Nürnberg - Die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ verzeichnet weitere Fahndungserfolge. Nach Festnahmen in Fürth und Nürnberg sitzen zwei Männer unter anderem wegen Drogenhandels und Vergewaltigung in Untersuchungshaft.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen der Sonderkommission „EKO Kajal“ zur Bekämpfung der Kriminalität im Nürnberger Bahnhofsumfeld sind der Polizei weitere Ermittlungserfolge gelungen. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, konnten im Verlauf der vergangenen Woche zwei weitere Männer im Alter von 34 und 41 Jahren festgenommen und in Justizvollzugsanstalten eingeliefert werden.

Drogen und Kinderpornografie bei Festnahme in Fürth

Im Zuge der Ermittlungen stießen die Fahnder auf einen 41-Jährigen. Er steht im Verdacht, Betäubungsmittel wie Crystal Meth in nicht geringen Mengen an weitere Tatverdächtige des Ermittlungskomplexes verkauft zu haben. Nach umfangreichen kriminaltaktischen Maßnahmen erwirkten die Beamten einen Haftbefehl und nahmen den Mann Ende vergangener Woche im Fürther Stadtgebiet fest.

Bei seiner Festnahme trug der 41-Jährige unter anderem Kokain sowie Crystal Meth bei sich. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Ermittler zudem Speichermedien mit kinderpornografischen Inhalten sicher.

Festnahme nach Vergewaltigung in Nürnberg

Darüber hinaus gelang es den Ermittlern, einen 34-Jährigen zu identifizieren. Dem Mann wird vorgeworfen, im April 2026 eine 18-Jährige nach der Verabreichung von Betäubungsmitteln vergewaltigt zu haben. Die Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen am Donnerstagnachmittag aufspüren und aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festnehmen.

Beide Männer wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und anschließend in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten überstellt. Durch die Zusammenarbeit der EKO Kajal und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth konnten bislang insgesamt 21 Haftbefehle gegen Tatverdächtige vollstreckt werden. Erst kürzlich kam es zu weiteren Erfolgen, als die Polizei drei Verdächtige nach der Vergewaltigung einer 14-Jährigen nahe des Plärrers festnahm. Zudem gab es eine erneute Festnahme, da ein 29-Jähriger Drogen an Minderjährige abgegeben haben soll.

Hintergrund: So agieren die Täter am Hauptbahnhof

Um Drogenhandel und Übergriffen am Hauptbahnhof entgegenzuwirken, hat die Polizei die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ ins Leben gerufen. Die Täter täuschen jungen Frauen und Mädchen gezielt Zuneigung vor, um Vertrauen aufzubauen, sie in die Drogensucht zu treiben und anschließend sexuell auszubeuten. Daniela Dahm von der Drogenhilfe Lilith spricht von einem nie dagewesenen Ausmaß: Die Männer nutzten die Not und Zukunftsängste der Jugendlichen eiskalt aus, bis der Drogenkonsum für die Opfer reinem Überlebenskampf gleiche.


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