Die sozialen Medien sind eigentlich dafür gedacht, dass sich User mit anderen Nutzern zu vernetzen und auszutauschen können. Doch in den letzten Jahren wurde Social Media auch ein Ort für Cyberkriminalität, Hate Speech, und Online-Mobbing.
Dabei gibt es Personen, die stärker Angriffen aus dem Internet ausgesetzt sind. Dazu gehören etwa Politiker oder Journalisten, die potenziell zum Ziel von Hackergruppen gehören. Für diese Nutzer hat WhatsApp nun eine neue Sicherheitsfunktion eingeführt mit der sich der Dienst extrem einschränken lässt.
Neue Funktion „strikte Kontoeinstellungen“
Die neue Sicherheitseinstellung von WhatsApp namens „strikte Kontoeinstellungen“ wirkt wie eine Sperre. Wer die Funktion „Strikte Kontoeinstellungen“ aktiviert, sperrt den Dienst fast vollständig nach außen ab. Dadurch soll verhindert werden, dass Schadsoftware oder Spyware über Nachrichten eingeschleust wird.
Nun können Anhänge und Medien von Personen blockiert werden, die nicht in den eigenen Kontakten stehen. Auch Anrufe von unbekannten WhatsApp-Accounts können unterdrückt werden. Mit nur einem Klick kann außerdem die Linkvorschau in Nachrichten deaktiviert werden. Neu ist auch, dass die eigene IP-Adresse bei Anrufen über WhatsApp nun verborgen werden kann. Der Messenger-Dienst leitet die Anrufe über eigene Server weiter, um die IP des Nutzers zu schützen.
So aktivieren Sie die neue Funktion
So können Sie die neue Einstellung aktivieren:
- WhatsApp öffnen
- Auf „Einstellungen“ klicken
- Auf „Datenschutz“ klicken
- Auf „Erweitert“ klicken
Bei den erweiterten Datenschutzeinstellungen können Sie dann unter „Strikte Kontoeinstellungen“ alle oben genannten Funktionen aktivieren. Sie können aber auch nur einzelne Optionen wie „Linkvorschau deaktivieren“ oder IP-Adresse in Anrufen schützen“ auswählen.
Nur im Notfall aktivieren
Die Funktion „Strikte Kontoeinstellungen“ wird laut WhatsApp in den kommenden Wochen nach und nach eingeführt. Wie die Entwickler des Dienstes raten jedoch sie aber nur zu verwenden, wenn man glaubt von einem Cyberangriff bedroht zu werden.
WhatsApp hat in der Vergangenheit schon öfter seine Sicherheitsmaßnahmen verschärft. So lässt sich seit einiger Zeit genau einstellen, wer den Zeitstempel „zuletzt online“, das Profilbild, den Status oder die Info sehen kann. Auch eine Funktion, die verhindert, dass fremde Kontakte einen zu Gruppen hinzufügen können, gibt es schon länger. Anrufe von unbekannten Nummern können auch seit kurzem stummgeschalten werden. Für mehr Sicherheit können zudem bestimmte Chats oder die ganze App mit einem Code oder der Gesichtserkennung, genannt Face-ID, geschützt werden.
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