Nürnberg - Kaum ist Rock im Park 2026 vorbei, startet der Vorverkauf für 2027. Doch schon nach kurzer Zeit steigt der Ticketpreis bereits gewaltig. Damit sind viele Fans so gar nicht einverstanden, wie Netz-Reaktionen zeigen.

Rock im Park-Fans sind enttäuscht: Nur wenige Tage nach Ende des Mega-Events in diesem Jahr am Zeppelinfeld in Nürnberg startete bereits der Ticket-Vorverkauf für 2027. So weit, so gut. Doch wie schon in den vergangenen Jahren gibt es auch diesmal verschiedene Preisstufen - zum Ärger vieler Festival-Gängerinnen und -Gänger. Denn: Nach wenigen Minuten waren die Karten der Preisstufe eins, der günstigsten Kategorie, bereits weg. Kostenpunkt für ein Wochenende-Festivalticket inklusive Camping in dieser Klasse: 258 Euro. So lag der Preis zehn Euro höher als für 2026.

Damit nicht genug: Der Ansturm war wohl so groß, dass auch Tickets der zweiten Preisstufe innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren. Inzwischen haben diese der offiziellen Website zufolge Preisstufe vier erreicht. Das bedeutet konkret: Für ein Wochenend-Festival-Ticket inklusive Camping werden aktuell 338 Euro fällig.

Rock im Park 2027: Vorverkauf gestartet - Fans äußern sich im Netz enttäuscht

Nach der lauten Kritik vieler Fans am Ticket-Zweitmarkt in diesem Jahr, lösen auch die Preisstufen für Rock im Park 2027 Unmut bei vielen aus. Unter anderem auf den Plattformen Reddit und Instagram machen sie diesem Luft: „1 Minute nach VVK-Beginn schon nur noch Preisstufe 3, die nach 10 Minuten auch schon weg ist“, schreibt ein User etwa. „Die Preisstufen haben Sinn ergeben, als sie zeitlich übers Jahr hinweg gestiegen sind. Preisstufen, die sich nach verkaufter Ticketanzahl innerhalb von Minuten ändern, sind nichts anderes als Kundenabzocke und ein Schlag ins Gesicht für jeden Fan“, kommentiert ein anderer.

Veranstalter von Rock im Park 2027 zur Preisgestaltung der Tickets

Gegenüber nordbayern erklärt der Veranstalter die Preisgestaltung grundsätzlich mit den Gagenerwartungen der Künstlerinnen und Künstler, die Rock im Park zufolge in den vergangenen Jahren stark gestiegen seien. Auch Kosten für Personal, Logistik und Infrastruktur sowie Umfang und Komplexität der Bühnenproduktionen hätten zugenommen. Während eine Karte für Rock im Park Anfang der 2000er-Jahre erstmals die 100-Euro-Marke knackte, können die Fans von solchen Preisen heute nur träumen - das gilt für große Rockfestivals ganz generell.

Mit Blick auf den aktuellen Kartenverkauf für Rock im Park heißt es vom Veranstalter weiter: Durch eine Diversifizierung der Preisgestaltung, z.B. durch das Angebot von VIP-Tickets mit echtem Mehrwert für die Fans, ist es gelungen, die Basispreise trotz steigender Kosten stabil zu halten.“ Näher geht er dabei auf die einzelnen Preisstufen nicht ein.

Den bisherigen Ticketverkauf beziehungsweise den Vorverkaufsstart für Rock im Park 2027 bezeichnet der Festival-Ausrichter auf Anfrage unserer Redaktion als erfolgreicher denn je: Laut Angaben des Veranstalters wurden seit Beginn bereits über 35.000 Tickets für das Event, das vom 4. bis 6. Juni 2027 stattfindet, verkauft.

Blink-182 als Headliner für Rock im Park 2027 angekündigt

Auf der anderen Seite stehen die potenziellen Besucherinnen und Besucher, die die Schwärmerei des Veranstalters nur bedingt teilen. Auf Instagram kritisieren Fans in den Kommentaren nicht nur die Preispolitik, sondern auch, dass Tickets sprichwörtlich ins Blaue hinein gekauft werden müssten: „So n Stress und nicht mal n Line-up“, schreibt ein User. Bisher hat Rock im Park lediglich Blink-182 als Headliner für das Festival im kommenden Jahr angekündigt.

Zwar bemängeln viele Rock im Park-Followerinnen und -Follower die aktuelle Preispolitik des Veranstalters, doch die Zahl der bereits verkauften Tickets spricht für sich. So werden vermutlich auch 2027 wieder tausende Menschen nach Nürnberg strömen, um bei Rock im Park zu feiern - koste es wohl, was es wolle.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels war eine Zeitangabe fehlerhaft und wurde von „Stunden“ auf „Minuten“ korrigiert.