Nürnberg - Ein KI-Fall aus Franken sorgt dafür, dass sich deutsche Großbanken für den Krisenfall wappnen. In letzter Sekunde kann die Sparkasse Nürnberg ein finanzielles Fiasko mit abwenden. Wovor das Institut nun besonders warnt.

Es ist eine Masche, die mittlerweile voll in der Mitte unserer (digitalen) Gesellschaft angekommen ist. Sogenannte Deepfakes. Meist entstanden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (allgemein auch unter den Kürzeln „KI“ oder „AI“ bekannt). Hier geht es um Vorfälle, in denen auf Foto- oder Videoaufnahmen die Gesichter von bekannten oder unbekannten Menschen benutzt werden, um diese in den jeweiligen Clips buchstäblich täuschend echt zum Leben zu erwecken.

Längst nutzen Kriminelle diese Möglichkeiten aus. So sind vor allem im Netz immer mehr Plakate zu finden, die mit den Gesichtern von prominenten Persönlichkeiten aus dem Sport-, Politik, Wirtschafts- oder Showbereich aus Deutschland versehen sind. Meist werden Menschen dann dazu aufgefordert, in welcher Form auch immer für ein Projekt Geld einzusetzen. Oft mit dem Hinweis versehen, dass hier eine überdurchschnittlich hohe Rendite für die Anleger herausspringen könnte.

An dieser Stelle sei direkt einmal deutlich gesagt: Auf keinen Fall solltest du einem solchen Aufruf finanziell folgen. Es handelt sich hier schlichtweg um Betrug. Die Prominenten werden hier als Werbegesicht genommen, ohne dass sie dafür überhaupt gefragt wurden. Einen Gewinn machen auch einzig und allein nur die Anzeigenersteller. Diese ergaunern sich einfach deine Investitionen, Geld in die andere Richtung ausgezahlt wird hier natürlich nie.

Dass diese Form des Anlagenbetrugs auch längst Bayern, Franken und die Region erreicht hat, macht unter anderem dieses Beispiel mehr als deutlich: So erklärt die Sparkasse Nürnberg im Gespräch mit nordbayern, dass man erst kürzlich bei einem Kunden den Verlust eines hohen Geldbetrages in letzter Sekunde doch noch habe verhindern können. Auch hier sei die betroffene Person auf eine Deepfake-Anzeige fast hereingefallen. Zum Schutze der Privatsphäre kann in diesem Fall nicht weiter auf Details eingegangen werden, klar ist aber auch so: Brisant war die Lage auch hier allemal. Geendet wäre die Situation für die betroffene Person wohl in einem finanziellen Fiasko - hätte die Bank nicht noch gerade rechtzeitig Hilfe angeboten.

Um möglichst viele Kundinnen und Kunden für diese Gefahr sensibilisieren zu können, gehe die Bank damit auch proaktiv und bewusst an die Öffentlichkeit. Die Gefahr lauert hier natürlich nicht nur für Kundinnen oder Kunden der Sparkasse. Um den Kriminellen nicht auch in die Hände zu fallen, gibt das Geldinstitut hier noch folgende Hinweise mit an die Hand.

Diese Warnsignale solltest du im Fall der Fälle unbedingt rechtzeitig erkennen:

Versprechen von ungewöhnlich hohen und sich garantierten Renditen.

Werbung mit prominenten Persönlichkeiten, deren Empfehlung sich nicht seriös nachprüfen lässt, zum Beispiel über andere Quellen im Internet.

Künstlich erzeugter Zeitdruck oder Drängen zu schnellen Entscheidungen.

Zusätzliche Zahlungsaufforderungen, um angebliche Gewinne aus-zuzahlen.

Kontaktaufnahme über unaufgeforderte Anrufe oder Nachrichten von „Beratern“.

Die Verbraucherzentrale stellt zudem für alle Bürgerinnen und Bürger einen kostenlosen „Fake-Check“ zur Verfügung. Damit können Anlageangebote unkompliziert auf ihre Seriosität überprüft werden. Klicke einfach hier auf diesen Link, wenn du diesen Check ebenfalls durchführen willst.

Die Sparkasse Nürnberg selbst empfiehlt den eigenen Kundinnen und Kunden: Ausschließlich geprüften Anbietern vertrauen und sich bei Fragen zu Geldanlagen von der eigenen Bank beraten lassen.

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