Nürnberg - Dicke Schlappe für Nintendo: Im „Konsolen-Krieg“ zieht die Switch 2 den Kürzeren - doch es gibt auch einen Lichtblick.

Autsch, das dürfte Nintendo echt wehtun. Die Switch 2 ist noch kein Jahr draußen und mit Rekorden gestartet, schwächelt aber zunehmend. Schon Ende 2025 musste sich die Nintendo Switch 2 im „Konsolen-Krieg“ einer anderen Konsole geschlagen geben, die zwar viel älter, aber trotzdem viel erfolgreicher ist. Und wie sich jetzt zeigt, sieht es ganz danach aus, dass die Switch 2 auch weiterhin in einer waschechten Krise steckt. Doch es gibt eine Ausnahme, die für die Switch 2 gerade entscheidend ist.

Nintendo verliert den „Konsolen-Krieg“: Switch 2 schwächelt

Nicht falsch verstehen: Mit über 17 Millionen verkauften Konsolen bis Ende 2025 ist die Switch 2 richtig stark ins Release-Jahr gestartet. Und aktuell ist auch noch völlig offen, wie stark der irre Hype um Pokémon Pokopia die Switch-2-Verkäufe ankurbeln kann. Nintendo als Unternehmen geht es alles andere als schlecht. Ein Blick auf den sogenannten „Konsolen-Krieg“ offenbart aber trotzdem eine Krise, in der die Switch 2 scheinbar steckt.

Denn ein Blick auf die offiziellen Verkaufszahlen im Januar 2026 offenbart eine ungewöhnliche Situation. Die bereits vor über fünf Jahren erschienene PS5 liegt global nur hauchdünn hinter der Switch 2 mit rund 760.000 verkauften Konsolen. Die Switch 2 kommt auf ungefähr 765.000. Wenn man bedenkt, dass die Switch 2 erst 2025 erschienen ist, zeigt das deutlich, dass die neue Nintendo-Konsole nicht unbedingt ein Selbstläufer ist. Das wird vor allem bei einem Detail deutlich.

Die Nintendo Switch 2 hat im Kampf mit der Konkurrenz ein echtes Problem

Denn lediglich in Japan liegt die Switch 2 tatsächlich vor der PS5, also in Nintendos Heimatland, und zwar deutlich. Rund 315.000 Konsolen (Switch 2) vs. knapp 43.000 Konsolen (PS5) sprechen eine ganz klare Sprache. In Nordamerika hingegen liegt die PS5 (knapp 211.000 Konsolen) minimal vor der Switch 2 (knapp 202.000 Konsolen). Besonders krass ist die Situation in Europa, und somit bei uns.

Hier landet die Switch 2 im Januar mit „nur“ rund 157.000 verkauften Konsolen sehr deutlich hinter der PS5 mit über 265.000. Nintendo verliert hier also ganz klar aktuell den „Konsolen-Krieg“. Global rettet Japan als krasse Ausnahme zurzeit die Switch 2. Warum ist das so?


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Nintendo könnte die Krise der Switch 2 selbst verursacht haben

Mit einem Standardpreis von rund 470 Euro ohne Spiel oder spezielles Zubehör ist die Switch 2 wirklich kein Schnäppchen. Auch die Spiele sind teurer geworden und kosten im Extremfall bis zu 90 Euro (Preis für Mario Kart World auf Cartridge). Für offizielles Zubehör müssen Nintendo-Fans ebenfalls tief in die Tasche greifen. Und aktuell steht sogar eine offizielle Preiserhöhung der Switch 2 im Raum, die mit 50 bis 100 Euro ziemlich drastisch ausfallen und den offiziellen Standardpreis der Konsole auf deutlich über 500 Euro erhöhen könnte. Deutlich besser sieht es da bei der PS5 aus.

Zwar liegt der Standardpreis der PS5 bereits bei 550 Euro, doch in der Realität ist die Konsole oft deutlich günstiger zu bekommen, oft günstiger als die Switch 2. Zudem fallen PS5-Spiele viel schneller und stärker im Preis als Nintendo-Spiele. Daher könnte die aktuelle Situation bedeuten, dass Nintendo-Fans einfach nicht gewillt sind, so viel Geld für Konsolen und Spiele auszugeben, wie es Nintendo gern hätte. Japan als Nintendos Heimatland bildet hierbei schon immer eine Ausnahme, denn dort haben die Menschen noch mal eine viel tiefere Bindung zu dem Unternehmen. Am Ende ist die Switch 2 zwar deswegen nicht, aber gerade mit Blick auf die für etliche Menschen finanziell schwierigen Zeiten entscheidet dann eben doch oft der Preis - und da hat die PS5 die Nase vorn und kann im „Konsolen-Krieg“ punkten.