Fürth - Nach Jahren des Stillstands tut sich endlich wieder was im traditionsreichen Kiosk am Scherbsgraben in Fürth. Nach einer Rundumerneuerung hat dort das Café Mare eröffnet. Was ihr wissen müsst.

Wer in Fürth aufgewachsen ist, kennt das Häuschen an der Cadolzburger Straße womöglich noch aus Kindheitstagen: Der Kiosk am Scherbsgraben, unweit des Fürthermare und des Fürther Freibads, war über viele Jahrzehnte eine beliebte Anlaufstelle – für Süßigkeiten auf dem Weg zum Baden, für ein kühles Bier oder einfach für einen kurzen Halt. Nach der Pandemie schloss er, ein kurzes Gastspiel unter dem Namen Die Freischwimmer endete bereits im Herbst 2023. Seitdem stand das traditionsreiche Verkaufshäuschen leer. Doch seit kurzem ist wieder Leben in der Bude: Aus dem alten Kiosk ist das Café Mare geworden.

Das Café Mare ist ein Familienprojekt: Drei Geschwister haben das Häuschen gepachtet und in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Freunden und der Familie von Grund auf umgebaut. Die Idee entstand laut den Betreibern an einem Abend in gemütlicher Runde: Man wollte der immer mehr verfallenden Bude eine neue Chance geben. Aus dem Plan wurde schnell Ernst.

Café Mare bietet Biergarten und italienisches Eis

Das Ergebnis ist ein Café-Bistro mit maritimem Flair. Mit dem alten Kiosk hat das rund 30 Quadratmeter große Gebäude äußerlich kaum noch etwas gemeinsam. Helles Holz hat den grünen Anstrich ersetzt, defekte Jalousien und Glasklinkertüren aus den 1960er-Jahren sind verschwunden. Eingebaut wurden Kunststofffenster und -türen mit Isolierverglasung. Der Innenraum ist bewusst hell gehalten.

Auf der Karte stehen unter anderem Kaffeespezialitäten, Matcha, Eis aus italienischer Manufaktur, Croissants, Paninis, Bagels und italienischer Kuchen. Am frühen Abend kommen Aperitifs und Wein dazu – gedacht als Anlaufstelle für alle, die nach dem Freibadbesuch oder einem Spaziergang durch den Wiesengrund noch einen Moment durchatmen möchten.

Rund 35 Personen sollen im überdachten Biergarten auf der Rückseite Platz finden. Dazu gibt es Sitzplätze auf dem Gehweg vor dem Café. Wer es eilig hat, kann am Verkaufsfenster vorbeischauen. Auch Hunde sind willkommen – für sie gibt es sogar eigenes Hundeeis.

Café Mare soll ganzjährig betrieben werden

Das Café soll kein reines Sommerprojekt bleiben. Die Betreiber planen, ganzjährig zu öffnen – dafür sollen die bislang ungenutzten Innenräume ausgebaut werden, damit auch an kälteren Tagen Platz zum Verweilen bleibt. Geöffnet ist das Café Mare sechs Tage die Woche, Montag ist Ruhetag. Dienstags bis donnerstags sowie sonntags schließen die Türen um 21 Uhr, freitags und samstags erst um 22 Uhr. Los geht es jeweils ab 10 Uhr.