
Nach der Vollsperrung der Frankenschnellwegbrücke über die Südwesttangente und den Main-Donau-Kanal arbeitet der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) daran, die Auswirkungen auf den Verkehr, den Bauablauf und das Umfeld so gering wie möglich zu halten. Während weitere technische Untersuchungen laufen, bereitet die Stadt erste Maßnahmen vor, um den Verkehr zu entlasten, teilt die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung mit.
Die Frankenschnellwegbrücke am Kreuz Nürnberg-Hafen ist seit Mittwoch, 18. März 2026, vorsorglich für den Verkehr gesperrt. Eine Bauwerksprüfung hat ergeben, dass die Brücke die Verkehrsbelastung nicht mehr sicher aufnehmen kann. Sie bleibt daher bis zu ihrem Abriss dauerhaft gesperrt.
Entlastungen der Verkehrsachsen durch Anpassungen und Umleitungen
Trotz der Sperrung und der damit einhergehenden Belastung für den Verkehr sollen Engpässe spürbar reduziert werden. Auf der Verkehrsachse Finkenbrunn – Hafenstraße soll in den kommenden Wochen eine Behelfsumfahrung so weit eingerichtet werden, dass sie für den Geradeausverkehr freigegeben werden kann. „Damit schaffen wir trotz der weiterhin laufenden Arbeiten eine spürbare Entlastung an der Anschlussstelle Nürnberg Hafen-Ost. Der Verkehr wird dort besser verteilt, und wir rechnen in der Folge mit deutlich weniger Stau“, erklärt Marco Daume, Technischer Werkleiter von Sör.
Zusätzlich prüft die Stadt, wie die Verkehrssituation an stark belasteten Knotenpunkten - vor allem während des Berufs- und Feierabendverkehrs - verbessert werden kann. Dazu gehören Umleitungen, Optimierungen der Ampelprogramme sowie Anpassungen der Beschilderung. Außerdem wird geprüft, ob eine kurzfristige Auffahrtsmöglichkeit von der Hafenstraße auf die A73 in Fahrtrichtung Feucht geschaffen werden kann. Auch die Anschlussstelle Nürnberg Hafen-Süd und die Ampelanlage an der Kreuzung Wiener Straße/Marthweg sollen stärker in die Verkehrslenkung einbezogen werden.
Bauablauf und nächste Schritte
An der bestehenden Brücke werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Ein Monitoringsystem soll Veränderungen unter Eigenlast erkennen, um den Verkehr unter der Brücke - auf dem Main-Donau-Kanal und der Südwesttangente - weiterhin aufrechterhalten zu können. Gleichzeitig bleibt der enge Prüf- und Kontrollrhythmus bestehen.
Die Planungen für das Projekt Hafenbrücken werden an die neue Situation angepasst. Möglicherweise kann der Abriss und Neubau der zweiten Brückenhälfte vorgezogen werden, wodurch der Bau insgesamt beschleunigt würde. Dafür müssen jedoch zunächst Bauabläufe, Kapazitäten, mögliche Mehrkosten und die Finanzierung geprüft werden. Auch die Stromversorgung des Nürnberger Südens durch die N-Ergie fließt in die Planungen ein.
Über den aktuellen Stand des Projekts Hafenbrücke sowie die nächsten Schritte informiert der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 30. April 2026. Die Versammlung beginnt um 18 Uhr in der Turnhalle des Schulzentrums Südwest in der Pommernstraße 10.
