
Starker Schneefall und Eisregen haben den Weg zur Arbeit am Montag (26. Januar) schwer gemacht - besonders für Pendlerinnen und Pendler: So ging unter anderem am Bahnhof in Schwabach am Morgen nichts. In der App der Deutschen Bahn war noch am Mittag wegen Verspätungen und Ausfällen viel rot zu sehen. Entsprechend groß auch der Frust bei Pendlerinnen und Pendlern, denn sie warteten dort zeitweise vergeblich auf einen Zug.
Wie die Deutsche Bahn (DB) auf ihrer Website mitteilt, ist der Zugverkehr im Großraum Bayern wegen der aktuellen Witterungsbedingungen beeinträchtigt. Zwischen Roth und Hilpoltstein konnten demnach am Vormittag keine Züge verkehren. Ebenso sei die Strecke zwischen Neustadt/Aisch und Steinach bei Rothenburg ob der Tauber nach wie vor beeinträchtigt. Wie die DB informiert, ist dort ein Ersatzverkehr zur Entlastung eingerichtet.
Damit nicht genug: Auch der Bahnbetrieb von und nach Nürnberg Hauptbahnhof war am Montagmorgen beeinträchtigt. Hier kam es zu Verspätungen und Ausfällen, wie ein Blick in die DB-App zeigt. Der Grund: Wegen witterungsbedingter Einflüsse durch die starken Schneefälle im gesamten Raum Nürnberg waren Reparaturen an mehreren Weichen erforderlich. Das berichtete unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Auf nordbayern.de-Anfrage bestätigte die DB, dass es zu Weichenstörungen gekommen war.
„Auch bei der besten Vorbereitung und modernster Technik lässt sich nicht jede Extremsituation vollständig ausschließen“, erklärte eine DB-Sprecherin gegenüber nordbayern.de.
Zu diesen Vorbereitungen gehören ihr zufolge unter anderem bestimmte Abdeckungen, die die Weichen im Normalfall vor Schneeverwehungen und Eisbrocken schützen sollen. Zudem sollen spezielle Heizungen dafür sorgen, dass bewegliche Weichenteile nicht einfrieren. „Trotz aller Vorkehrungen können Weichenheizungen bei Extremfrost oder starken Schneeverwehungen an ihre Grenzen geraten“, so die Sprecher weiter. Das war offenbar auch am Montagmorgen der Fall gewesen. Auch sogenannte „Spurloks“, die über verschneite Gleise fahren und für nachfolgende, leichtere Züge eine Spur durch den Schnee ziehen, helfen nur noch bedingt, wenn Schneefälle länger andauern.
Auf weiteren Strecken ist laut DB-Website derzeit noch mit Verzögerungen zu rechnen. Ebenso kann es zu kurzfristigen Zugausfällen kommen. Größere Einschränkungen im bayerischen Bahnverkehr gäbe es aktuell allerdings nicht, so die DB gegenüber unserer Redaktion. Wer derzeit unterwegs sein muss, sollte seine Zugverbindung vor Reiseantritt dennoch auf www.bahn.de oder über die DB-App überprüfen.
Immer topaktuell informiert bleiben über die wichtigsten Themen aus der Region? Über unseren neuen WhatsApp-Kanal erfahren Sie alle Neuigkeiten aus erster Hand.
Hier geht es direkt zum WhatsApp-Channel - eine „Schritt für Schritt“-Anleitung finden Sie hier.

