
Was für ein Schlamassel: Nintendo-Fans sind gerade stinksauer, manche sogar enttäuscht. Der Grund: Eine Aktion von Nintendo ist gehörig nach hinten losgegangen. Im Mittelpunkt steht dabei - natürlich - die Switch 2. Das hätte sich Nintendo wohl besser überlegen sollen. Was ist passiert?
Alles dreht sich um dieses eine Feature der Nintendo Switch 2
Nintendo hat der Switch 2 viele Verbesserungen und Neuerungen verpasst. Dadurch ist die neue Konsole ein großer Sprung nach vorn im Vergleich mit der alten Nintendo Switch. Die größte Verbesserung ist wohl die ungefähr zehnmal so starke Leistung der Switch 2. Bei den Neuerungen fällt Nintendo-Fans wohl vor allem eine Sache ein.
Nämlich der C-Button der Switch 2. Vor dem Release der Konsole im letzten Sommer sorgte der neue Knopf auf dem Controller für reichlich Spekulationen und Gerüchte. Dann kam raus, wofür der C-Button eigentlich gut ist.
Der neue Knopf startet den GameChat. Das ist eine Discord-ähnliche Funktion für Sprach-, Video- und Bildschirmübertragung direkt auf der Switch-2-Konsole. Damit hat Nintendo einen der größten Kritikpunkte an der alten Nintendo Switch ausgemerzt, bei der eine vernünftige Kommunikation mit Mitspielern quasi nicht möglich war. Doch jetzt gibt es schlechte Nachrichten.
Jetzt macht Nintendo bei der Switch 2 ernst - und Fans müssen zahlen
Denn seit Ende März ist die kostenlose Testphase von GameChat Geschichte. Wer jetzt ohne aktives Abo bei Nintendo Switch Online (NSO) auf den C-Button drückt, bekommt statt GameChat nur ein Werbebanner mit dem Hinweis auf das kostenpflichtige Abo-Angebot zu Gesicht. Mit anderen Worten: Ein physischer Hardware-Knopf auf der Konsole dient ohne Abo nur noch als Werbefläche. Eine Neubelegung des Buttons mit einer anderen Funktion der Switch 2 ist nicht möglich. Wer den Button weiterhin nutzen will, muss zahlen.
Und zwar rund 20 Euro pro Jahr für das Basis-Abo von NSO. Wer alle Features nutzen will, zahlt sogar das Doppelte, rund 40 Euro jährlich für NSO mit Erweiterungspaket. Und wer die Videoübertragung von GameChat nutzen möchte, muss obendrein noch eine separate Switch-2-Kamera kaufen. Doch Nintendo scheint schon ein Problem mit dem GameChat-Feature gehabt zu haben, bevor es kostenpflichtig wurde.
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Dieses Detail zeigt: Nintendo hat bei der Switch 2 ein Problem
Offenbar nutzen bisher nicht allzu viele Spieler die GameChat-Funktion überhaupt. Denn aktuell bietet Nintendo 100 My-Nintendo-Platinpunkte als Belohnung an, wenn Spieler GameChat starten und einrichten. Die Punkte können für digitale Goodies wie Avatar-Elemente eingelöst werden. Dass Nintendo die Spieler erst mit Belohnungen zum Ausprobieren animieren muss, spricht allerdings nicht gerade für eine hohe Akzeptanz des Features. Und noch dazu sind Nintendo-Fans gerade stinksauer wegen der ganzen Aktion.
„Traurig“: So reagieren Nintendo Switch 2-Fans auf die Aktion
In der Nintendo-Community sorgt das Ganze nämlich für reichlich Unmut. „Traurig, das hinter einer Bezahlschranke zu verstecken“, lautet der Tenor vieler Fans. Und es gibt noch weitere Kritikpunkte an GameChat:
- Die Einrichtung sei umständlich und mit zu vielen Schritten verbunden.
- GameChat sei erst dann wirklich nützlich, wenn mehr Freunde eine Switch 2 besitzen.
- Für die Videoübertragung muss man sich eine zusätzliche Kamera kaufen.
Kann sich das NSO-Abo trotzdem für GameChat lohnen?
Zuschlagen oder sein lassen? Das sollten Nintendo Switch 2-Fans wissen
Ob sich das NSO-Aboallein wegen GameChat lohnt, hängt ganz davon ab, wie man die Switch 2 nutzt. Wer regelmäßig online spielt und mit Freunden kommunizieren will, für den ist das Basis-Abo mit knapp 20 Euro pro Jahr kein allzu großer Posten - zumal man es für die meisten Online-Funktionen der Konsole ohnehin braucht.
Wer die Switch 2 aber hauptsächlich offline nutzt, für den bleibt der C-Button ab sofort ein toter Knopf am Controller. Und das ist bei einer Konsole, die ohnehin schon rund 470 Euro kostet und deren Spiele bis zu 90 Euro teuer sind, ein bitterer Beigeschmack.


