
Seit einigen Jahren zählt die Amerigo Bar zu den festen Anlaufstellen für Nachtschwärmer und Cocktailfans in der Fürther Altstadtkneipenszene. Doch wie nun bekannt wurde, steht der Fortbestand der Bar in der beliebten Gustavstraße auf der Kippe. Wie zuerst das Nachrichtenportal fuerth aktuell berichtete, ordnete das Amtsgericht Fürth am Dienstag, 14. Oktober, die vorläufige Insolvenzverwaltung über die „Amerigo Gastro und Catering UG“ an.
Wie auf der Seite insolvenzbekanntmachungen.de nachzulesen ist, wurde Rechtsanwalt Kai Christian Uhr aus Nürnberg am Vortag um 11 Uhr zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Mit dieser Anordnung steht die Firma nun unter genauer finanzieller Beobachtung und Aufsicht.
Durch den Beschluss soll das Vermögen der Gesellschaft „vor nachteiligen Veränderungen“ gesichert werden. Außerdem darf das Unternehmen nur noch mit Zustimmung des Insolvenzverwalters über sein Vermögen verfügen, das beinhaltet auch offene Forderungen, „die Einziehung von Außenständen“, wie es in der öffentlichen Bekanntmachung des Verfahrens exakt lautet.
Die Bar selbst manifestiert sich an diesem Tag nochmal - in zwei Stories auf Instagram schicken sie den Kneipengängern die Botschaften „See you tonight“ und „We are open“.
Die Amerigo Bar in der Gustavstraße 16 war 2021 eröffnet worden, kurz nach dem Lockdown wegen Corona, als die Situation vieler Wirte und Wirtinnen in der Region äußerst angespannt war. Amerigo wollte schon immer zusätzlich mit Events locken, es gibt unter anderem Live Musik, Date Nights oder einem Derby-Frühstück. In gemütlicher Lichtstimmung setzt man hier vor allem auf Cocktails.
Die Ursachen für die finanzielle Schieflage der Bar sind bislang nicht bekannt - eine Nachfrage der Redaktion blieb noch unbeantwortet. Doch die Belastungen der Gastronome sind hinlänglich bekannt: steigende Energie- und Lebensmittelkosten, Personalmangel sowie Personalkosten, unter anderem. Auch die Nachzahlungen für die Corona-Soforthilfen schlagen ein empfindliches Loch in die Betriebskassen. Viele gastronomische Einheiten mussten in der Region und auch in Fürth aufgrund verschiedener Bürden schließen oder ihre Öffnungszeiten verringern.
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