Berlin - Ein beliebter Zahlungsdienst in Deutschland ist erneut in den Fokus von Betrügern gerückt. Das Geld von Millionen von Kunden ist damit nun potenziell in Gefahr. So kannst du dich dagegen schützen.

Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist das Milliarden-Unternehmen PayPal einmal mehr in den Fokus von Betrügern geraten. Demnach werde in einem Schreiben behauptet, dass das PayPal-Konto aus Sicherheitsgründen überprüft werden müsse. Sie werde unter dem Betreff „Sicherheitsmaßnahme – Aktivität verifizieren, um Sperre zu vermeiden“ versendet.

Die Kundschaft werde außerdem aufgefordert, innerhalb von 48 Stunden einen Link anzuklicken, um ihr Konto zu bestätigen. Auffällig sei auch die knapp gesetzte Frist von 48 Stunden sowie die Formulierung, dass die Bestätigung zwingend erforderlich sei. Dadurch werde gezielt Zeitdruck erzeugt, um dich zum Anklicken des enthaltenen Links zu bewegen. Auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: fehlende Anrede, unseriöse Absenderadresse, kurze Fristsetzung sowie ein Link in der Mail.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es hier wörtlich weiter: „Wir raten Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Falls Sie ein PayPal-Konto haben, prüfen Sie über die offizielle App oder die bekannte Website, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden.“

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

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<p>Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt.</p> © https://www.verbraucherzentrale.de

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.