
Styopa Mkrtchyan wurde am Deadline-Day vorgestellt, legte am Dienstag mit seinen neuen Mannschaftskameraden auf dem Trainingsplatz los - und könnte am Samstag seine ersten Einsatzminuten für den Club machen. Der Innenverteidiger, der mit der Nummer 44 aufläuft, ist ein Kandidat, um den Ausfall von Abwehrchef Fabio Gruber (Gelbsperre) zu kompensieren. Eine Alternative wäre Leihspieler Tarek Buchmann. Beides sei eine Möglichkeit“, räumt Chefcoach Miroslav Klose in der Vorspieltags-PK ein, von Tarek habe er „mehr gesehen“, die Entscheidung solle nach dem Abschlusstraining fallen. Für Buchmann spricht zudem, dass mit Luka Lochoshvili bereits ein Linksfuß im Abwehrzentrum gesetzt ist.
Explizites Lob gibt es auch für Mittelfeld-Alternative Justin von der Hitz, der sich nach dem Abgang von Tim Drexler in den Fokus drängt: „Er hat das richtig, richtig gut gemacht, hat Lunte gerochen, fantastisch trainiert. Das ist genau das, was ich möchte als Trainer: Situationen erkennen und um jede Minute kämpfen.“ Tim Janisch bekomme Druck vom Youngster, verkündet Klose. Generell würden sich die Neuzugänge sehr gut zurechtfinden, „gehen gleich auf die Jungs zu, sind neugierig“. Der Verein habe gute Leute geholt, „fußballerisch haben sie absolut Qualität“. Doch so ganz ist dem Frieden offenbar nicht zu trauen.
Im Rahmen einer Medienrunde äußerte sich Sportvorstand Joti Chatzialexiou am Mittwoch zur abgelaufenen Transferphase. Unter anderem wird er auf der Vereinsseite mit folgender Aussage zum Thema Neuzugang im Sturm zitiert: „Sicherlich ist nicht alles aufgegangen, was wir uns vorgestellt haben, aber insgesamt war es eine gute Transferphase. […] Wir hatten einen Kandidaten, mit dem wir sehr weit waren, es aber schlussendlich nicht geklappt hat. Von anderen Kandidaten waren wir schlussendlich nicht vollumfänglich überzeugt.“
Der geplatzte Wechsel von Immanuel Pherai wirkt nach - offensichtlich auch bei Klose. Auf die Frage, ob er einen Kader zur Verfügung hat, mit dem er langfristig arbeiten könne und wolle, antwortet er in der Pressekonferenz am Donnerstag kryptisch: „Langfristig ist, wenn man beim Club arbeitet, immer so eine Frage.“ Ein Seitenhieb wegen der massiven Personalrotation im Sommer und Winter, oder realistischer Blick auf die Durchschnittsamtszeiten von Cheftrainern beim 1. FC Nürnberg in den letzten Jahren? Nach wie vor wartet der Verein auf eine Unterschrift von Klose unter ein neues Arbeitspapier.
Kapitänsfrage geklärt
Jan Reichert rückt offiziell als Kapitän für den abgewanderten Robin Knoche nach. „Wir haben die letzten Wochen gegen viele gute Mannschaften aus dem oberen Drittel gespielt und wissen, dass sie richtig gut Fußball spielen können, und viele Flanken schlagen“, analysiert der Trainer den kommenden Gegner. „Wir brauchen einen guten Matchplan, sie stehen zu Recht oben drin. Wir haben alles analysiert und entsprechend trainiert. Jetzt bin ich gespannt, wie es die Jungs umsetzen.“
Die DFL hat übrigens die Spieltage 25 bis 27 terminiert. Ergebnis: Der Club muss dreimal samstags ran. Demnach empfängt der FCN Fortuna Düsseldorf am Samstag, 07.03.26. Am darauffolgenden Samstag geht es in den hohen Norden zu Holstein Kiel. Das Traditionsduell gegen den 1. FC Kaiserslautern findet ebenfalls am Samstag (21.03.) um 13 Uhr im Max-Morlock-Stadion statt. Kein Traditions-Flutlicht-Duell? Kommentar Klose: „Abendspiele muss man sich erarbeiten, das ist unser Auftrag, unser Plan.“ Er habe aber keine Probleme mit der Ansetzung.

