
Wegen des starken Schneefalls war bereits am Montag, 26. Januar, und am Dienstag, 27. Januar, in mehreren Städten und Landkreisen in Franken und der Oberpfalz der Präsenzunterricht entfallen. Darüber informierte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Es fielen bis zu 35 Zentimeter Neuschnee. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte die zweithöchste Unwetterwarnstufe ausgerufen.
Aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse und insbesondere der Gefahr durch herabfallende und abgebrochene Äste sowie ungesicherter Bäume, blieben in der Stadt Erlangen und im Landkreis Kulmbach auch am Mittwoch die Schulen geschlossen. Die Stadt Erlangen verkündet am Mittwochnachmittag nun aber: Durch die Arbeit von rund Hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebs für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung sowie externe Firmen konnten mit Hubsteigern und Motorsägen abgebrochene Äste beseitigt und mehrere hundert Bäume gesichert werden. Zudem kamen alle Hausverwaltungen und beauftragten Firmen des städtischen Gebäudemanagement zum Einsatz, um Zugänge und Notausgänge wieder sicher benutzbar zu machen. Der Präsenzunterricht soll demnach am Donnerstag wieder stattfinden.
Zwei Schulen in der Region blieben am Mittwoch zu
Auch am Dienstagabend warnte der DWD weiterhin vor einigen Gefahren. Vielerorts galt bis zum Mittwochvormittag eine Warnung vor Glätte, zudem vor Frost. Am Abend wurde zudem bereits bekannt, dass Schülerinnen und Schüler auch nach zwei Tagen Pause teilweise nicht in den Präsenzunterricht gehen können. Schon vor 18 Uhr verkündete die Stadt Erlangen, dass der Präsenzunterricht am Mittwoch, 28. Januar, entfallen wird.
Grund hierfür sei „die bestehende Gefahr, die von den Bäumen rund um die Schulgebäude ausgeht.“ Über den Ausfall des Unterrichts hätte demnach das Staatliche Schulamt nach ausführlicher Beratung mit der Stadt Erlangen am Dienstagabend entschieden. Die Schneelast habe die Bäume teilweise massiv geschädigt. Neben den Zugängen sind Notausgänge aktuell nicht ausreichend gesichert. „Am Mittwoch, 28. Januar, werden sämtliche Schulen kontrolliert und erforderliche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Der Schulbetrieb soll ab Donnerstag, 29. Januar, wieder regulär aufgenommen werden. Bei Fragen werden Eltern und Schüler gebeten, sich an die jeweilige Schule zu wenden“, heißt es seitens der Stadt abschließend.
Auf im Landkreis Kulmbach entfällt am Mittwoch der Präsenzunterricht. Nach Information des Bayerischen Kultusministeriums besteht eine hohe Glättegefahr. An den Schulen wird jeweils eine Notbetreuung eingerichtet.
Auch, wenn der heftige Schneefall am Dienstag ein Ende erreicht hat, bleiben die Schneemassen in der Region größtenteils liegen. Nicht nur der Schnee an sich, sondern auch dessen Masse sorgt für Gefahr. Eine Frau wurde durch einen durch den Schnee herabfallenden Ast tödlich verletzt.
Es ist möglich, dass der Unterricht am Mittwoch kurzfristig auch noch in anderen Städten und Landkreisen ausfällt. In dem Fall aktualisieren wir den Artikel entsprechend.
Am Dienstag waren diese Landkreise und Städte vom Ausfall des Präsenzunterrichts betroffen:
- Nürnberg (Stadt)
- Erlangen (Stadt), Erlangen-Höchstadt (Landkreis)
- Fürth (Stad), Fürth (Landkreis)
- Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim (Landkreis)
- Bamberg (Stadt), Bamberg (Landkreis)
- Forchheim (Landkreis)
- Kitzingen (Landkreis)
Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. Januar, gegen 16.55 Uhr, aktualisiert.

