
Wenn es nach Maria und Sofia Kolosidou geht, wird es am Josephsplatz schon bald nach frisch gebackenem Teig duften. Die beiden Schwestern planen dort die Eröffnung von „The Holy Crêpe“ – einer Crêperie, mit der sie eine Lücke in der Nürnberger Gastro-Landschaft schließen wollen. Der Name dürfte dabei bewusst gewählt sein: Er erinnert an den englischen Ausruf „Holy crap!“ – und will damit schon vorab versprechen, dass die Crêpes genau diese Reaktion bei den Gästen auslösen sollen.
Ein festes Datum für die Eröffnung gibt es noch nicht, im November 2026 soll es aber losgehen. Bis dahin wird an der Adresse Josephsplatz 26-28 noch einiges vorbereitet. Aktuell ziert noch eine bunte flächendeckende Drucke die Eingangsfassade, verhindert den Blick auf die Baustelle und kündigt so schonmal den Zuwachs in diesem Eck in der Innenstadt an. Ganz neu ist der süße Ruf des Standorts dabei nicht: Zuvor war dort das Schokoladen- und Eisgeschäft Chocolat ansässig – Süßes bleibt dem Josephsplatz also treu, nur eben in einer neuen Form. Aus den Räumen soll nun ein Ort werden, „in dem sich jeder willkommen fühlt“, wie die beiden 25 und 26 Jahre alten Gründerinnen erzählen.
Das Traditionsgeschäft Chocolat am Josephsplatz/Hutergasse hat Ende April 2025 geschlossen. Inhaberin Sandra Calabrese verabschiedete sich nach 21 Jahren von ihren Kunden, da der Mietvertrag auslief. Komplett vorbei ist der Schokoladentraum allerdings nicht: Ihr Fokus liegt weiterhin auf der eigenen Eisproduktion unter der Marke Calabrese 54.
Ein Traum wird für die beiden Schwestern in Nürnberg war
Die Idee zur eigenen Crêperie ist kein spontaner Einfall von Sofia und Maria Kolosidou. „Schon immer haben wir davon geträumt, gemeinsam etwas Eigenes zu eröffnen“, sagen die Schwestern, die beide seit 15 Jahren in Nürnberg leben und einige Erfahrung in der Gastronomie gesammelt haben. Eine Crêperie sei genau das gewesen, was ihrer Meinung nach in der Stadt noch fehlte. „Deshalb haben wir beschlossen, das Risiko einzugehen und selbst den ersten Schritt zu machen“, so Maria und Sofia Kolosidou.
Auf der Karte soll es French-Klassiker in süß und herzhaft geben, dazu Baguettes und Bagels für den kleinen Hunger zwischendurch. Wer es lieber flüssig mag, kann zwischen warmen und kalten Kaffeespezialitäten, Matcha, hausgemachten Limonaden und frisch gepressten Säften wählen.
Groß werden will das neue Café am Josephsplatz dabei gar nicht – im Gegenteil: Klein, gemütlich und herzlich soll es zugehen, ganz so, wie es sich die beiden Schwestern schon lange vorgestellt haben. „Wir freuen uns sehr darauf, diesen Traum als Schwestern gemeinsam zu verwirklichen und hoffentlich schon bald viele liebe Gäste bei uns begrüßen zu dürfen“, sagen sie.
Damit ist The Holy Crêpe der zweite Laden in Nürnberg, der mit einem ungewöhnlichen, ganz auf ein Gericht zugeschnittenen Konzept an den Start geht: Erst im vergangenen Jahr hatte mit der Leberkäse-Bar FranKäs in der Hinteren Sterngasse Nürnbergs erste Leberkäse-Bar eröffnet.