
Die Nintendo Switch 2 hat seit ihrem Launch vor rund einem Jahr ein beeindruckendes Line-up an Spielen aufgebaut. Titel wie Mario Kart World, Donkey Kong Bananza oder Metroid Prime 4 zeigen, was die aktuelle Nintendo-Konsole draufhat. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn nicht jedes Spiel, das für die Switch 2 erscheint, ist sein Geld wert - manche sind schlicht und ergreifend eine Enttäuschung.
Welche Spiele gut und welche schlecht ankommen, verrät die renommierte Bewertungsplattform Metacritic. Die Plattform sammelt offizielle Kritikerwertungen und gibt einen schnellen Überblick über die Qualität eines Spiels. Und wer dort die Liste der Nintendo-Switch-2-Spiele ganz nach unten scrollt, landet bei einem Game, das selbst hartgesottene Gamer sprachlos macht.
Nintendo Switch 2: Erst der Hype, dann der Absturz
Das Spiel wurde in einer Nintendo Direct vorgestellt und bekam dort immerhin fünf Minuten Sendezeit. Für viele Fans war diese Präsentation bereits ein erstes Warnsignal - denn schon der Trailer sorgte unter Nintendo-Fans für Kopfschütteln. Auf Reddit fragten sich zahlreiche Gamer, warum Nintendo dem Titel überhaupt so viel Aufmerksamkeit schenkte. Dass diese Frage nicht grundlos war, zeigte sich kurz nach dem Release - in Form von verheerenden Wertungen.
Auf Metacritic landete das Spiel bei gerade einmal 41 von 100 Punkten - eine Wertung, die offiziell als „Generally Unfavorable“, also allgemein negativ, eingestuft wird. Auf der Vergleichsplattform OpenCritic sieht es nicht besser aus: Dort kommt der Titel auf einen Schnitt von nur 37 Punkten aus zwölf Reviews. Gerade einmal 19 Prozent der Kritiker sprechen eine Empfehlung aus. Das US-Spielemagazin Kotaku brachte es auf den Punkt: Es sei das schlechteste Switch-2-Exklusivspiel aller Zeiten - und das in einem Line-up, das mit dem langweiligen Nintendo Switch 2 Welcome Tour und dem überteuerten Survival Kids bereits zwei schwache Titel vorweisen kann.
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Das schlechteste Nintendo-Switch-2-Spiel - um welches Game geht es?
Die Rede ist von Tokyo Scramble - einem Survival-Puzzle-Actionspiel des Entwicklers Binary Haze Interactive, das am 11. Februar 2026 exklusiv für die Nintendo Switch 2 erschienen ist.
Die Story klingt auf dem Papier gar nicht so schlecht: Highschool-Schülerin Anne stürzt mit ihrer U-Bahn in eine unterirdische Welt, in der dinosaurierähnliche Kreaturen - von ihr „Zinos“ genannt - ihr nach dem Leben trachten. Mit einer Smartwatch, Schleichen, Ablenken und gelegentlichem Kämpfen soll sie den Weg zurück an die Oberfläche finden. Klingt nach einem spannenden Survival-Abenteuer für die Switch 2. Ist es aber nicht - ganz und gar nicht.
Diese Gründe machen Tokyo Scramble zum Nintendo-Switch-2-Desaster
- Gameplay ohne Spaßfaktor: Das Herzstück des Spiels - das Gameplay - ist starr und uninspiriert. Statt echter Spielerkenntnis oder Skill setzt Tokyo Scramble auf stumpfes Trial-and-Error. Die meisten Levels verwandeln sich in stupide Auswendiglernübungen, bei denen Spieler Feindmuster so lange wiederholen müssen, bis sie zufällig funktionieren. Von Spannung keine Spur.
- Inkonsistente KI: Die Feind-KI wirkt unberechenbar - aber nicht auf die spannende Art. Mal reagieren die Zinos auf kleinste Geräusche, mal ignorieren sie Anne komplett. Das fühlt sich nicht nach Herausforderung an, sondern nach schlechtem Spieldesign.
- Grafik von gestern: Für ein Switch-2-Exklusivspiel sieht Tokyo Scramble erschreckend veraltet aus. Verschwommene Texturen und unbeholfene Animationen - das ist kein Aushängeschild für die aktuelle Nintendo-Hardware. Zum Vergleich: Andere Switch-2-Titel zeigen eindrucksvoll, was die Konsole grafisch leisten kann, etwa Grid Legends.
- Zu kurz für den Preis: Mit seinen 22 Episoden kommt man auf gerade einmal acht bis zehn Stunden Spielzeit. Für ein Switch-2-Exklusivspiel zum Vollpreis ist das schlicht zu wenig.
- Kein Multiplayer: Tokyo Scramble ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis. Koop oder Multiplayer? Fehlanzeige. Das schränkt die Zielgruppe massiv ein.
- Zu wenig Eigenständigkeit: Unter Nintendo-Fans wurde bereits vor dem Release kritisiert, dass das Konzept stark an Spiele wie Persona 5 und The World Ends with You erinnert - ohne wirklich Eigenes einzubringen. Wer Originelles erwartet, wird enttäuscht.
Der größte Flop für die Nintendo Switch 2
Kotaku bringt es auf den Punkt: „There‘s so little enjoyment to be had that I don‘t recommend it.“ Auf Deutsch: So wenig Spielspaß, dass eine Empfehlung schlicht nicht möglich ist. Tokyo Scramble ist damit nicht nur das schlechteste Switch-2-Spiel aller Zeiten auf Metacritic - es ist laut Kritikern auch eines der schlechtesten Spiele des Jahres 2026 überhaupt - ganz unabhängig von der Konsole oder Plattform.


