Nürnberg - Nintendos größter Konsolen-Flop war unausgereift und hässlich, doch jetzt kehrt er für Switch 2 und Switch 1 zurück.

Für 2026 stehen zwar schon einige spannende neue Switch-2-Spiele auf dem Plan, aber im Allgemeinen leidet die neue Nintendo-Konsole auch im zweiten Jahr noch unter einem Spielemangel, den auch Nintendo-Fans immer wieder kritisieren. Zwar hat die Switch 2 noch weitere Nachteile wie eine geringe Akkulaufzeit und „nur“ ein LCD- statt eines OLED-Bildschirms. Doch das größte Problem dürften die fehlenden Exklusivspiele sein. Fans wollen mehr Switch-2-Spiele wie Donkey Kong Bananza und Mario Kart World. Doch was macht Nintendo stattdessen? Die größte Flop-Konsole der Nintendo-Geschichte erneut veröffentlichen.

Nintendos größter Konsolen-Flop war vorprogrammiert

Wer bisher dachte, die Wii U sei Nintendos größter Flop aller Zeiten gewesen, hat vermutlich noch nichts vom Virtual Boy gehört. Von den Verkaufszahlen der Switch-Vorgänger-Konsole (Wii U) von rund 13,5 Millionen Geräten kann der Virtual Boy nur träumen. Nicht mal 800.000 Stück konnte Nintendo in den 90ern in der kurzen Zeit vom Launch bis zur offiziellen Einstellung verkaufen. Wobei das keine Überraschung gewesen sein dürfte, denn der Flop war vorprogrammiert.

Der Virtual Boy kam 1995 technisch unausgereift mit einem miesen Monochrom-Bildschirm und schlechter 3D-Darstellung, die bei vielen Gamern Kopfschmerzen verursachte, auf den Markt. Dabei sollte gerade das Zocken in 3D das große Ding des Virtual Boy sein. Auch die Ergonomie beim Spielen war furchtbar und das Spieleangebot mager. Die Folge: Schon 1996 wurde die Produktion des Virtual Boy wieder eingestellt und der Deckmantel des Schweigens für Jahrzehnte über das Konsolen-Desaster gelegt. Bis jetzt, denn schon in vier Wochen erweckt Nintendo den Virtual Boy zu neuem Leben auf Switch 2 und der alten Nintendo Switch.


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Nintendos größte Flop-Konsole kehrt für Switch 2 und Switch 1 zurück

Denn am Dienstag, dem 17. Februar 2026, veröffentlicht Nintendo den Virtual Boy neu. Diesmal allerdings nicht als eigenständige Konsole, sondern als reines Zubehör aus Plastik, in das eine Switch-2- oder Switch-1-Konsole für die Technik und den Bildschirm gesteckt wird. Mit der am selben Tag erscheinenden App „Virtual Boy - Nintendo Classics“ lassen sich dann die einfarbigen Spiele der Flop-Konsole in 3D zocken. Dafür ist eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei Nintendo Switch Online mit Erweiterungspaket notwendig, die für Einzeluser mit rund 40 Euro jährlich zu Buche schlägt und zum Preis von rund 80 Euro für das Virtual-Boy-Zubehör noch dazukommt. Dafür gibt‘s zum Start 14 Spiele, etwa Mario‘s Tennis und Wario Land, weitere Titel sollen später dazukommen. Doch die Probleme des Virtual Boy wurden bei der Neuauflage nicht behoben.

Bei der Switch-Neuauflage des Virtual Boy bleibt nämlich alles beim Alten: Wenige Spiele, miese Grafik in nur einer Farbe (rot) und eine unergonomische Haltung beim Zocken, die schnell Kopf- und Nackenschmerzen verursachen kann. Da stellen sich Nintendo-Fans zu Recht die Frage, wieso sie fast 500 Euro für die Switch 2 ausgeben sollen, um dann statt heiß ersehnten neuen Spielen wie einem neuen 3D-Super-Mario-Game nur Nintendos größte Flop-Konsole aller Zeiten erneut vorgesetzt zu bekommen.