
Die Hitze drückt weiter. Am Sonntag erwartet die Region Höchsttemperaturen um 34 Grad Celsius - und ein Ende der Hitzewelle ist vorerst nicht in Sicht. Einzelne Gewitter können zwar für kurze Erfrischung sorgen, an der grundsätzlichen Wetterlage ändern sie aber nichts. Manche Wettermodelle warnen sogar vor einem weiteren Anstieg.
Im Norden Bayerns sind am Nachmittag vereinzelte Gewitter möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Hier können örtlich auch leichte Windböen wehen, wohin gegen im Rest der Region kaum Durchzug möglich ist. In der Nacht zum Montag kühlt es auf 20 bis 16 Grad Celsius ab. Laut Wetterochs verändert sich an diesem Wetter bis einschließlich Dienstag nur wenig.
Der fränkische Meteorologe, Stefan Ochs, nennt Wettermodelle, die ab Mittwoch sogar mit einem Temperaturanstieg auf bis zu 42 Grad Celsius rechnen - eine Temperaturschwelle, ab der Eiweiße im menschlichen Körper gerinnen. Wer sich zu lange solchen Temperaturen aussetzt, riskiert einen Hitzschlag oder lebensbedrohliches Organversagen.
Andere Wettermodelle sehen nur einen Anstieg auf bis zu 39 Grad Celsius bis zum nächsten Samstag. Erst ab dem 28. Juni soll „Bewegung in die Sache kommen“, so der Wetterochs. Ab da wird die Wetterlage unbeständiger und es könnte langsam wieder abkühlen.
Warum Hitze für den Körper gefährlich wird
Der menschliche Körper hält seine Kerntemperatur normalerweise bei rund 37 Grad und kämpft bei extremer Hitze mit allen Mitteln darum, das so zu halten. Wird es draußen sehr heiß, weitet der Körper die Blutgefäße in der Haut, um Wärme nach außen abzugeben, und beginnt zu schwitzen. Beim Verdunsten des Schweißes kühlt sich die Haut ab. Das kostet allerdings viel Flüssigkeit: Bei großer Hitze kann der Körper bis zu einem Liter Schweiß pro Stunde verlieren. Wer nicht genug trinkt, trocknet von innen aus: Das Blut wird dicker, das Herz muss stärker pumpen, der Kreislauf gerät unter Druck.
Reicht das Schwitzen nicht mehr aus, um die Körpertemperatur zu halten, wird es gefährlich. Steigt die Kerntemperatur auf über 40 Grad, droht ein Hitzschlag - ein medizinischer Notfall, der unbehandelt tödlich enden kann. Typische Warnsignale sind Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit und eine heiße, trockene Haut. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, deren Thermoregulation nicht mehr so leistungsfähig ist, sowie Kleinkinder und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.