Nürnberg - Je nach Belieben kann man sich sein eigenes Kräuteröl oder einen eigenen Kräuteressig zusammenstellen. Das einzige: Das Ganze braucht etwas Ziehzeit. So machst du‘s nach.

Selbstgemacht schmeckt es doch immer am besten. Das gilt auch für aromatisches Öl und Essig, das oder den man mit einigen Kräutern und etwas Geduld selbst ansetzen und dann genießen kann. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt - je nach Geschmack kannst du deine eigene Auswahl treffen und von Mal zu Mal auch variieren. Wir erklären dir, wie einfach du ein eigenes Kräuteröl beziehungsweise einen eigenen Kräuteressig ansetzt.

Zunächst einmal aber ein gesundheitlicher Warnhinweis: DIY-Gewürzöle sollte man immer nur in kleineren Mengen herstellen, die bestenfalls schnell verbraucht werden können. Vor allem, wenn man frische Zutaten verwendet, können gefährliche Bakterien entstehen, wenn die Öle länger gelagert werden. Speziell geht es um das Bakterium Clostridium (C.) botulinum, dass die Erkrankung Botulismus auslösen kann. Die von diesem Bakterium gebildeten Nervengifte zählen zu den stärksten bekannten Giften und werden unter speziellen Umständen wie Sauerstoffabschluss gebildet und können ernste gesundheitliche Folgen haben.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte nur vollständig getrocknete Zutaten in Öl einlegen. Das ist besonders wichtig bei sehr feuchtigkeitshaltigem Gemüse wie Chilis oder Knoblauch. Diese kann man entweder bereits getrocknet kaufen, lufttrocknen oder sie schonend dörren - entweder im Automaten oder im Backofen.

Für Kräuter empfiehlt es sich, das Öl auf mindestens 80 Grad zu erhitzen, bevor man es über die Kräuter gibt.

Zutaten: Ein Vorschlag an Kräutern

Kräuter:

  • Rosmarin
  • Thymian
  • Basilikum
  • Petersilie
  • Bärlauch (je nach Saison)
  • Schnittlauch(-blüten)
  • Lavendel
  • Knoblauchzehen
  • Chilis

Als Basis:

  • Ein gutes Olivenöl
  • Essig (beispielsweise Weißweinessig)

Außerdem brauchst du:

  • Zwei Flaschen, die sich luftdicht verschließen lassen und vor allem gut gereinigt und sterilisiert sind

Zubereitung: So setzt du die beiden würzigen Flüssigkeiten an

Vorab: Beim Essig solltest du dich auf jeden Fall für eine relativ geschmacksneutrale Sorte entscheiden, sodass der Geschmack der Kräuter möglichst intensiv herauskommt. Auch ist es empfehlenswert einen hellen Essig zu wählen, sodass die Kräuter später auch optisch zur Geltung kommen. Ob du dich bei deiner Öl- oder Essig-Variation für eine Mischung entscheidest, oder einzelne Geschmacksrichtungen wählst, bleibt übrigens ganz dir überlassen.

Säubere dann deine gewählten Kräuter und entferne möglicherweise kaputte Stellen - damit kannst du dafür sorgen, dass sie sich im Öl oder Essig lange halten. Gebe deine gewählten Kräuter dann in die Flaschen und ergänze alles mit jeweils Essig beziehungsweise dem erhitzten Öl. Wichtig ist dabei, dass die Kräuter komplett mit Flüssigkeit bedeckt sind, um Schimmel vorzubeugen.

Verschließe die Flaschen anschließend Luftdicht. Zwei bis drei Wochen sollten die Kräuter nun im Essig beziehungsweise Öl ziehen können, um ihr vollständiges Aroma abzugeben. Wenn du die Flüssigkeiten dann benutzt, solltest du nach Möglichkeit die Kräuter entfernen, da sie schimmeln können, wenn sie nicht mehr vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Öl und Essig passen dann perfekt zu Salaten, aber auch zu mediterranen Gerichten und Gegrilltem. Auch sind sie ein schönes Mitbringsel oder Geschenk.