Nürnberg - Das Wöhrl-Outlet bleibt länger Mieter im ehemaligen Kaufhaus-Areal in der Innenstadt - bis mindestens 2027. Der Grund: Die Resonanz der Kunden sei „überwältigend“, so ein Wöhrl-Sprecher.

Die großflächige Zwischennutzung im ehemaligen Kaufhof-Gebäude in der Nürnberger Innenstadt wird vorzeitig verlängert — das berichtet die Stadt Nürnberg in einer Mitteilung am Donnerstag. Bis mindestens Sommer 2027 bleibt den Informationen zufolge das Nürnberger Modeunternehmen Wöhrl mit seinem Outletkonzept Hauptmieter des alten Kaufhof-Gebäudes. Außerdem gebe es bereits Gespräche über eine „weitere Zwischennutzung des Erdgeschosses bis zum Abschluss der Planungen zur zukünftigen Entwicklung des Areals“.

Wöhrl zog mit seinem Outlet Mitte September 2025 in das verlassene Kaufhaus nahe der Lorenzkirche. Nach und nach kamen weitere Zwischennutzungen hinzu: Ikea zog mit einem ersten Innenstadt-Konzept ein, das Nürnberger Tessloff-Verlag präsentiert eine Was-ist-was-Ecke, das Café Sloe, der Sandwich-Laden Sando, die Restaurantkette Beets and Roots, die Technische Universität Nürnberg und Tretter-Schuhe folgten außerdem mit weiteren Zwischennutzungen. Das sorge für ein attraktives Angebot, so die Stadt weiter.

Oberbürgermeister Marcus König freut sich: „Die vorzeitige Verlängerung der Zwischennutzung seitens Wöhrl ist ein starkes Signal für unsere Innenstadt.“ Die Wöhrl Outlet Welt trage dazu bei, dass „das ehemalige Kaufhof-Gebäude auch in dieser Übergangsphase lebendig bleibt“.

Auch Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier sieht in der frühzeitig angestrebten Vertragsverlängerung ein starkes Zeichen für den Standort und das Areal: „Damit bleibt das Gebäude auch weiterhin belebt, während wir parallel die langfristige Entwicklung dieses zentralen Innenstadtstandorts weiter vorantreiben.“

Thomas Weckerlein, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl SE, spricht von einer Resonanz der Kundinnen und Kunden, die hier „überwältigend“ sei. „Deshalb haben wir uns frühzeitig entschieden, den bestehenden Mietvertrag mit der Stadt zu verlängern. Das gibt sowohl uns und unseren Beschäftigten als auch der Stadt Planungssicherheit“, so Weckerlein weiter. Parallel führe man Gespräche darüber, das in Nürnberg erfolgreich etablierte Konzept auch in anderen leerstehenden Warenhäusern in deutschen Städten zu realisieren.

Die unterschiedlichen Pop-up-Nutzungen in dem großen Haus sind dabei bewusst als zeitlich befristete Formate angelegt, betont die Stadt. „Ziel ist es, insbesondere im Innenbereich des Gebäudes ergänzend zur Nutzung durch Wöhrl immer wieder neuen Pop-up- und Zwischennutzungsinteressierten Raum zu geben.“ Neue Konzepte und Ideen soll damit erprobt werden können — und sich bestenfalls im Anschluss dauerhaft etablieren. Ein erstes Erfolgsbeispiel führt die Stadt auch gleich an: die ausgeweitete Zusammenarbeit von Wöhrl mit dem Nürnberger Tessloff Verlag und seiner Kinderbuchreihe „Was ist was“ im Erdgeschoss des alten Kaufhofes. Künftig sind die bekannten Bücher in allen regulären Wöhrl-Filialen deutschlandweit erhältlich.

So soll sich das Innenstadt-Areal weiterhin und langfristig entwickeln

Parallel zur Zwischennutzung laufen die Planungen für die langfristige Entwicklung des ehemaligen Kaufhof-Areals. Die Stadt hat ein mehrstufiges Konzeptauswahlverfahren gestartet, in das neben dem ehemaligen Kaufhof auch die angrenzenden Gebäude wie der City-Point, das Zeughaus und die Mauthalle einbezogen werden. Ziel ist es, ein wirtschaftlich tragfähiges und vielfältiges Nutzungskonzept zu entwickeln, welches den Standort dauerhaft stärkt.

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