Nürnberg - Die Vogelgrippe-Schutzmaßnahmen im Nürnberger Tiergarten sind aufgehoben. Besucher sehen wieder mehr Tiere, Volieren öffnen, Fütterungen starten.

Nach Monaten mit Einschränkungen können Besucherinnen und Besucher den Nürnberger Tiergarten wieder in vollem Umfang erleben. Die zuletzt geltenden Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe sind aufgehoben worden. Das teilte die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung mit. Zuvor waren zahlreiche Vogelarten vorsorglich in geschützten Bereichen untergebracht worden, um eine mögliche Ansteckung zu verhindern.

Inzwischen sind viele Tiere wieder in ihren gewohnten Anlagen zu sehen. Auch beliebte Programmpunkte kehren zurück: Die täglichen Pinguin-Fütterungen am Nachmittag finden wieder statt, ebenso das Angebot „Besuch beim Lieblingstier“, das vor allem bei Familien gefragt ist.

Ab dem kommenden Wochenende öffnet der Tiergarten außerdem wieder seine begehbaren Volieren der Waldrappe und Bartgeier, so in der Pressemitteilung zu lesen. Besonders die Bartgeier-Anlage dürfte bei Besuchern auf großes Interesse stoßen, denn dort zieht ein neues Bartgeier-Paar ein. Wenn das Wetter mitspielt, dürfen auch die Kraniche wieder in ihre Gehege zurückkehren. Zudem können die Hyazinth-Aras ab sofort ihre Außenvoliere wieder nutzen.

In der Bartgeiervoliere sind künftig auch wieder Schwarzstörche und Felsentauben zu sehen, auch die Schneeeulen kehren in ihre Anlage zurück. Flamingos, Pelikane und Harpyien bleiben wegen der anhaltenden Kälte vorerst in ihren Winterquartieren. Insgesamt zeigt die Rückkehr der Tiere in die öffentlich zugänglichen Bereiche, dass sich die Situation deutlich entspannt hat.

Schutzmaßnahmen haben sich bewährt

Nach Angaben der Stadt haben sich die umfangreichen Schutzmaßnahmen bewährt, welche der Tiergarten bereits im November einleiten musste. Während der gesamten Zeit sei es zu keinem einzigen Vogelgrippe-Fall im Tiergarten gekommen. Die Entscheidungen seien in enger Abstimmung mit dem städtischen Veterinäramt getroffen worden.

Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet das: wieder mehr Einblicke in die Vogelwelt, weniger Einschränkungen und ein Tiergartenbetrieb, der wieder deutlich näher am Normalzustand liegt.