Nürnberg - Ein bekanntes Nürnberger Restaurant zieht um: Das Jøwåy übernimmt eine traditionsreiche Adresse – und sorgt damit für Bewegung in der Gastronomie-Szene. Was Gäste dort erwartet

Das Restaurant Jøwåy verlässt seinen bisherigen Standort in der Nürnberger Altstadt und zieht in die Räumlichkeiten des früheren, bekannten Edel-Italieners Da Claudio, das zu den gehobenen Adressen in der Stadt zählte. Dort baut das Jøwåy-Team derzeit eine neue gastronomische Adresse auf. Der bisherige Standort in der Hutergasse an der Ecke Obere Wörthstraße war seit 2020 für gehobene Küche beziehungsweise Fine Dining bekannt. „Nach sechs Jahren ist es Zeit, sich weiterzuentwickeln und dies ist der Schritt dorthin“, sagt Johannes Hannweg, dessen Betreiber. „Es ist für uns der nächste Schritt da es etwas größer ist und uns deutlich bessere Möglichkeiten gibt, noch besser zu kochen, da die Küche und Vorbereitungsräume größer sind“, führt er weiter aus.

An der alten Adresse war das Jøwåy bislang für gehobene, kreative Küche sowie Menüs und eine umfangreiche Weinauswahl bekannt - 2025 erhielt es eine rote Haube des Restaurantführers Gault & Millau. Außerdem wurde es im Restaurantführer Der Feinschmecker geführt. Hannweg eröffnete das Restaurant am 22. Mai 2020, also mitten in der Corona-Pandemie und belebte somit eines der ältesten Häuser Nürnbergs nahe des Unschlittplatzes. Zum Konzept gehörten zunächst erlesene Weine, Käse, Gin und Snacks. Hannweg, gelernter Metallbauer und Wein-Enthusiast, erfüllte sich damit den Traum vom eigenen Lokal. Als kulinarischen Schwerpunkt nannte der Bericht Wein und erstklassigen Käse von Käse Waltmann aus Erlangen. Der Name ist dabei eine kreative Verbindung aus „Johannes“ und „Way“ – also Hannwegs persönlichem Weg zum eigenen Restaurant. Mit dem Umzug verabschiedet sich das Restaurant nun nach sechs Jahren von dieser Adresse und übernimmt stattdessen eine andere, bereits gastronomisch etablierte Location in Nürnberg.

Bereits seit gut einem Jahr suchte Hannweg nach einem neuen Ort des Wirkens. Jetzt nimmt das Jøwåy die gehobene Vorgeschichte des früheren Restaurants auf, das im Sommer 2026 seine Türen für immer schloss: Wirt Tiziano Faenza und seine Frau Helga hatten ihr Lokal Da Claudio in der Hochstraße 41 im Stadtteil Rosenau am dritten Juni-Wochenende 2026 ein letztes Mal geöffnet - Faenza verabschiedete sich in den Ruhestand. Einen Nachfolger gab es bis dahin nicht.

Rund 40 Jahre lang war das Da Claudio eine Institution in der Nürnberger Gastronomieszene – bekannt für gehobene italienische Küche mit einer großen Antipasti-Auswahl und einer noch größeren Weinkarte. Zunächst 28 Jahre lang am Hauptmarkt in der Altstadt ansässig, zog das Lokal 2014 in den Stadtteil Rosenau um.

Aus dem hochwertigen italienischen Restaurant soll erneut ein anspruchsvoller gastronomischer Betrieb werden - diesmal unter dem Namen und Konzept des Jøwåy, das seine bisherige Adresse in der Altstadt verlässt, um künftig diese frühere Top-Adresse der Nürnberger Gastronomie neu zu bespielen. „Wir ziehen zu 100 Prozent mit unserem Konzept, das wir haben, um. Auch der Stil des Interieurs bleibt ähnlich“, erklärt Hannweg näher auf unsere Nachfrage. Doch nicht nur die die Räume, die Küche sowie die Vorbereitungsräume sind größer, sondern auch der Außenbereich. „Und es bietet sich die Möglichkeit für Kochkurse“, so Hannweg.

Bis zur Eröffnung müssen sich das Team und Interessierte allerdings noch ein wenig gedulden: „Wir haben am 31. Oktober unser Eröffnungs-Menü, wozu sich jeder anmelden kann und ab Montag, 2. November, zu den gewöhnten Öffnungszeiten“, sagt er. „Wir sind allerdings noch am Überlegen, ob wir teilweise Mittagstage noch hinzunehmen.“