Nürnberg - Nach acht Jahren hat Marc-Uwe Kling ein neues Buch mit dem Känguru veröffentlicht. Bevor wir uns „Die Känguru-Rebellion“ genauer anschauen, wollen wir sehen, was der Autor dazu zu sagen hat.

Vor 17 Jahren erschien das Känguru vor der Tür von Marc-Uwe Kling (zumindest steht es so in „Die Känguru-Chroniken“, dem Auftakt der Reihe). Seitdem erschienen drei weitere Bände, zuletzt „Die Känguru-Apokryphen“ 2018.

Doch die Welt ist reif für ein neue Geschichten übers Känguru. So zumindest Autor Marc-Uwe Kling im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Ist die Welt reif für „Die Känguru-Rebellion“?

Die Welt ist nicht nur reif, sie braucht sie sogar. „Weil man von den Zuständen Zustände kriegt“, so Kling im Interview. Anstatt sich ins positive zu entwickeln, wird die Welt immer ungerechter. Und diejenigen, die in der Position wären, das zu ändern, profitieren von dieser Ungerechtigkeit. Denn die Demokratie leide unter dem Überreichtum von Menschen wie Donald Trump oder Elon Musk.

Deutsche Politikerinnen und Politiker, aber auch internationale Figuren dürften im neuen Känguru-Buch ihr Fett wegkriegen. Am wichtigsten sei es, nicht den Status Quo zu verteidigen, sondern an einer besseren Welt zu arbeiten. Und dafür müssten Parteien wie die SPD auch anerkennen, was in der Vergangenheit falsch gelaufen ist.

„Die Känguru-Rebellion“ als Mittel gegen die eigene Resignation?

Es klingt ein wenig so, als könnte sich der Autor die Haare raufen. „Eigentlich sind die Lösungen da“, sagt Kling im Interview. So sei beispielsweise die Klimakrise auf technologischer Ebene im Grunde bereits gelöst, der fossile Lobbyismus sowie führende Politikerinnen arbeiten allerdings nur in eine Richtung: Die, die am meisten Geld bringt. Zugrunde liegen Desinformationskampagnen, die bereits vor Jahrzehnten ihren Anfang nahmen.

Korrupt, intrigant und/oder inkompetent: Das Känguru rechnet mit hiesigen Politikern ab.

In „Die Känguru-Rebellion“ greift Marc-Uwe Kling Politiker auch direkt an. So stellt sich dem Känguru beispielsweise die Frage, ob Jens Spahn korrupt und intrigant oder einfach nur inkompetent sei. Auf die Frage, ob sich der Verlag juristisch gegen derartige Passagen abgesichert habe, antwortet Marc-Uwe Kling streitlustig. „Die Behauptung, Jens Spahn sei korrupt, intrigant und inkompetent, würde ich vor Gericht verteidigen. [...] Ja, bitte, bitte, bitte lieber Jens: lass uns vor Gericht herausfinden, was davon du bist.“

„Die Känguru-Werke Band 6: Die Kanguru-Revolution“?

Zuletzt lässt Marc-Uwe Kling noch anklingen, dass „Die Känguru-Rebellion“ nicht zwangsweise der letzte Band der Reihe sein muss. „Die Känguru-Revolution“ wäre schon einmal ein passender Titel.

Aber jetzt dürfen wir uns erst einmal auf den aktuellen Band freuen. „Die Känguru-Rebellion“ ist seit dem 12. März 2026 zu haben.