Nürnberg - Nürnberg hat eine neue Bar für Bierliebhaber. In der Orca-Bar gibt es regionale als auch internationale Biere. Serviert wird dazu der hausgemachte „Nürnberger Flammkuchen“. Schon jetzt ist die neue Bar sehr beliebt.

Alle Bierfans aufgepasst: In Nürnberg hat eine neue Bier-Bar eröffnet. In der Orca-Bar verkauft die gleichnamige Nürnberger Brauerei ihre selbstgebrauten Biere sowie internationale Gastbiere.

Brauerei Orca eröffnet die Orca-Bar

Seit über acht Jahren gibt es die Orca Brauerei schon in Nürnberg. Seit neuestem gibt es in der Engelhardsgasse 7 in Nürnberg, nahe des Weißen Turms und des Jakobsplatzes, auch eine Bier-Bar der Brauerei. Eigentlich sollte die Orca-Bar schon Ende Juni eröffnen, erzählt Fritz Großkopf, Leiter der Bar. Die Renovierungen haben jedoch etwas länger als geplant angedauert, somit konnte die Bar erst Ende des Jahres 2025 eröffnet werden. Auf 42 Quadratmetern können nun bis zu 49 Gäste beisammensitzen und verschiedene Biere genießen.

Internationale Gäste in Nürnberger Bier-Bar

Die Orca-Bar wurde vor allem mit dem Ziel eröffnet, dass das Bier der Orca-Brauerei direkt vor Ort verkauft werden kann. Außerdem möchten die Brauereibetreiber mit der Bier-Bar auch Leute erreichen, die die Brauerei vorher noch nicht kannten. Und das gelingt ihnen scheinbar ganz gut.

Großkopf erzählt, dass aufgrund der zentralen Lage und des Holiday Inns gegenüber oft Touristen aus Deutschland und der ganzen Welt in die Bar einkehren. „Wir haben fast täglich Amerikaner hier, die sich sofort zu Hause fühlen, weil das hier wie eine Bar ist, die man aus Amerika kennt.“ Mit „Bars, wie man sie in Amerika kennt“, meint der Barleiter die sogenannten „craft beer rooms“. Das sind in den USA spezialisierte Bars, die sich auf handwerklich gebraute Biere von unabhängigen Brauereien konzentrieren. Sie bieten eine große Vielfalt an Bierstilen, ungewöhnliche Geschmacksrichtungen und oft eine gemütliche, gemeinschaftliche Atmosphäre.

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Eine große Auswahl an Bieren

Insgesamt werden in der Orca-Bar rund 18 eigene Biere angeboten. Vom Fass gibt es acht Biere, wovon eines immer ein internationales Gastbier ist. Aktuell ist das ein englisches Bier. Eines der beliebtesten Biere der Bar ist das amerikanische Pale Ale „Wanderlust“. Auch die Amerikaner selbst scheinen begeistert von ihrem Heimatbier in Deutschland zu sein. „Jemand aus Boston meinte, das sei das beste Pale Ale, was er bisher in Europa getrunken hat“, erzählt der Barleiter stolz.

Außergewöhnliche internationale Biere

Neben der Bar befindet sich zudem ein großer Kühlschrank, in dem ausschließlich ausländische Biere gekühlt werden. Eines dieser Biere ist ein belgisches Sauerbier. Die Flasche sieht aus wie eine Weinflasche mit Korken. Großkopf erzählt, dass sich in Belgien oft eine Flasche des Sauerbieres, wie bei uns der Wein, in der Gruppe geteilt wird. Dieses Bier wird dann auch aus Gläsern, die Weingläsern ähneln, getrunken. Diese Biere seien recht teuer, erzählt der Barleiter (eine Flasche, 0,75 bis 1 Liter, kostet rund 30 Euro). „Aber sie sind eben für Bierliebhaber“, so Großkopf. Der 43-Jährige erzählt weiter, dass die Leute in die Bar kommen, da sie wissen, dass es so etwas Spezielles dort gebe. „Das ist die Nische in der Nische“, lacht Fritz Großkopf.

Kostenloses Wasser für alle Gäste

Dem Leiter der Bar ist es ein besonderes Anliegen, dass es in der Bar einen Stand mit kostenlosem Wasser gibt, an dem sich die Gäste bedienen können. „Viele unserer Biere haben ein bisschen mehr Alkohol und da ist es gut, wenn die Leute zwischendurch Wasser trinken.“, so Großkopf. Die meisten Leute nehmen das Angebot an und holen sich mehrmals am Abend ein Glas Wasser.

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Jedem Gast steht kostenloses Trinkwasser zur Verfügung. Für besondere Bierliebhaber gibt es außergewöhnliches belgisches Sauerbier. © Mia Madüske

Alkoholfreie Biere und eigene Spezi-Karte

Und was hat die Bar für Gäste, die kein Bier mögen oder keinen Alkohol trinken im Angebot? Es gibt einige alkoholfreie Biere sowie einen alkoholfreien Gin Tonic. Großkopf fügt hinzu, dass es im Januar anlässlich des „Dry January“, in dem viele Menschen auf Alkohol verzichten, einen alkoholfreien Biercocktail geben wird.

Außergewöhnlich ist, dass es in der Orca-Bar eine eigene Karte nur für Spezi gibt. Auf dieser können die Gäste zwischen sechs verschiedenen Cola-Mischgetränken wählen. „Das war am Anfang eine lustige Idee, aber auch das kommt ziemlich gut an“, so der Barmanager. Ähnlich wie bei den Bieren wechseln auch die Spezis verschiedener Brauereien regelmäßig.

Drei verschiedene Flammkuchen

Wer viel Bier trinkt, bekommt natürlich auch Hunger. In der Orca-Bar können die Gäste zwischen drei Flammkuchen wählen: klassisch nach Elsässer Art mit Zwiebeln und Speck, vegan mit marinierten Pilzen und eine Nürnberger Spezialkreation vom Chef. Großkopf ist gelernter Koch und bereitet alle Flammkuchen selbst zu. Der „Nürnberger Flammkuchen“ wird mit gegrillter Nürnberger Bratwurst, Sauerkraut, Zwiebeln, Meerrettich und Senfcreme belegt.

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Es gibt den „Nürnberger Flammkuchen“ und den Flammkuchen nach Elsässer Art. © Mia Madüske

„Die Bratwurst kann mehr“

Diese außergewöhnliche Kreation kommt bei den Gästen sehr gut an. „Das ist tatsächlich unser meistverkaufter Flammkuchen“, erzählt Großkopf. Die Idee des „Nürnberger Flammkuchen“ kam dem 43-Jährigen, da er es in Nürnberg immer schade fand, dass die Bratwurst nicht kreativer in der Kulinarik eingesetzt wird. Überall gäbe es Bratwurstbrötchen oder Bratwurst mit Sauerkraut. „Aber die Bratwurst kann mehr“, meint Großkopf.

Mit Biertrinken Orcas retten

Den Namen Orca tragen die Brauerei sowie die Bar nicht umsonst. Die Brauerei Orca unterstützt die „wahle and dolphin conservation“ mit einer Patenschaft für einen Orca namens Uma. Fritz Großkopf trägt dazu passend ein T-Shirt mit der Aufschrift: „Safe orcas, drink beer.“ Auf Deutsch: „Rettet die Orcas, trinkt Bier.“