
In ganz Deutschland werden derzeit Temperaturen von über 30 Grad erreicht. Laut dem fränkischen Meteorologen Stephan Ochs, auch bekannt als Wetterochs, könnten in Franken in den kommenden Tagen sogar Werte von mehr als 40 Grad möglich sein. Nürnberg und Umgebung bekommen die Auswirkungen der extremen Wetterlage bereits zu spüren: Nachdem starke Gewitter am Sonntag (21. Juni) bereits für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller gesorgt haben, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag (22. Juni) erneut vor starken Gewittern in der Region.
Laut DWD konnten bereits am Montagvormittag Starkregen mit 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter in der Stunde sowie Windböen von bis zu 60 km/h auftreten. Dadurch sind rasche Überflutungen von Straßen und Unterführungen, Aquaplaning sowie Gefahren durch Blitzschlag und umherfliegende Gegenstände möglich.
Die amtliche Warnung galt bis 11 Uhr unter anderem für den Kreis Erlangen-Höchstadt, den Kreis Forchheim sowie den Kreis und die Stadt Bamberg. Für den Kreis und die Stadt Schweinfurt sowie den Landkreis Haßbergewarnte der DWD bis 10.30 Uhr vor schweren Gewittern.
Am Vormittag hatte der DWD zwischenzeitlich auch für die Städte und Landkreise Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, Nürnberger Land sowie Roth gewarnt. Für diese Regionen wurde die Warnung zwischenzeitlich wieder aufgehoben - und am Montagnachmittag wieder ausgerufen.
Bis 19 Uhr warnt der DWD vor Unwettern der Stufe 3 in der Region zwischen Dinkelsbühl und Weißenburg bis fast runter nach Eichstätt. Zu rechnen ist hier mit Gewittern, die mit heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen um 30 l/m² pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 km/h und Hagel mit Korngrößen um 3 Zentimetern niedergehen können. Unwetter derartigen Ausmaßes sind nun auch für Teile des Landkreises Lichtenfels, des Landkreises Coburg, in Teilen der Landkreise Bamberg und Bayreuth sowie Haßfurt angekündigt.
Für den südlichen Landkreis Ansbach sowie südlich von Roth ist mit markantem Wetter der Warnstufe 2 zu rechnen.
Unverändert warnt der DWD bayernweit zudem vor einer starken Wärmebelastung im gesamten fränkischen Raum. Die anhaltende Hitze bleibt damit ein zusätzlicher Belastungsfaktor, insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen.
Dieser Artikel wurde zuletzt am Montag um 18.01 Uhr aktualisiert.

