Nürnberg/Fürth/Erlangen - Der Sommer zeigt sich in Franken wieder von seiner besseren Seite. Die besten Freizeitideen, Ausflugsziele und Erlebnisse für die heiße Jahreszeit in der Region haben wir hier zusammengefasst.

In diesem Artikel:

Der Sommer versetzt in Franken in Verzückung – also: raus ins Vergnügen! Während sich die versiegelten Städte bei der Hitze schnell aufheizen, lockt das fränkische Umland mit schattigen Wäldern und weiten Feldwegen. Klassiker wie die Fränkische Schweiz oder die Frankenalb liegen nahe – doch auch abseits der bekannten Pfade warten versteckte Perlen darauf, entdeckt zu werden. Ob Bergtour, Wanderung oder Freizeitpark: Wir haben die schönsten Ausflugsziele zusammengestellt.

Nicht nur in Franken gibt es tolle Waldlandschaften zu entdecken. Auch die Oberpfalz lockt mit spannenden Routen. Bereits an der Grenze zwischen der Oberpfalz und Mittelfranken erhebt sich der Dillberg im Gemeindegebiet von Postbauer-Heng – mit faszinierenden Höhlen und weiten Ausblicken ein echtes Highlight. Dort kann der rund fünf Kilometer lange „Weg der Poesie“ beschritten werden, der Natur und Dichtung auf einzigartige Weise verbindet. Zwischen Wiesen, Waldrändern und Lichtungen laden 30 poetische Stationen dazu ein, innezuhalten, zu lesen und den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Auch empfehlenswert ist der „4-Elemente-Weg“ hoch über Neumarkt. Rund um Berching führt zudem eine Wanderung zu den verwunschenen, schattigen Weinbergmauern der Benediktiner.

Die Metropolregion Nürnberg erstreckt sich über genau jene Distanzen, für die sich ein Tagesausflug mit Auto, Bus oder Bahn noch lohnt – etwa im Umkreis von 130 Kilometern. Dazu zählen unter anderem das Altmühltal, das zwar teilweise zu Oberbayern gehört, touristisch jedoch vom Tourismusverband Franken betreut wird, sowie das idyllische Naabtal. Wer bereit ist, noch rund 30 Kilometer weiterzufahren, kann sogar den südlichen Thüringer Wald in seine Ausflugsplanung einbeziehen.

Ein tolles Ziel ist Mainfranken in Unterfranken. Ein Highlight ist die Mainschleife bei Volkach: Wer hier zwischen Nordheim und Escherndorf wandert, setzt per Seilfähre über – für Fußgänger kostet das nur ein paar Cent. Gleich neben der Anlegestelle lädt ein kleiner Badestrand mit Strandkörben zum Verweilen ein, dahinter liegen mehrere Baggerseen.

Der Frankenwald gilt noch immer als Geheimtipp – im Schatten von Thüringer Wald und Fichtelgebirge, aber nicht weniger reizvoll. Unter dem Motto „Wandern, Kultur und Genuss in Franken“ bietet er stille Pfade, weite Ausblicke und authentische Erlebnisse. Das Mittelgebirge reicht bis auf 795 Meter Höhe und erstreckt sich vom Obermain bei Kulmbach über Kronach bis ins Bayerische Vogtland.

An der A9 liegt das Fichtelgebirge – das „Hausgebirge“ der Franken mit dem 1024 Meter hohen Ochsenkopf und dem 1051 Meter hohen Schneeberg. Der 1020 Quadratkilometer große Naturpark bietet ein dichtes Netz an Rad- und Wanderwegen. In Bischofsgrün bringt im Sommer ein Sessellift Wanderer, Mountainbiker und Kletterer bequem auf den Ochsenkopf. Spaß verspricht in Bischofsgrün auch die Allwetterrodelbahn bei der Talstation Nord.

Am Rande des Gebirges liegt das Felsenlabyrinth Luisenburg bei Wunsiedel. Kaum einer weiß, dass es das größte Felsenlabyrinth Europas ist - und ein echtes Erlebnis für Familien mit Kindern. Eine schöne Rundtour führt zum Berggasthof Kösseine. Und wer nach dem Wandern Abkühlung sucht: Im Fichtelgebirge laden gleich 13 Badeseen zum Sprung ins Wasser ein.

Wenn man kein Auto zur Verfügung hat, gibt es Tage, an denen man einfach keine Lust auf das Fahrrad hat oder es schlicht zu heiß ist. Zum Glück gibt es viele schöne Ausflugsziele, die spontan mit S-Bahn oder Regionalexpress erreichbar sind. Ob eine Wanderung am Walberla oder eine Bierwanderung auf dem 5-Seidla-Steig – auch ohne Auto und Rad kommt man gut raus ins Grüne.

