
Katzenklo macht die Katze froh, das ist nicht erst seit dem Helge Schneider Hit bekannt. Katzen sind sensible Tiere, die bereits Kleinigkeiten irritieren können. Daher kann auch die beste Katzentoilette am falschen Ort, wegen der falschen Größe oder dem falschen Streu Probleme verursachen und zu Unsauberkeit führen. Besonders in Mehrkatzenhaushalten ist das richtige Toilettenmanagement ein wichtiger Teil der Verhaltensprävention. Die Tierschutzorganisation Peta, hat daher einige hilfreiche Tipps für Menschen mit Katzen zusammengestellt:
„Wenn Katzen aus scheinbar unerklärlichen Gründen in die Wohnung urinieren, könnte der Grund die Katzentoilette und damit verbundener Stress sein“, so Jana Hoger. „Natürlich müssen im Vorfeld alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden, insbesondere wenn eine Katze ganz plötzlich unsauber wird. Dazu empfiehlt sich eine gründliche Untersuchung in der tierärztlichen Praxis des Vertrauens inklusive einer Blutuntersuchung.“
Der richtige Standort der Katzentoilette
Eines der wichtigsten Themen bei der Katzenhaltung ist die Wahl des richtigen Standorts für das Katzenklo. Am besten eignet sich ein ruhiger, geschützter Ort, an dem die Katzen freie Sicht auf ihre Umgebung haben und sich gleichzeitig sicher fühlen. Das kann zum Beispiel eine Zimmerecken, eine Nische oder Abstellkammer sein, weil wegen der Wände zu beiden Seiten keine „Gefahr“ von zu befürchten ist. Das Bad oder ein wenig genutztes Zimmer sind perfekt zum Aufstellen einer Katzentoilette. Außerdem wichtig beim Standort des Katzenklos: Essplatz und Katzentoilette sollten so weit wie möglich voneinander entfernt platziert werden – am besten in getrennten Räumen.
Das Katzenklo muss groß genug sein
Außerdem benötigen Katzen unbedingt genügend Bewegungsfreiheit, um ihre Ausscheidungen verscharren zu können. Die Größe der Toilette spielt somit auch eine wichtige Rolle – die Tiere sollten sich darin problemlos umdrehen können.
Wenn eine Katze die Katzentoilette nicht benutzen möchte, kann das auch an der Art des Klos liegen. Nicht alle Katzen mögen geschlossene Klos mit Deckel und Klappe, denn manche Katzen meiden Verstecke oder Höhlen. Probieren Sie also aus, ob Ihre Katzen große und offene Katzenklos vielleicht lieber mögen.
Auch wichtig, die Einstiegshöhe: Besonders für ältere Katzen, die häufig an Arthrosen leiden, eignen sich Toiletten mit niedrigem Einstieg.
Katzentoilette mit oder ohne Deckel?
Hier rät Peta zum Ausprobieren, was Mensch und vor allem Katze am besten gefällt. Der Vorteil von Katzenklos mit Deckel ist geringere Geruchsbelästigung für den Menschen und je nach Streu, weniger Staub. Doch weil sich der Geruch von Urin und Kot unter dem Deckel sammelt kann das für die geruchsempfindlichen Katzen teilweise unangenehm sein. Ein Behältnis ohne Deckel, das viel Platz nach oben ermöglicht, bietet darüber hinaus mehr Bewegungsfreiraum zum Verscharren.
Sauberkeit der Katzentoilette ist das Wichtigste
•Auf sauberen Katzenklos entstehen weniger unangenehme Gerüche, darüber freuen sich Mensch und Tier. Das Katzenklo sollte daher so sauber wie möglich sein, denn verständlicherweise geht keine Katze gerne auf eine schmutzige Toilette. Zudem hält eine saubere Katzentoilette auch die Tiere selbst sauberer, die sich nach dem Klogang schließlich auch gern wieder auf die Couch oder ins Bett legen.
Die tägliche Reinigung ist demnach Pflicht. Manche Katzen benutzen ihre Toilette sogar nur, wenn das letzte Geschäft entsorgt worden ist. Experten mahnen zu Vorsicht vor Duft- und Reinigungssprays oder beduftetem Katzenstreu. Diese können Katzen abschrecken oder gar zum Markieren animieren. Einige Tiere stören sich jedoch nicht daran.
Das richtige Katzenstreu
Die Katzenstreu-Auswahl in den Geschäften ist groß: Von Klumpstreu bis Silikat- oder Ton- oder Mineralstreu. Silikatstreu ist besonders staubarm und auch gut für Allergiker geeignet. Die optimale Katzenstreu sollte nicht nur staubarm, geruchsbindend und unparfümiert sein, sondern sich auch nicht zu scharfkantig anfühlen. Da Katzen Gewohnheiten lieben, sollte ein häufiger Wechsel von Katzenstreu vermieden werden. Bestenfalls bleibt man einer Sorte Streu, die die Katze gut annimmt. Vor allem hochwertige Naturstreu-Sorten bieten sich an, da diese zusätzlich die Umwelt schonen.
Wie viele Katzenklos sollte man haben?
Als Faustregel gilt laut Peta, dass jeweils ein Katzenklo mehr als im Haushalt lebende Katzen vorhanden sein sollte, da Katzen ihre Ausscheidungen auch in der Natur nicht immer an derselben Stelle absetzen. Daher ergibt es Sinn, auch einzeln gehaltenen Katzen eine zweite Toilette anzubieten. Viele Katzen teilen sich aber auch eine Toilette oder sind als Einzelkatze mit einem Klo zufrieden. Hier kommt es darauf an, was das Tier gewohnt ist und was die individuellen Vorlieben des Tiers sind.


