
Influencerin und Reality-Star Chiara Antonella klagt über die leerstehenden Geschäfte in der Nürnberger Innenstadt. Die gebürtige Eckentalerin schreibt auf Instagram: „Die Nürnberger Innenstadt ist tot und trotzdem kriegen wir weder Bershka noch Primark.“ Ihr fehle es an großen Modeketten zum Shoppen.
Ob Textildiscounter das sind, was der Nürnberger Innenstadt fehlt? In der Kommentarspalte unter dem Beitrag sammeln sich jedenfalls zahlreiche Meinungen zu dem Thema.
Was braucht eine gute Innenstadt?
Die Influencerin Chiara Antonella ist ein echter Nürnberg-Fan und liebt die Stadt. Sie möchte ihre Reichweite nutzen, um ihrer Heimat wieder auf die Sprünge zu helfen, sagt sie. „Vielleicht bewirkt es ja etwas.“ Der Reality-Star hat auch schon ein paar Jahre in Berlin gewohnt, bevor es sie wieder nach Franken gezogen hat. Ihrer Meinung nach habe Nürnberg als Großstadt zu wenig zu bieten. Chiara Antonellas Wunsch sind große Modegeschäfte wie Stradivarius oder Bershka in der Nürnberger Innenstadt. Die 28-Jährige findet, dass es neben den unzähligen Schnellimbissläden auch Shoppingmöglichkeiten geben muss. Sie sagt: „Nürnbergs Innenstadt ist ein schöner Ort, aber wenn das Angebot fehlt, geht man nicht in die Stadt.“
Die Influencerin, die einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften hat, bekommt im Internet viel Zuspruch für ihren Post. Viele User berichten, dass sie früher gerne aus der Region nach Nürnberg zum Einkaufen gekommen sind, andere Städte jetzt aber mehr zu bieten hätten. Chiara Antonella berichtet, dass sogar Ingolstadt, das deutlich kleiner als Nürnberg ist, einen Primark in der Stadt hätte.
Umgestaltung der Breiten Gasse geplant - König äußert sich
Sogar Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König äußert sich unter dem Post. Er weist in seinem Kommentar unter anderem darauf hin, dass nicht die Stadt entscheidet, wo ein Laden eröffnet, sondern die Unternehmen selbst sowie die Eigentümer der Immobilien. König sagt: „Als Stadt versuchen wir Eigentümer und Unternehmen zusammenzubringen.“
Die Stadt Nürnberg plant aktuell eine Umgestaltung der Breiten Gasse. In Zukunft soll es hier beispielsweise mehr Sitzmöglichkeiten unter Bäumen, Trinkbrunnen und Flächen zum Spielen und Bewegen geben, heißt es von Seiten der Stadt. Im Netz wird der Plan von vielen Menschen kritisiert. Die Nürnbergerinnen und Nürnberger wollen lieber neue Läden anstatt Grünflächen.
Oberbürgermeister König antwortet darauf, es brauche beides. Es soll ein Erlebnis in der Innenstadt geschaffen werden, anstatt reines Einkaufen. Auch Chiara Antonella ist der Ansicht, dass man Natur und Shopping vereinen sollte. Sie sagt dazu: „Es kann grün sein, solange es auch Geschäfte gibt.“