Nur rund 15 Minuten dauert die S-Bahnfahrt von Nürnberg nach Ochenbruck im Nürnberger Land. Von dort sind es wenige hundert Meter durch den Ort bis zum idyllischen Schwarzachgrund. Flussabwärts in Richtung Wendelstein wird die Landschaft schnell wildromantisch – später kreuzt der Alte Kanal den Weg. Wer nach der Schwarzachklamm nicht umkehren möchte, kann etwa über den Jägersee weiter nach Feucht wandern. Auch dort hält die S-Bahn. Weitere Ziele, die Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, finden Sie hier:

Wenn das Thermometer über 30 Grad klettert, reicht oft der schattigste Wald nicht mehr aus. Kaltes, klares Wasser muss her. Wie gut, dass es in Franken und der Oberpfalz zahlreiche Badeseen gibt, die Erfrischung versprechen – vom wunderschönen Murner See bei Wackersdorf bis zum idyllischen Felsenbad bei Pottenstein. Das Waldbad in Neustadt an der Aisch hat es in diesem Jahr übrigens in die Top 10 der beliebtesten Freibäder Deutschlands geschafft.

Das südliche Mittelfranken verfügt mit dem Fränkischen Seenland über eine ganze Reihe an großen Badeseen. Seegenuss bietet zum Beispiel der Große Brombachsee mit seinen Vorsperren, dem Igelsbachsee und dem Kleinen Brombachsee. Von Nürnberg aus ist er über die B2 gut zu erreichen. Am See angekommen gibt es mit Enderndorf, Allmansdorf, Pleinfeld und Absberg gleich vier sogenannte Freizeitanlagen.

Rund 20 Kilometer vor Nürnberg und unweit des Autobahnkreuzes A9/A3 zwischen Schwaig und Diepersdorf gelegen, zieht der Birkensee Radfahrer, Wanderer, Badegäste und FKK-Freunde an. Entstanden durch die Grundwasserspeisung des Röthenbachs, wurde der Birkensee in den 1980er Jahren im Zuge des Autobahnbaus erheblich erweitert und erreicht heute Tiefen von über 20 Metern. Besonders markant ist der östliche Teil mit seiner steil abfallenden Sanddüne, während das flachere Westufer als geschütztes Vogelbrutgebiet ausgewiesen ist. Besucher sollten beim Baden darauf achten, kein Wasser zu schlucken.

Für die Stadtbewohnenden, die zum Baden keine weiten Wege auf sich nehmen möchten, finden sich auch in Nürnberg, Fürth und Erlangen schöne Orte zur Abkühlung am Wasser. So ist zwar offiziell das Baden am Pegnitzstrand nicht erlaubt – doch das hält im Sommer kaum jemanden davon ab, sich im Wiesengrund zwischen Fürth und Nürnberg ins kühle Nass zu wagen.

Wer ansonsten in Nürnberg baden möchte, muss sich meist auf die Freibäder beschränken, denn an nahezu keiner öffentlichen Wasserstelle ist das Baden erlaubt. Laut einer offiziellen Verordnung der Stadt Nürnberg gilt an den meisten Gewässern aus Sicherheitsgründen ein Badeverbot. Betroffen vom Verbot sind unter anderem: Pegnitz, Rednitz, der Ludwig-Donau-Main-Kanal, der Unterbürger Weiher, der Große Dutzendteich, der Silbersee, Flachweiher, Nummernweiher Ost und West sowie der Main-Donau-Kanal mitsamt Hafenanlagen.

Eine Ausnahme bildet die Norikusbucht in der Pegnitz am Wöhrder See: Sie ist durch einen Damm gesichert und gilt daher als vergleichsweise ungefährlich für Badegäste. Die Bucht wurde eigens als offizieller Badebereich angelegt. Die Stadt überprüft dort regelmäßig die Wasserqualität, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten.

Im Fürther Freibad am Scherbsgraben empfiehlt es sich an heißen Tagen, ein Online-Ticket zu lösen. Eine familienfreundliche Alternative für Eltern mit ihren Kindern ist das Jugendbad Burgfarrnbach, das schon Generationen von Kindern großes Vergnügen beschert hat. Zutritt haben Kinder bis 14 Jahre und ihre Begleitpersonen. Der Eintritt kostet 1 Euro, Kinder unter sechs Jahren baden kostenlos.

