
Knackig, cremig und nach Vanille schmeckend. Crème brûlée ist eine Süßspeise aus Eigelb, Sahne und Zucker, die als Dessert in der französischen Küche serviert wird. Sie ist seit dem Jahr 1691 bekannt und galt damals als luxuriöses Dessert für den Adel. Wörtlich übersetzt bedeutet Crème brûlée „gebrannte Creme“, denn ihre Oberfläche wird mit Zucker bestreut und anschließend mit einem Brenner karamellisiert.
Diese Zuckerkruste sorgt beim Durchstoßen des Löffels für das charakteristische Knacken, das viele mit dem Naschen des Desserts verbinden. Die richtige Konsistenz beim Crème Brûlée zu treffen, ist meist jedoch gar nicht so einfach. Mit diesem Rezept schaffen das jedoch auch Küchenneulinge.
Die Zutaten für das weihnachtliche Rezept der Crème brûlée
Für 4 Portionen:
- 1 bis 2 Vanilleschoten (je nachdem wie intensiv es schmecken soll)
- 200 Milliliter Milch (3,5 Prozent Fett)
- 250 Milliliter Sahne
- 4 Eigelbe
- 70 Gramm Zucker
- 60 Gramm brauner Zucker zum Karamellisieren
Für mehr Frische:
- 0,5 Teelöffel Zitronenabrieb
- 0,5 Teelöffel Orangenabrieb
Außerdem:
- 4 feuerfeste Porzellan-Förmchen (à 125ml)
- eine große Auflaufform
- Flambier Brenner
Die Zubereitung der Crème brûlée
Den Backofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Zuerst werden Milch und Sahne einen Topf gegossen. Die ein bis zwei Vanilleschoten werden mit einem längs mittig aufgeschnitten und das Mark mit einem Teelöffel herausgekratzt. Das Vanillemark sowie die ausgekratzten Schoten mit in den Topf geben. Nun sollte die Flüssigkeit kurz aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und etwa fünf Minuten mit geschlossenem Deckel stehen lassen, damit alles gut durchziehen kann. Die Vanilleschote wieder entfernen.
Währenddessen die vier Eigelbe und den Zucker in einer Schüssel mit einem Schneebesen etwa zwei bis drei Minuten cremig rühren. Die Sahnemischung aus dem Topf langsam unter ständigem Rühren mit der Eigelb-Zuckermasse vermengen: Es soll sich dabei so wenig Schaum wie möglich auf der Oberfläche bilden.
Die vier feuerfesten Porzellan-Förmchen in eine große Auflaufform stellen. Etwa 500 Milliliter heißes Wasser in die Auflaufform gießen, damit die Förmchen etwa zu zwei Drittel im Wasser stehen. Die Crème brûlée Masse in die Förmchen gießen. Dabei nur einen kleinen Rand lassen, da die Creme beim Stocken noch etwas heruntergeht. Die Auflaufform wird auf die zweite Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen gestellt. Nach etwa 40 bis 50 Minuten ist die Creme fertig. Die Masse sollte gestockt, aber nicht so fest wie Pudding sein. Überprüfen lässt sich das, indem man die Förmchen leicht (!) antippt. Wackelt die Creme ein wenig, hat sie die richtige Konsistenz.
Das Crème brûlée danach vollständig abkühlen lassen und anschließend 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Erst kurz vor dem Servieren auf jedes Dessert zwei Teelöffel braunen Zucker streuen und mit einem Flambier Brenner erhitzen, bis der Zucker schmilzt und sich eine bräunliche Kruste bildet.
Alternativ: Wer kein Flambier Gerät besitzt, kann den Ofen auf 200 Grad in der Grillfunktion vorheizen. Dann den braunen Zucker auf das Dessert streuen und die Schälchen für wenige Minuten, auf einem Blech auf oberster Schiene in den Ofen stellen, bis sie braun werden. Aber Vorsicht: Den Ofen am besten immer im Blick behalten, da das Dessert schnell verbrennt.

