Eigentümern und Investoren neue Perspektiven zu schaffen.
Parallel gestaltet die Stadt Nürnberg die Breite Gasse umfassend neu: Die Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit sollen durch mehr Grün und moderne Angebote erhöht werden.
Das Bauareal hat seit der Schließung des bekannten Schuhhauses Leiser eine wechselhafte Geschichte erlebt. Im Juni 2023 wurde das Projekt in der Breiten Gasse vorerst auf Eis gelegt. Der Grund: Der Investor war insolvent geworden. Eine Nachricht, die auch die Stadt kalt erwischt hatte. Er sei aus allen Wolken gefallen, sagt Wirtschaftsreferent Michael Fraas vor rund eineinhalb Jahren. „Für die Innenstadt ist das ein Schlag.“
Bis zuletzt hatte der Projektentwickler gegenüber der Stadt signalisiert, dass es in der Breiten Gasse wie geplant voran gehe, hieß es. Dabei hätten die Bauarbeiten bis Ende des Jahres 2024 abgeschlossen sein sollen. Auch für die Nutzung gab es bereits Anwärter wie z. B. ein „Long-Stay“-Haus für Besucher, die länger in der Stadt bleiben wollen. Wie nn.de berichtet, sollen wie bereits geplant in den oberen Etagen 93 Service-Apartments entstehen, die man sowohl für längere als auch für kürzere Aufenthalte anmieten kann. Dafür hat Centralis allerdings einen neuen Betreiber ins Boot geholt: Partner ist jetzt die Limehome GmbH, die ähnliche Wohnangebote bereits am Celtisplatz in Nürnberg und in insgesamt 156 Städten und 13 europäischen Ländern betreibt.
Das ehemalige Gebäude am Eck zur Färberstraße, in dem Schuh Leiser über Jahrzehnte beheimatet war, wurde bereits 2019 abgerissen. Nach der Insolvenz des ersten Investors im Jahr 2023 lag die Baustelle zwei Jahre lang brach. Laut nn.de will Centralis das Geschäftshaus bis Anfang 2027 fertigstellen. Auch die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Leiser-Areal haben begonnen, sie übernimmt die Firma apoprojekt als Generalunternehmer.