Das ehemalige Flussbad an der heutigen Uferpromenade hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt: Am Kulturort Badstraße laden breite Stufen dazu ein, Platz zu nehmen, die Füße ins Wasser zu tauchen oder gleich ganz hineinzuspringen. Seit Sommer 2022 ist der Abschnitt bis zum Interkulturellen Garten auch offiziell zum Schwimmen freigegeben – auf eigene Gefahr.

Der Dechsendorfer Weiher ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger Erlangens. Besonders an warmen Tagen laden die weitläufigen, sonnigen Liegewiesen zum Entspannen und Verweilen ein. Allerdings ist der Badebereich nicht beaufsichtigt – das Schwimmen erfolgt daher auf eigene Gefahr. In der Vergangenheit kam es zudem wiederholt zu Problemen mit Blaualgen, weshalb Besucherinnen und Besucher zur Vorsicht aufgerufen sind. Außerdem gibt es das Röthelheimbad und das Freibad West. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt gibt es das Schlossbad in Heroldsberg, das Wellenfreibad in Höchstadt sowie die Freibäder in Herzogenaurach, Neunkirchen am Brand und Aschbach/Schlüsselfeld.

Allein in der Fränkischen Schweiz finden sich über 100 Burgen, Schlösser und Ruinen – ein wahres Paradies für Geschichts- und Kulturliebhaber. 35 dieser Burgen sind noch bewohnt, und 11 davon können von Besucherinnen und Besuchern besichtigt werden. Zu den Highlights zählen unter anderem die imposante Burg Rabenstein, die es 2025 in die Top 20 der beliebtesten Schlösser und Burgen Deutschlands geschafft hat. Ebenfalls sehenswert sind die malerische Burg Egloffstein, die geschichtsträchtige Burg Waischenfeld und das Renaissance-Schloss Wiesenthau sowie die Wasserburg Kunreuth aus dem Jahr 1390.

Auch Höhlen bieten Erfrischung. Allein über 3600 Höhlen listet das Kataster Frankenjura auf, viele davon sind nicht öffentlich zugänglich. Manche aber schon: Hier finden Sie einen Streifzug durch die schönsten und spannendsten Höhlen in Franken und der Oberpfalz. Schauen Sie doch mal rein:

Ob in der Kennenlernphase, frisch verliebt oder schon lange ein Paar – der Sommer bietet zahlreiche Gelegenheiten, Herzensmenschen, oder denen, die es einmal werden könnten, näherzukommen. In der Region locken Aktivitäten wie Kanufahren auf der Wiesent, ein Besuch im Open-Air-Kino oder eine gemeinsame Tretbootfahrt. Ausführliche Tipps zu diesen und weiteren Ideen finden Sie hier:

Nicht nur eine gute Date-Idee, sondern auch ein Muss für Filmfans unter freiem Himmel im August: Das „SommerNachtFilmFestival“, das vor über 25 Jahren in der DESI seinen Anfang nahm, zählt zu den Highlights der Open-Air-Kinosaison. Das Festival findet heuer vom 4. bis zum 29. August 2026 statt.

Der Sommer sollte auch nicht vor den Tellern Halt machen, denn das richtige Essen kann ein Zünglein an der Waage sein. Leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse sind ideal. Statt schwerer Mahlzeiten empfiehlt es sich, lieber mehrere kleine Portionen über den Tag zu verteilen. Wassermelone zum Beispiel enthält viel Wasser und passt hervorragend in einen frischen Sommersalat.

Besonders bei hohen Temperaturen sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Also sehr viel trinken, am besten natürlich Wasser. Stark zuckerhaltige oder alkoholische Getränke sind hingegen weniger empfehlenswert. Für etwas Abwechslung sorgt jedoch ein erfrischender Sommerdrink, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch für Entspannung sorgt. Im Trend liegt gerade der Pink Drink, der in weniger als fünf Minuten zubereitet ist und den „Sommer im Glas“ verspricht. Weitere Erfrischungsgetränke gibt es hier:

Zwischen Forchheim und Höchstadt bietet der Erlebnispark Schloss Thurn verschiedenste Themengebiete vom Märchenwald bis hin zu Tieren. „Bayerns stärkstes Stück Freizeit“: So stellt sich das Freizeit-Land Geiselwind vor. Mit seinen 400.000 Quadratmetern ist er der flächenmäßig größte Freizeitpark in Bayern. Im Playmobil-Funpark bei Zirndorf erwacht das Spielzeug aus dem Kinderzimmer zum Leben und lebensgroße Nachbildungen von über 70 Urzeittieren lassen sich im Dinosaurier und Freiluftmuseum in Denkendorf bestaunen.