
Bei Opel läuft bereits seit Februar 2026 eine große Rückrufaktion wegen defekter Takata-Airbags. Nun wurde der Rückruf erweitert. Wie das Fachmagazin Auto Motor und Sport (AMS) berichtet, hat der Opel-Mutterkonzern Stellantis eine weitere Aktion gestartet. Sie soll in Deutschland etwa 8700 zusätzliche Fahrzeuge betreffen. Außerdem soll der Fahrstopp auf weitere Modelle ausgeweitet werden. Wer eine entsprechende Mitteilung erhält, darf das Auto bis zur Reparatur nicht mehr bewegen.
Welche Opel-Modelle vom Takata-Rückruf betroffen sind
- Astra: 3. Januar 2005 bis 11. Juni 2014
- Astra 10: 24. Februar 2009 bis 23. August 2018
- Cascada: 8. Mai 2012 bis 22. August 2018
- Meriva: 5. Februar 2009 bis 24. März 2017
- Mokka: 15. Dezember 2011 bis 6. Juni 2018
- Vectra: 4. Juli 2003 bis 10. Oktober 2008
- Signum: 16. Februar 2005 bis 19. Juni 2008
- Zafira: 25. Februar 2011 bis 26. Juli 2016
Auch Fahrzeuge der ehemaligen Opel-Schwestermarke Chevrolet sind laut Opel betroffen: Aveo und Orlando (26. Januar 2011 bis 27. Juni 2016), Cruze (2. Dezember 2008 bis 10. Januar 2017) sowie Trax (12. November 2012 bis 31. August 2015). Diese Fahrzeughaltenden können sich ebenfalls an das Opel-Händlernetz wenden.
Fahrstopp: Gilt er für Astra H, Vectra und Signum?
Laut AMS weitet Stellantis den Fahrstopp auf die Modelle Astra H, Vectra und Signum aus. Nicht automatisch jedes Fahrzeug, das vom Rückruf erfasst ist, muss demnach stehen bleiben. Entscheidend ist die Mitteilung an die fahrzeughaltende Person. Wer sie erhält, sollte sich zügig an einen Opel-Händler wenden und den Transport des Autos mit ihm abstimmen. Auch Opel selbst weist darauf hin, dass für Fahrzeuge mit besonders hohem Risiko eine sogenannte Stop-Drive-Maßnahme gilt.
Warum die Takata-Airbags gefährlich werden können
Das Problem liegt im Gasgenerator des Airbags. Er kann sich durch Alterung und Klimaeinflüsse wie starke Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit verändern. Löst der Airbag bei einem Unfall aus, kann der Druck zu stark ansteigen. Dann können Metallteile in den Innenraum geschleudert werden und Insassen schwer verletzen. Im schlimmsten Fall sind Todesfälle möglich.
Das solltest du jetzt tun
Gib die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) in das Rückruf-Prüfportal von Opel ein. Du findest sie in den Zulassungspapieren, unter der Motorhaube am Motorblock, am Armaturenbrett auf der Fahrerseite oder an der Innenseite der Fahrertür. Ist dein Auto betroffen, vereinbarst du einen Termin bei einem Opel-Händler. Die Werkstatt tauscht den Fahrer-Airbag kostenlos aus. Die Reparatur ist laut Opel auch ohne Garantie gratis, muss aber bei einem autorisierten Vertragspartner erfolgen. Stellantis will die Haltenden betroffener Fahrzeuge zusätzlich direkt informieren. Achte deshalb darauf, dass deine Kontaktdaten aktuell sind.



