
Während Bayern aktuell unter Temperaturen von teils deutlich über 35 Grad ächzt und der Deutsche Wetterdienst vor Hitze sowie teils heftigen Gewittern warnt, macht eine Hitzewelle auch vielen beliebten Urlaubszielen in Europa zu schaffen. Besonders betroffen ist derzeit Kroatien: Dort hat der staatliche Wetterdienst für weite Teile des Landes die Warnstufe Orange ausgerufen. Der kroatische Zivilschutz richtet sich deshalb mit einem dringenden Appell an Einheimische und Touristen.
Nach Angaben des staatlichen Hydrometeorologischen Dienstes (DHMZ) gilt ab Montag, 22. Juni, in großen Teilen Kroatiens eine erhöhte Hitzewarnung. Der Zivilschutz fordert die Menschen auf, die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden strikt zu beachten. Die Warnung richtet sich ausdrücklich auch an Urlauber an der Adriaküste.
Hitzewelle plagt Krotatien: Diese Verhaltenstipps gibt der Zivilschutz
Wer sich in den kommenden Tagen in Kroatien aufhält, sollte insbesondere die Mittagshitze meiden. Aufenthalte in der prallen Sonne zwischen 10 und 17 Uhr werden nach Möglichkeit nicht empfohlen.
Zudem gehören zu den wichtigsten Empfehlungen des DHMZ:
- Direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermeiden.
- Ausreichend Wasser trinken.
- Regelmäßig Schatten oder klimatisierte Räume aufsuchen.
- Leichte, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen.
- Tagsüber Fenster und Rollläden auf der Sonnenseite geschlossen halten.
- Die kühleren Nachtstunden zum Lüften nutzen.
- Kinder und Tiere niemals in geparkten Fahrzeugen zurücklassen.
- Aktuelle Wetterwarnungen verfolgen.
Wer gesundheitliche Beschwerden wie Schwindel, Kreislaufprobleme oder starke Erschöpfung bemerkt, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, rät der Zivilschutz. Hitze wird oft als „stiller Killer“ bezeichnet – auch, weil sie selten direkt als Todesursache in die Statistiken eingeht.
Hitze kann zur Gesundheitsgefahr werden - Extremwetter auch in Franken
Die Behörden warnen, dass extreme Temperaturen insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen gefährlich werden können. Laut der Frankfurter Rundschau, welche sich auf eine in der Fachzeitschrift The Lancet Planetary Health veröffentlichten Studie beruft, zählt Kroatien innerhalb der Europäischen Union sogar zu den Ländern mit dem höchsten Risiko für hitzebedingte Todesfälle.
Experten weisen darauf hin, dass große Hitze nicht nur belastend ist, sondern zu Dehydrierung, Kreislaufproblemen oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen kann.
Während Urlauber an der Adria schwitzen, hält die Hitzewelle auch Deutschland weiter fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in den kommenden Tagen vielerorts Temperaturen deutlich über 30 Grad. Auch Wetterexperte Stefan Ochs rechnet in dieser Woche in Franken mit bis zu 36 Grad.