Bamberg - Stichwahl-Tag in Bamberg: Weil sich bei den Kommunalwahlen kein Kandidat direkt durchsetzen konnte, ist es heute zur Stichwahl gekommen. Nun steht fest, wer in den kommenden Jahren auf dem Chefsessel sitzen wird.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich die Spitzenkandidaten in Bamberg vor zwei Wochen geliefert haben. Jonas Glüsenkamp (Grüne) kam auf 30,3 Prozent der Stimmen, Sebastian Martins Niedermaier (SPD) holte im ersten Wahlgang der Kommunalwahl 29,0 Prozent. Melanie Huml, die frühere bayerische Gesundheitsministerin und CSU-Kandidatin, kommt landete im ersten Wahlgang auf Platz 3.

Da kein Kandidat die 50-Prozent-Marke geknackt hat, ging es heute zwischen den beiden Bestplatzierten, Glüsenkamp und Niedermaier, in die Stichwahl.

Jonas Glüsenkamp ist bereits zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg und setzt auf Erfahrung. In der vergangenen Kommunalwahl unterlag er Amtsinhaber Andreas Starke (SPD) in der Stichwahl. Glüsenkamps Konkurrent Sebastian Niedermaier betonte im Wahlkampf vor allem die enge Verbindung zu seiner Heimatstadt Bamberg.

Beide Kandidaten waren stark auf den Eindruck der Überparteilichkeit bedacht. Auf ihren Wahlplakaten war die Parteizugehörigkeit kaum auszumachen. Amtsinhaber Starke kandidierte nicht erneut um das Amt des Oberbürgermeisters.

Das ist das Ergebnis der Stichwahl in Bamberg

Gegen 19.20 Uhr am Abend der Stichwahl ist klar: Sebastian Niedermaier ist neuer Oberbürgermeister in Bamberg. Jonas Glüsenkamp unterliegt. Die Zahlen aus der Stichwahl siehst du in der nachstehenden Grafik.

Das waren die Ergebnisse des ersten Wahlgangs

Zur spannenden Stichwahl kam es, weil das Ergebnis im ersten Wahlgang wie folgt aussah:

  • Jonas Glüsenkamp (Grüne): 30,3%
  • Sebastian Martins Niedermaier (SPD): 29,0%
  • Melanie Huml (CSU): 28,2%
  • Jürgen Wachlein (Bambergs Mitte): 3,8%
  • Johannes Frey (Linke): 3,1%
  • Claudia John (Freie Wähler): 2,4%
  • Ralf Stöcklein (FDP): 1,8%
  • Dr. Hans-Günter Brünker (Volt): 1,4%

Keiner der Kandidierenden hat auf Anhieb die 50-Prozent-Hürde geschafft, weshalb die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen - Jonas Glüsenkamp (Grüne) und Sebastian Martins Niedermaier (SPD) - nun den Posten des Oberbürgermeisters unter sich ausmachen.

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Entschied den ersten Wahlgang für sich, musste sich in der Stichwahl dann aber geschlagen geben: Jonas Glüsenkamp (Grüne). © Dominik Schreiner