
Seit dem 6. Februar ist der Weg zwischen Nürnberg und Regensburg für Bahnpendler und -pendlerinnen eine Geduldsprobe. Der Bahnkorridor zwischen den beiden Städten muss saniert werden und ist dafür derzeit komplett für den Zugverkehr gesperrt. Unter normalen Umstände verkehren auf der Trasse rund 350 Züge am Tag. Nun meldet sich die DB InfraGO AG mit einer vorsichtigen ersten Zwischenbilanz.
Einer aktuellen Pressemitteilung zufolge konnte die erste Hälfte des Projektes erfolgreich realisiert werden. Alle Gewerke hielten den Zeitplan aktuell ein. Rund 87 Kilometer Gleis, zwölf Kilometer Oberleitung und 39 Weichen konnten demnach bereits erneuert werden. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte DB InfraGO, sagt: „Wir arbeiten an allen Gewerken mit Hochdruck und sind mit der baulichen Realisierung im Zeitplan.“
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, fügt hinzu, er freue sich, dass das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen liege. „Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass dies auch bis zur geplanten Wiederinbetriebnahme am 10. Juli 2026 so bleibt.“
Für die Dauer der Sanierungsarbeiten ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Nürnberg und Regensburg eingerichtet. In Spitzenzeiten sind laut DB InfraGO 90 Busse im Einsatz. Die Pünktlichkeitsquote liege bei 96 Prozent. Betroffen von den Einschränkungen im Bahnverkehr sind laut Auskunft der Deutschen Bahn die Linien RE2, RE3, RE22, RE25, RB33 sowie die S3.
Sperrung zwischen Nürnberg und Regensburg: Pendler müssen auf Schienenersatzverkehr ausweichen
Auch im Fernverkehr kommt es zu Auswirkungen. Bis zum 13. Juni wird ein Teil der sonst mindestens zweistündlich verkehrenden ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrtzeit um rund eine Stunde.
Die Bauarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg stellen die erste von insgesamt sieben geplanten Generalsanierungen in Bayern dar. Ziel der Maßnahmen ist, einer Pressemitteilung der DB InfraGO zufolge, die stark frequentierte Strecke zwischen den bayerischen Großstädten langfristig stabiler und leistungsfähiger zu machen.
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